So äußert sich der Pflichtverteidiger

Verteidiger: Ansbacher Amok-Schütze ist schuldunfähig

Ein Polizeifahrzeug steht in Leutershausen bei Ansbach (Bayern) an einem abgesperrten Tatort.

Ansbach - Der mutmaßliche Amokläufer von Ansbach (Bayern) ist schuldunfähig. Das ist eine der Aussagen, die der Pflichtverteidiger des 47-Jährigen Tatverdächtigen nun gemacht hat.

Der mutmaßliche Amokläufer von Mittelfranken ist nach Überzeugung seines Pflichtverteidigers schuldunfähig. „Er ist gar nicht in der Lage, das tatsächlich Geschehene als solches zu realisieren“, sagte Rechtsanwalt Benjamin Schmitt am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Tags zuvor hatte Schmitt den Mann zwei Stunden im Bezirkskrankenhaus in Ansbach besucht.

„Man kann mit ihm reden, er war ruhig, wirkte müde und erschöpft“, so der Anwalt. Der Mann sei in einer Isolierzelle mit nur einem Bett darin untergebracht. „Das ist schon eine sehr beklemmende Situation.“ Ob der 47-Jährige tatsächlich schuldunfähig ist, muss ein Gutachter prüfen. Angeblich war er seit Jahren psychisch krank.

Vergangenen Freitag wurden eine Frau (82) und ein Radfahrer (72) aus einem Auto heraus erschossen. Der mutmaßliche Täter flüchtete ins rund 30 Kilometer entfernte Bad Windsheim und konnte dort an einer Tankstelle überwältigt werden. Über ein Motiv des als psychisch krank geltenden Mannes ist noch nichts bekannt.

dpa

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