Kurzfristige Planänderung

Beliebter NRW-Weihnachtsmarkt ändert plötzlich Corona-Regeln für Besucher

  • VonLisa Krispin
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Die Weihnachtsmärkte in NRW bereiten sich auf ihr Comeback vor. In Düsseldorf werden die Pläne nun kurzfristig geändert. Es geht um die Corona-Regeln für Besucher.

Düsseldorf – In Nordrhein-Westfalen* mussten die Weihnachtsmärkte im vergangenen Jahr eine Zwangspause einlegen. Ein Jahr später ist die Corona-Pandemie* nicht vorbei, aber die Situation ist eine andere. Bundesweit gelten rund zwei Drittel der Bevölkerung (65,3 Prozent, Stand 10. Oktober) als vollständig geimpft. Schnelltests gehören für einige fast schon zum Alltag. Große Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkte sind auch deshalb wieder möglich, wie RUHR24* berichtet.

StadtDüsseldorf
Einwohner644.280 (2020)
Fläche217,4 km²

Weihnachtsmärkte 2021 in NRW: Städte setzen auf 3G und 2G

So kündigte unter anderem Dortmund den Weihnachtsmarkt für 2021 an – der Aufbau des großen Baums soll schon im Oktober starten*. Der mit rund 45 Metern Höhe als weltweit größter geltende Weihnachtsbaum soll in der Adventszeit wieder auf dem Hansaplatz in der Dortmunder City stehen.

Und wie steht es um die Corona-Regeln für Besucher des Weihnachtsmarkts? Schausteller Patrick Arens geht derzeit davon aus, dass die 3G-Regel gelten wird. Heißt: Wer geimpft, genesen oder getestet ist, darf sich in Dortmund einen Glühwein oder eine Bratwurst gönnen.

Strenger geht es in einer anderen Ruhrgebietsstadt zu. Auf dem Weihnachtsmarkt in Duisburg wird die 2G-Regel gelten*. Ein Besuch für Ungeimpfte ist demnach nicht möglich – auch nicht bei Vorlage eines Negativ-Tests. Die Stadt will eine weitere Corona-Welle verhindern und hat deshalb festgelegt, dass ab dem 1. November nur noch geimpfte oder genesene Personen zu Kultur- und Freizeitveranstaltungen zugelassen werden.

Weihnachtsmärkte in NRW: Düsseldorf mit strengen Corona-Regeln – Ausnahme im Advent?

Und damit ist die NRW-Stadt nicht allein. Im Kampf gegen Covid-19 gilt auch in Düsseldorf seit dem 1. Oktober die 2G-Regel* für Veranstaltungen der Stadt. Bis zum 1. November wolle die Großstadt diese Regelung auf alle kulturellen Angebote ausweiten, wie Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) schon im September angekündigt hat. Beim Thema Weihnachtsmarkt macht Düsseldorf nun jedoch überraschenderweise einen Rückzieher.

Auch in der Altstadt von Düsseldorf soll dieses Jahr wieder der Weihnachtsmarkt stattfinden.

Wie die Rheinische Post berichtet, will die Stadt für ihre Weihnachtsmärkte eine Ausnahme machen. Heißt im Klartext: Für die am 18. November startenden Märkte soll neben einem Impf- beziehungsweise Genesenennachweis auch ein aktueller negativer Corona-Schnelltest ausreichen. Sprich wieder 3G, anstelle von 2G (weitere Corona-News aus NRW* bei RUHR24 lesen).

Diese Änderung dürfte bei dem einen oder anderen für Verwunderung sorgen. Immerhin gilt die 3G-Regel dann ausgerechnet für eine der besucherstärksten Veranstaltungen in Düsseldorf. Der Veranstalter, Düsseldorf Tourismus, verrät die Beweggründe dahinter. Ein Zugang nur für Geimpfte und Genesene ließe sich für die Innenstadt „nicht ohne Weiteres flächendeckend umsetzen“, so eine Sprecherin gegenüber der Rheinischen Post.

Weihnachtsmarkt in Düsseldorf – Kontrolle der Corona-Nachweise kaum möglich

Hintergrund sei unter anderem, dass die Gäste der Düsseldorfer Weihnachtsmärkte stellenweise kaum von den Besuchern und Besucherinnen der Innenstadt unterschieden werden könnten. Die 3G-Regel werde vor allem dort gelten, wo Menschen ganz klar den Weihnachtsmarkt besuchten – wie etwa auf den Plätzen oder an den Buden.

In diesem Jahr finden im November und Dezember wieder mehrere Weihnachtsmärkte in Düsseldorf statt:

  • Altstadt-Markt (Flinger Straße)
  • Handwerker-Markt (Marktplatz 3, am Alten Rathaus)
  • Schadow-Markt (Schadowstraße)
  • Kö-Bogen-Markt (Kö-Bogen-Tunnel)
  • Sternchen-Markt (Heinrich-Heine-Allee 53)
  • Engelchen-Markt (Heinrich-Heine-Platz)
  • Märchenmarkt (Schadowplatz)
  • Kö-Lichter-Markt (Königsallee)

Aktuell sei allerdings noch nicht klar, wie streng die Zugangsbeschränkung für Geimpfte, Genesene und Getestete auf den Düsseldorfer Märkten überhaupt kontrolliert wird. Flächendeckende Kontrollen seien den Angaben zufolge nicht geplant. Stattdessen wolle man „entsprechende Nachweise stichprobenartig kontrollieren“, so eine Sprecherin gegenüber der Zeitung. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Marcel Kusch/dpa

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