Leiche in Frankfurt

News-Ticker: Irina A. und Jan M. hatten seit Längerem Streit - wegen dieser Sache

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Brutaler Mord im Niddapark: Jetzt ist klar, wer Irina A. aus Frankfurt ermordet hat

Während eines Spaziergangs entdeckte ein Spaziergänger im Niddatal eine blutverschmierte Leiche. Jetzt wurde der mutmaßliche Täter aus Frankfurt festgenommen. Warum musste Irinia A. sterben?

Am Mittwochmorgen entdeckte ein Spaziergänger eine blutverschmierte Leiche im Niddapark. 

  • Polizei ging sofort von Mord aus - Eine Obduktion bestätigte dies.
  • Tote ist 29-Jährige aus Frankfurt.
  • Sie war Angeklagte im "Sex-Mob"-Skandal im Jahr 2017.
  • Die Polizei konnte den mutmaßlichen Täter Jan M. festnehmen.
  • Das Tatmotiv: Habgier. 


Update 14.05., 8.09 Uhr: Die Ermittler fügen immer mehr Teile im Puzzle des brutalen Niddapark-Mordes in Frankfurt zusammen. Wie faz.net berichtet, soll der mutmaßliche Täter Jan M. seinem Opfer eine größere Menge Geld geschuldet haben. Deswegen soll es zwischen dem Szene-Wirt und Irina A. seit Längerem Streit gegeben haben. Irina A. forderte das Geld wohl zurück, Jan M. soll der 29-Jährigen teuren Schmuck gestohlen haben. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt sieht deshalb das Mordmerkmal der Habgier als erfüllt an. "Tatsächlich ist dieser Aspekt aber nur ein Teil des möglichen Tatmotivs", so faz.net. Als sich Jan M. und Irina A. im Niddapark trafen, um über die Angelegenheit zu sprechen, ist die Situation wohl eskaliert. 

Streit zwischen Jan M. und Irina A. im Niddapark in Frankfurt eskaliert

Bei dem Streit soll es um Erlöse aus Jan M.s Bar  „First In“ gegangen sein. Die Szene-Kneipe soll schon länger nicht mehr besonders gut gelaufen sein. Irina A. soll vor zwei Jahren auf Bitten von M. als stille Teilhaberin eingestiegen sein (50 Prozent). Das berichtet eine gute Freundin der jungen Frau. "Aus Immobiliengeschäften habe sie zwar über ausreichend Kapital verfügt. Das Geld für die Teilhaberschaft habe aber ihr Vater aufgebracht. Es soll direkt von dessen Geschäftskonto an M. überwiesen worden sein", berichtet faz.net.  Um sein Lokal bekannter zu machen, soll Jan M. im August 2017 die Idee gehabt haben, sein Geschäft mit der "Sex-Mob-Lüge" bekannter zu machen. Das erzählte eine Freundin von Irina A. der F.A.Z.

Als Jan M. Ende 2017 das "First In" in der Hochstraße verkaufte, begann der Streit. Nach Angaben der Ermittler in Frankfurt dauern die Ermittlungen weiter an. 

Update 13.05., 8 Uhr: Immer mehr grausame Details zum brutalen Mord im Niddapark im Frankfurt kommen ans Licht. Wie faz.net enthüllt, soll nun auch das Tatmotiv bekannt sein: Jan M. soll Irina A. aus Habgier getötet haben. Der Szene-Wirt soll seinem Opfer Schmuck geraubt haben. Die Hinweise, dass es sich bei dem 50-Jährigen um den Mörder handelt, verdichten sich weiter. Die Polizei hat sein Smartphone ausgewertet und mit den Daten ein Bewegungsprofil erstellt. Die Erkenntnis: Zum Zeitpunkt des Todes von Irina A. soll das Handy von Jan M. in der Funkzelle nahe dem Tatort eingeloggt gewesen sein. 

Besonders brutal: Der Täter ist mit größter Brutalität vorgegangen. Das Gesicht von Irina A. soll nicht wiederzuerkennen gewesen sein.

Blut von Jan M. am Tatort im Niddapark gefunden

Update 12.05., 8.30 Uhr: Wie die bild.de berichtet, handelt es sich bei dem mutmaßlichen Täter um den Szene-Gastronomen Jan M (50). Die Ermittler fingen den Wirt demnach am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr vor seinem Lokal ab, als er dieses gerade aufsperren wollte. Jan M. soll danach über Stunden von den Beamten verhört worden sein - bis tief in die Nacht. "Zeitgleich wird sein Handy ausgewertet, ein Bewegungsmuster erstellt, Beweismittel gesichtet, mehrere Hausdurchsuchungen veranlasst", so bild.de. Demnach soll sich der Tatverdacht gegen den 50-Jährigen erhärtet haben. Der Wirt soll am Samstag dem Haftrichter vorgeführt werden, er steht unter Mordverdacht. 

