Staatsschutz ermittelt

Auto in Berlin rast auf Menschengruppe zu - Polizei geht von einem Unfall aus

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Pkw-Fahrer rast auf Menschengruppe zu

Ein Unbekannter soll Zeugenberichten zufolge in Berlin-Reinickendorf mit einem Auto auf eine Menschengruppe zugerast sein.

Berlin - Die Lagezentrale des Berliner Innenministeriums bestätigte, dass es in der Nacht auf Samstag einen Vorfall am Wilhelmsruher Damm gab, sprach aber zunächst von einer „Verkehrsunfallflucht mit besonderen Umständen“. Den Zeugen zufolge fuhr der Mann auf den Gehweg - Passanten konnten sich nur durch Sprünge retten. Anschließend soll der Unbekannte noch einen Roller gerammt haben und dann geflohen sein.

Einem Polizisten zufolge handelte es sich bei dem Unfallauto um einen Mietwagen. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen an der Unfallstelle übernommen. Laut der Lagezentrale des Innenministeriums gab es keine Verletzten, zum Auto und dem Fahrer seien Ermittlungen aufgenommen worden.

Update 9:45 Uhr: Nachdem ein Autofahrer in Berlin auf eine Menschengruppe auf einem Gehweg zugerast ist, hat die Polizei eine Wohnung durchsucht. Das Auto war ein Mietwagen gewesen. Zeugen hätten das Kennzeichen abgelesen, teilte die Polizei am Samstag per Twitter mit. Daraufhin wurde noch in der Nacht die Wohnung des Fahrzeugmieters durchsucht. 

Update 10:04 Uhr: Die Polizei geht nach aktuellen Angaben von Innensenator Andreas Geisel (SPD) von einem „Verkehrsunfall mit Fahrerflucht“ aus. „Die bisherigen Erkenntnisse zum Hergang deuten darauf hin“, sagte Geisel am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. „Weitere Spekulationen verbieten sich, momentan spricht nicht viel für einen Anschlagsversuch.“ Erkenntnisse zur Motivation des derzeit noch flüchtigen Fahrers, der in der Nacht mit dem Wagen über einen Gehweg gerast war, lägen noch nicht vor.

Update 12:39 Uhr: Der Vorfall war nach Angaben der Polizei kein Anschlag. Ermittlungen hätten ergeben, dass der Fahrer des Wagens von der Straße abgekommen sei, weil er einem wendenden Auto ausweichen wollte, teilte die Polizei am Samstag mit. Zuvor war nicht ausgeschlossen worden, dass es sich um einen Anschlag gehandelt haben könnte.

Nach dem Mieter des Mietwagens wird noch gefahndet. Er war ermittelt worden, weil Augenzeugen sich das Kennzeichen des Wagens gemerkt hatten. Der Mieter ist nach Angaben der Polizei ein 35-jähriger Marokkaner, dessen Wohnung im Stadtteil Wedding die Polizei in der Nacht durchsuchte. Der Mann wurde nicht angetroffen. Die Polizei stellte Beweismittel sicher. Sie fahndet weiter nach dem Mann - und nach dem Fahrzeug selbst. Bisher ist unklar, ob er auch am Steuer gesessen hat.

Update 15:13 Uhr:  Die Polizei hat „gesichertes Videomaterial“ zu dem Unfall. Was darauf zu sehen ist und von wem es stamme, darüber gebe die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine Auskunft, sagte eine Sprecherin am Samstag.

dpa

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