Am Montag und Dienstag

Neue Streikwelle rollt ab heute über NRW – Millionen Menschen betroffen

  • Benjamin Stroka
    VonBenjamin Stroka
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In vielen NRW-Städten wird am Montag und Dienstag wieder gestreikt. Busse und Bahnen stehen still. Der ÖPNV wird lahmgelegt. Und Pendler brauchen Alternativen.

Düsseldorf – Der ÖPNV in NRW steht am Montag und Dienstag wieder vielerorts still. Die Gewerkschaft Verdi ruft in weiten Teilen des Landes erneut zum Streik auf. Zahlreiche Busse und Bahnen fallen aus. Millionen Pendlerinnen und Pendler müssen sich Alternativen suchen. Die Streikwelle erinnert an den 3. März. Damals hatte Verdi bundesweit zum Streik aufgerufen. In Nordrhein-Westfalen sind tausende Beschäftigte dem Aufruf gefolgt. Ähnlich sieht es auch am 20. und wohl auch am 21. März aus. In einigen Städten, unter anderem in Düsseldorf, Köln, Essen oder Oberhausen, werden die Verkehrsbetriebe an beiden Tagen bestreikt.

Streikwelle in NRW: Viele Städte betroffen

In vielen NRW-Städten bleiben Busse und Bahnen am Montag und Dienstag wieder in den Depots (Symbolbild).

Bereits am Montagmorgen (20. März) wurde der ÖPNV in vielen Städten im Rheinland und im Ruhrgebiet lahmgelegt. „Alle Busse und Bahnen der KVB stehen still“, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi in Köln. „Streik läuft reibungslos“, hieß es bei Verdi in Düsseldorf. Dort ist nach Angaben der Rheinbahn das gesamte Netz betroffen, also die Städte Düsseldorf und Meerbusch, der Kreis Mettmann und die Verbindungen nach Duisburg, Krefeld, Neuss und Ratingen. Auch in Essen und Oberhausen seien die Streiks planmäßig angelaufen, sagte eine Essener Verdi-Sprecherin.

Andernorts, beispielsweise in Duisburg, Mönchengladbach, Bochum oder Gelsenkirchen droht „nur“ am Dienstag Stillstand. Verdi hat entsprechende Aufrufe zum Warnstreik bereits veröffentlicht. Die Streiks beginnen jeweils um 3 Uhr zum Betriebsbeginn.

Verdi-Streik am Montag und Dienstag: Hier stehen Busse und Bahnen still

  • Streik bei der KVB in Köln am Montag und Dienstag (20. und 21. März)
  • Streik bei der Rheinbahn in Düsseldorf am Montag und Dienstag (20. und 21. März)
  • Streik bei der SWB in Bonn am Montag und Dienstag (20. und 21. März)
  • Streik bei der DVG in Duisburg am Dienstag (21. März)
  • Streik bei der ASEAG in Aachen am Montag und Dienstag (20. und 21. März)
  • Streik bei der NEW in Mönchengladbach am Dienstag (21. März)
  • Streik bei der Ruhrbahn in Essen und Mülheim am Montag und Dienstag (20. und 21. März), berichtet wa.de
  • Streik bei der STOAG in Oberhausen am Montag und Dienstag (20. und 21. März), berichtet wa.de
  • Streik bei der BOGESTRA in Bochum und Gelsenkirchen am Dienstag (21. März), berichtet wa.de
  • Streik bei den Stadtwerken in Wuppertal, Solingen und Remscheid am Dienstag (21. März), berichtet wa.de

Massive ÖPNV-Streiks in NRW: Mobilitätsgarantie gilt nicht

Klar ist: Millionen Menschen, die im Alltag auf Bus und Bahn angewiesen sind, müssen sich Alternativen suchen. Wer auf ein Taxi umsteigen will, sollte aber den Preis einkalkulieren. Denn Taxikosten werden nicht erstattet, weil die Mobilitätsgarantie im Streikfall nicht gilt. Eine mögliche Alternative könnte zudem die Deutsche Bahn sein, die von dem Verdi-Streik nicht betroffen ist.

Was kann ich tun, wenn Bus und Bahn streiken?

Bei einem ÖPNV-Streik, also wenn Busse und Bahnen still stehen, haben viele Menschen ohne Auto schnell ein Problem. Der Weg zur Arbeit kann so für zahlreiche Beschäftigte zu einer echten Herausforderung werden. Und müssen Kinder zur Schule? Welche Regeln gelten und welche Optionen Arbeitnehmer bei einem ÖPNV-Streik haben, hat 24RHEIN im Überblick gesammelt.

Warum der ÖPNV in NRW schon wieder bestreikt wird

Hintergrund der Streiks ist der Tarifstreit im öffentlichen Dienst. Die Gewerkschaft Verdi fordert für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen eine Lohnerhöhung von 10,5 Prozent – mindestens aber ein Gehaltsplus von 500 Euro. Bislang liegen Gewerkschaft und Arbeitgeber aber noch sehr weit auseinander. Zwei Verhandlungsrunden gingen bereits ohne Einigung zu Ende. Am 23. Februar nannten die Verdi-Vertreter das Angebot der Arbeiterseite eine „Frechheit“.

Verdi kündigte damals bereits an, die Streiks vor der dritten und möglicherweise entscheidenden Verhandlungsrunde (27. bis 29. März) nochmal auszuweiten. Das bekommen seit Wochen vor allem Pendlerinnen und Pendler zu spüren. Aber auch Kitas, Müllabfuhren, Stadtverwaltungen und viele weitere Bereiche sind am Dienstag wieder von Streiks betroffen. (bs)

Rubriklistenbild: © Christoph Hardt/Panama Pictures/Imago

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