War es Mord oder Notwehr ? 

Angeklagter gesteht tödliche Schüsse auf Schwager

Kiel – Ein 34-Jähriger hat vor Gericht gestanden, seinen Schwager erschossen zu haben. Allerdings schilderte der Angeklagte die Tat als eine Art Notwehrsituation.

Er habe im August 2016 in einer Werkstatthalle in Rendsburg (Schleswig-Holstein) mehrfach auf seinen Schwager geschossen, ließ der Angeklagte vor dem Landgericht Kiel zum Prozessauftakt von seinem Verteidiger verlesen. Das Opfer habe ihn zuvor mit der Pistole bedroht, doch er habe die Waffe aus dessen Händen entwinden können. Als sein Schwager aber plötzlich eine zweite Waffe durchlud, habe er abgedrückt – wie oft wisse er nicht. Die Anklage geht hingegen von heimtückischem Mord aus. Demnach schlich sich der Angeklagte an sein Opfer heran und schoss ihm drei Mal in den Kopf. Der Mann erstickte an seinem Blut.

Der 31-jährige Schwager sei in kriminelle Machenschaften verwickelt gewesen, hieß es in der schriftlichen Erklärung des Angeklagten weiter. Er habe seinen Schwager deswegen auch bei der Polizei angezeigt und schwerer Straftaten bezichtigt, geschehen sei aber nichts, sagte der Angeklagte. Der Schwager habe verlangt, dass er für ihn arbeite und als er immer wieder abgelehnt habe, seine Familie bedroht.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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