Jan M. war gemeinsam mit der Toten Irina A. in einem "Sex-Mob-Skandal" angeklagt (Infos unten).  Im Frankfurter Nachtleben war Irina A. als schillernde Persönlichkeit bekannt: Sie hatte eigene Immobilien- und Schmuck-Geschäfte. Zudem soll Irina A. auch Kontakte ins Rotlicht- und Rockermilieu gehabt haben.

Update 13:32 Uhr: Wie Poliziesprecher André Sturmeit gegenüber extratipp.com sagte, ist die gelbe Handtasche mittlerweile gefunden worden. Sie galt zunächst als fehlend. Welche Rolle die Handtasche bei der Aufklärung des Mordes spielen könnte, bleibt zunächst unklar. "Näheres dazu werden wir aber nicht öffentlich bekannt geben im Moment", so der Polizeisprecher weiter. "Wir beteiligen uns nicht an Spekulationen, werden bei neuen Erkenntnissen eine Mitteilung dazu herausgeben."

Update 10.40 Uhr: Nun gibt es neue Details zum grausamen Mord im Niddapark in Frankfurt: Demnach wurde Irina A. mit mehreren Messerstichen in Kopf und Körper getötet. Die Hintergründe sind weiter unklar.

Update vom 11.05 um 7:03 Uhr:  Die Identität der Toten konnte laut Polizei festgestellt werden. Es handelt sich um die 29-jährige Irina A. aus Frankfurt. Vergangenes Jahr stand sie im Zentrum eines Falschaussagen-Skandals, wie extratipp.com* berichtet: Zusammen mit dem damaligen Betreiber der Bar "First In" behauptete sie, sie habe in der Silvesternacht einen "Sex-Mob" miterleben müssen.

Im Nachhinein stellte sich aber heraus, dass dies nicht der Wahrheit entsprach - Irinia A. war zum angeblichen Tatzeitpunkt gar nicht in Frankfurt (extratipp.com berichtete).

Motiv und Grund für Mord sind weiter unklar

Die Obduktion bestätigte, dass es sich um ein Tötungsdelikt handelt.. Zu der Art der Gewalteinwirkung wird aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angabe gemacht. Aktuell können zudem keine Angaben zu der möglichen Motivlage gemacht werden. Die Ermittlungen diesbezüglich laufen.

Mitten auf der Wiese lag die 29-jährige Irina. A - ein Passant entdeckte sie. 

Wie bild.de berichtet, trug die Frau eine schwarze Latzhose, ein schwarzes Oberteil und Sneakers mit Nieten. Das Auto der 29-jährigen Frankfurterin wurde in der Nähe des Leichenfundortes auf einem Parkplatz gefunden. Dabei handelt es sich um einen weißen Mercedes SUV (GLE 350d) mit dem Kennzeichen F-IR 88. 

Polizei bittet weiterhin um Hinweise

Wer hat das Auto am Dienstag gesehen oder kann weitere Hinweise zu diesem geben? Außerdem fehlt eine gelbe Handtasche der 29-Jährigen. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 069/755-53110 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Bericht vom 9. Mai: Grauenhafter Fund im Niddapark: Spaziergänger entdeckt blutverschmierte Leiche 

Frankfurt/Main - Nach dem Fund einer Frauenleiche in einer Frankfurter Grünanlage geht die Polizei von einem Gewaltverbrechen aus. Ein Passant habe am frühen Mittwochmorgen, gegen 6:30 Uhr, beim Gassigehen mit seinem Hund den leblosen Körper auf einer Wiese im Volkspark Niddatal liegen sehen, sagte ein Sprecher der Polizei. 

Wie bild.de berichtet, waren kurze Zeit später schon Polizei und Mordkommission anwesend. Ein Hubschrauber flog über den Fundort, um Übersichtsaufnahmen zu machen. Aktuell ist der Fundort großräumig abgesperrt und die Spurensicherung der Kriminalpolizei läuft.

Alles deutet auf Mord hin

Das Opfer war nach Polizeiangaben vollständig bekleidet, blutverschmiert und habe schwere Stichverletzungen am Arm gehabt. "Die äußeren Umstände deuten auf ein Tötungsdelikt hin", sagte der Polizeisprecher. Zur Todesursache werde ermittelt. Wohl sei die tote Frau Anfang 20 - Identität sowie Hintergründe sind noch aber völlig unklar. 

Polizei steht noch vor Rätsel

Sie war normal bekleidet und hatte blonde Haare, die zu einem Zopf gebunden sind. Wie faz.net berichtet, soll die Frau weder Tasche noch Geldbeutel oder Handy dabei gehabt haben. Derzeit werden Vermissten-Meldungen durchsucht. Es wird auch nicht ausgeschlossen, dass die Frau erst noch als vermisst gemeldet werden muss - vielleicht war ihr Verschwinden ja bisher noch nicht aufgefallen.

Die Kriminalpolizei bittet um sachdienliche Hinweise unter der Telefonnummer 069 - 755 53111.


dpa / Natascha Berger


*extratipp.com ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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