Justizirrtum in den USA

33 Jahre unschuldig im Gefängnis: 60-Jähriger kommt frei

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Keith Allen Harward saß 33 Jahre lang unschuldig in einem US-Gefängnis. 

Richmond - Im US-Bundesstaat Virginia kommt ein Mann frei, der wegen Mordes und Vergewaltigung verurteilt worden war und 33 Jahre lang unschuldig in Haft saß.

Eine DNA-Analyse hatte dem Netzwerk Innocence Project zufolge Jahrzehnte nach dem Urteil ergeben, dass der Mann nicht einen Mann aus Newport ermordet und dessen Frau vergewaltigt hatte. Die Freilassung war noch für Freitag geplant.

Das Paar war im Jahr 1982 umgebracht worden - wie sich herausstellte, vermutlich von einem Kollegen des fälschlich verurteilten Seemannes. Der mutmaßliche Mörder war 2006 in einem Gefängnis in Ohio gestorben.

Das höchste Gericht des Bundesstaates Virginia hatte am Donnerstag die Freilassung des inzwischen 60-Jährigen angeordnet. Das Netzwerk Innocence Project, das sich für die Prüfung von zweifelhaften Mordurteilen einsetzt, begrüßte die Freilassung am Freitag.

In den vergangenen Jahren hätten sich nach DNA-Beweisen 337 Urteile als falsch herausgestellt. Die fälschlicherweise Verurteilten hätten im Durchschnitt 14 Jahre lang unschuldig in Haft gesessen. 2015 war ein Mann in Pennsylvania aus dem Gefängnis entlassen worden, der sogar 34 Jahre lang in Haft saß, ohne der Täter zu sein.

dpa

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