Niedere Beweggründe

13 Jahre Haft für 28-Jährigen wegen Tötung von ehrenamtlicher Flüchtlingshelferin

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Urteil im Mordprozess einer erstochenen Flüchtlingshelferin

Zehn Monate nach dem tödlichen Messerangriff auf eine 22-Jährige im münsterländischen Ahaus hat das Landgericht Münster einen der Tat angeklagten 28-Jährigen am Mittwoch zu 13 Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt.

Ahaus - Nach Ansicht des Gerichts tötete der aus Nigeria stammende Mann die ehrenamtliche Flüchtlingshelferin im Februar mit 22 Messerstichen, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Mordmerkmale wie Heimtücke oder niedere Beweggründe, wie von der Staatsanwaltschaft angeklagt, konnte das Gericht nicht feststellen. Der Asylbewerber und sein späteres Opfer sollen laut Ermittlungen vor der Tat eine wenige Tage dauernde Beziehung unterhalten haben. Der zur Tatzeit 27-Jährige soll demnach die Vorstellung nicht ertragen haben, dass sich die Frau einem anderen Mann zuwenden könnte. Der Angeklagte wurde nach der Tat in der Schweiz festgenommen. Im Prozess plädierte die Staatsanwaltschaft auf lebenslange Haft wegen Mordes. Die Nebenklage schloss sich an, das Gericht folgte dem jedoch nicht.

afp

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