Laut Behördenbericht

2017 teuerstes Katastrophenjahr in der US-Geschichte

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Sam Speights besichtigt am 27.08.2017 in Rockport, Texas (USA) sein durch den Hurrikan "Harvey" zerstörtes Haus.

2017 war das teuerste Katastrophenjahr in der US-Geschichte. Durch eine Reihe von Stürmen und Bränden hätten sich Schäden in Höhe von 306 Milliarden Dollar (254 Milliarden Euro) angehäuft.

Washington - Die USA haben für die Naturkatastrophen im Jahr 2017 teuer bezahlt: Durch eine Reihe von Stürmen und Bränden habe sich ein Rekordschaden in Höhe von 306 Milliarden Dollar (254 Milliarden Euro) angehäuft, teilte die Nationale Meeres- und Atmosphärenbehörde (NOAA) am Montag in einem Bericht mit. 360 Menschen seien bei den Katastrophen ums Leben gekommen. Experten warnen unterdessen vor den Folgen des Klimawandels.

Besonders hohe Schäden richteten dem Bericht zufolge die drei Hurrikane "Harvey", "Maria" und "Irma" an. Mit insgesamt 265 Milliarden Dollar trugen sie zur teuersten Hurrikane-Saison der US-Geschichte bei, heißt es. Allein "Harvey" habe in Texas Schäden in Höhe von 125 Milliarden Dollar hinterlassen. Nur der Hurrikan "Katrina" im Jahr 2005 war noch teurer gewesen.

"Maria" hatte im vergangenen Jahr das US-Außengebiet Puerto Rico verwüstet, die Kosten dafür beliefen sich nach Angaben der NOAA auf 90 Milliarden Dollar. "Irma" war über die Karibik und Florida hinweggefegt. Die Behörde veranschlagte dafür 50 Milliarden Dollar. "Maria" sei der drittteuerste Hurrikan der US-Geschichte, "Irma" liege auf Platz fünf, hieß es.

Außerdem gab es vergangenes Jahr im US-Bundesstaat Kalifornien außergewöhnlich schwere Waldbrände. Für diese bilanzierte die NOAA Schäden in Höhe von 18 Milliarden Dollar - das Dreifache des bisherigen Jahresrekords.

Bei insgesamt 16 Naturkatastrophen habe die Schadenssumme die Schwelle von einer Milliarde Dollar überschritten, bilanzierte die Behörde. Darunter fielen neben den drei Hurrikanes und den Waldbränden zwei Überschwemmungen, ein heftiger Frost, acht schwere Stürme und eine Dürre. Nie seien in einem einzigen Jahr mehr Milliarden-Schadensereignisse festgestellt worden.

360 Menschen kamen bei den Katastrophen ums Leben gekommen, wie die NOAA ausführte. Experten gehen jedoch davon aus, dass die Zahl der Todesopfer noch steige, wenn die Opfer des Hurrikans "Maria" vollständig gezählt seien.

Bislang war 2005 das Jahr mit den höchsten Katastrophenschäden gewesen. Damals hatten unter anderem die Hurrikanes "Katrina", "Wilma" und "Rita" dazu beigetragen, dass sich Schäden in Höhe von 215 Milliarden Dollar anhäuften. Die USA zeichnen Milliarden-Schäden bei Unwettern seit dem Jahr 1980 auf.

Das vergangene Jahr war in den USA das drittwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. In sechs Bundesstaaten wurden sogar neue Temperaturrekorde aufgestellt. Experten rechnen damit, dass sich die Klimaveränderung in den USA fortsetzt. Die Zeichen stünden auf einer "langfristigen Erwärmung", sagte Deke Arndt, der die Überwachungsstelle der Nationalen Zentren für Umweltinformationen der NOAA leitet.

Zugleich betonte Arndt, dass durch die Klimaerwärmung starke Kälteperioden nicht ausgeschlossen seien. Doch diese Kälteeinbrüche wie derzeit an der US-Ostküste würden durch die überdurchschnittlichen Temperaturen während anderer Teile des Jahres "mehr als ausgeglichen", heißt es in dem Bericht.

Wegen des des Kälteeinbruchs in Teilen der USA hatte sich US-Präsident Donald Trump Ende Dezember über den Klimawandel lustig gemacht. ""Vielleicht könnten wir ein bisschen von dieser guten alten Erderwärmung gebrauchen", schrieb er im Kurznachrichtendienst Twitter und löste damit bei einigen Experten Empörung aus.

AFP

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