Illegal betriebene Igelarche

95 Igel aus katastrophaler Haltung gerettet

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Das Kreisveterinäramt hat 95 Igel aus katastrophaler Haltung gerettet und in Obhut genommen.

Das Kreisveterinäramt hat 95 Igel aus katastrophaler Haltung gerettet und in Obhut genommen.

Zierenberg - Untergebracht waren die Tiere in der illegal betriebenen Zierenberger Igelarche (Hessen). „Was meine Mitarbeiter dort feststellten, war eine einzige Katastrophe“, berichtet die Leiterin des Fachbereichs Veterinärwesen und Verbraucherschutz, Dr. Sabine Kneißl. Zahlreiche Igel befanden sich in viel zu kleinen Plastikwannen übereinander gestapelt. Ein Teil der Tiere lief auf dem über und über mit Igelkot bedecktem Fußboden in der Wohnung frei herum. „Die hygienischen Zustände waren unerträglich. Das Futter war zum Teil mit Schimmel überzogen, einige Tiere befanden sich in Agonie und wir haben massenhaft tote Tiere vorgefunden“, so Kneißl entsetzt.

Sie fanden Tiere in Holzhäuschen, die sie nicht mehr verlassen konnten, weil mehrere Paletten Dosenfutter darauf gestapelt waren.

Bereits im Juni 2016 hatte der Landkreis dem Betreiber der Igelarche wegen zahlreicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetzt untersagt, Igel zu halten. Vor ein paar Tagen erhielt das Veterinäramt nun Hinweise darauf, dass er sich nicht an die Auflagen hält. Amtstierärzte und Mitarbeiter des Fachbereichs statteten der Igel-Arche daraufhin unangemeldet einen Besuch ab.

Sie fanden Tiere in Holzhäuschen, die sie nicht mehr verlassen konnten, weil mehrere Paletten Dosenfutter darauf gestapelt waren. „Der Grad der Verschmutzung lässt nur den Schluss zu, dass die Tiere über längere Zeit nicht versorgt wurden“, erklärt die Amtsleiterin.

Der Igelhalter ließ weder kranke Tiere tierärztlich behandeln, noch wilderte er gesunde Igel wieder aus. Im Gegenteil produzierte er durch die Gruppenhaltung Igelnachwuchs, von dem er sich noch schlechter trennen konnte. Die geretteten Igel wurden tierärztlich versorgt und in einem Tierheim untergebracht. Einige konnten ausgewildert werden. Der Landkreis hat den Fall jetzt der Staatsanwaltschaft zur strafrechtlichen Verfolgung übergeben.

Wie sich am Freitag herausstellt, ignorierte die Arche schon länger ein behördliches Verbot. Hna.de* berichtet über die neuen Erkentnisse

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