Investition in Bildung

Dortmund will Schulen ausbauen – doch bekommt Steine in den Weg gelegt

  • VonTobias Schneider
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In Dortmund sollen zahlreiche Schulen ausgebaut werden. Viele Projekte sind in der Pipeline – es gibt jedoch ein Problem.

Dortmund – In Bildung zu investieren, ist grundsätzlich nie verkehrt. Das hat auch die Stadt Dortmund getan. Mit einem Investitionsvolumen von rund 1,7 Milliarden Euro ist im Dezember 2019 das Schulbauprogramm beschlossen worden. Mehr als zwei Jahre später berichtet die Stadt über den aktuellen Stand. RUHR24 weiß, dass nicht alles reibungslos geklappt hat.

StadtDortmund
BundeslandNRW
OberbürgermeisterThomas Westphal (SPD)

Dortmund arbeitet an Schulausbau: Mangel an Baustoffen bereitet jedoch Sorgen

„Investitionen in Schule und Bildung sind ein wichtiges Instrument für die Zukunft unserer Stadt“ – so lautet der Leitsatz der Stadt Dortmund. Insgesamt 209 Maßnahmen sind bislang umgesetzt worden. Dabei waren das nicht nur weitere Räumlichkeiten oder Gebäude für die Schulen im Stadtgebiet.

Die Stadt will moderne pädagogische Konzepte mit der neusten technologischen Ausstattungen und dem Ausbau der digitalen Infrastruktur verbinden. Kreativität und Teamfähigkeit sollen vermittelt und gefördert werden. Durch flexible Raumzuschnitte und Clustermodelle soll mobiles und flexibles Lernen möglich sein, welches wiederum Freiräume für Kreativität und Eigeninitiative schafft, teilt die Stadt mit.

Im vergangenen Januar teilte die Stadt mit, dass die Verwaltung rund 16,8 Millionen Euro zur Verfügung habe, um Schüler digital auszustatten. Neben der voranschreitenden Digitalisierung spielt aber auch ein anderer Faktor beim Ausbau der Schullandschaft eine wichtige Rolle.

Schulen in Dortmund sollen weiter ausgebaut werden: Stadt bemängelt fehlende Baustoffe

Nachhaltigkeit, Klima- und Artenschutz spielen mittlerweile auch beim Ausbau von Bildungseinrichtungen eine Rolle. Gerade der Bau- und Immobiliensektor muss darauf reagieren, teilt die Stadt mit. Dortmund habe sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu sein. Dafür wurde die Westfalen-Metropole für ein spezielles Programm von der EU-Kommission ausgewählt.

Auch Maßnahmen wie mehr Grün in der Innenstadt sollen dazu beitragen. So soll besonders im Sommer die Hitze in der City verringert werden.

Auch der Schulausbau trägt seinen Teil dazu bei. Für das Erreichen der Klimaziele müssen Neubauten möglichst klimaneutral betrieben werden. Bereits bestehende Gebäude sollen saniert und umgebaut werden.

Dortmund will zahlreiche Schulen ausbauen, sanieren und modernisieren.

Dortmund will auch beim Schulausbau gesteckte Klimaziele im Auge behalten

Doch dabei gibt es in Dortmund Probleme: Die aktuelle Lage auf dem Baumarkt scheint alles andere als einfach zu sein. Die Baukosten sind gestiegen und es mangelt an Rohstoffen. Das sei auch der Grund, warum der Plan von Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD), die Städte in NRW noch mehr zu verdichten, auf Kritik stößt.

Trotzdem konnte die Stadt 26 Projekte abschließen: Darunter unter anderem die bereits in Betrieb genommenen baulichen Erweiterungen an der Regenbogen-Grundschule und der Europa Gesamtschule.

Dortmund: An diesen Schulen soll noch gebaut werden

Dennoch stehen noch einige Schulen auf der Agenda der Stadt:

  • Bert-Brecht-Gymnasium
  • Max-Planck-Gymnasium
  • Heinrich-Heine-Gymnasium
  • Immanuel-Kant-Gymnasium
  • Reinoldi-Gesamtschule
  • Dietrich-Bonhoeffer-Grundschule
  • Hansa-Grundschule
  • Berswordt-Europa-Grundschule

Weitere 100 Projekte seien derzeit in der Projektentwicklung, darunter zahlreiche Standortneuentwicklungen, Neu- und Anbauten sowie Sanierungen.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa, Arno Dedert/dpa; Collage: RUHR24

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