Bilanz nach Einsatz in der City

Raser-Kontrollen in Dortmund: Polizei mit überraschender Aktion in der Innenstadt

Polizisten bei der Kontrolle auf dem Wall in Dortmund
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Für Raser-Kontrollen um den Wall in Dortmund hatte die Polizei Sperrungen eingerichtet.
  • vonMalin Annika Miechowski
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Nach den Raser-Kontrollen auf dem Wall in der Innenstadt von Dortmund zieht die Polizei ein unerwartetes Fazit.

Dortmund - Die Polizei in Dortmund hat am Freitagabend (15. Januar) erneut Raser kontrolliert. Dabei gab es einige Verstöße, wie RUHR24.de* berichtet.

StadtDortmund
BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Fläche280,7 km²
Bewohner585.813 (2016)
Metropolregion7.268 km²

Polizei Dortmund: Raser-Kontrollen in der Innenstadt zeigen offenbar Wirkung

Der Ostwall und der Südwall rund um die Innenstadt von Dortmund dienen immer wieder zahlreichen Autofahrern in der Nacht als Rennstrecke oder zum Präsentieren ihrer Fahrzeuge. Die Beamten sind daher erneut dagegen vorgegangen.

Quietschende Reifen und glänzende Autos sind rund um die City vor allem spät abends und nachts ein Problem für die Anwohner. Doch die Raser-Kontrollen der Polizei in Dortmund* zeigen bereits Wirkung.

Raser-Kontrollen auf dem Wall in Dortmund: mehrere Verstöße trotz niedrigerer Zahlen

Wie die Beamten in einer Pressemitteilung erklären, sei die Zahl der auffälligen Personen am Freitagabend (15. Januar) im Vergleich zu Sonntag (10. Januar) schon deutlich gesunken. Auch die Beschwerden wegen Lärmbelästigung seien gesunken.

„Unsere Kontrollen, die Sanktionen und die starke Präsenz haben gewirkt. Das bewerte ich als wichtigen Teil-Erfolg“, erklärt Polizeirätin Stephanie Luzemann. Trotzdem gab es immer noch zahlreiche Verstöße, die bei dem Groß-Einsatz geahndet wurden.

Auf dem Wall in Dortmund musste die Polizei erneut gegen Raser vorgehen.

Insgesamt 446 Personen und 280 Pkw mussten sich einer Kontrolle der Polizei unterziehen. Am Sonntag (10. Januar) waren es noch 700 Pkw. Die Beamten lenkten „den störenden Freizeit-Verkehr ab 21 Uhr durch insgesamt drei Kontrollstellen“, heißt es in der Pressemitteilung. Dafür hatten die Polizisten die Rheinische Straße, das Dortmunder U, die Märkische Straße und die Ruhrallee ausgewählt.

Dortmunder Innenstadt: Staus und Wartezeiten wegen Kontrollen der Polizei

Überraschenderweise kam der Großteil der kontrollieren Personen nicht aus Dortmund, sondern aus dem Kreis Unna, dem Märkischen Kreis und Ruhrgebietsstädten wie Gelsenkirchen und Herten.

Dabei gab es für die angereisten Fahrer zunächst eine Enttäuschung, denn sobald sie den Ostwall oder Südwall der Innenstadt erreichten, mussten sie sich vor den Kontrollstellen in Geduld üben und im Stau auf eine Weiterfahrt warten.

Nicht nur Raser bestraft: Zahlreiche Verstöße gegen Corona-Schutzverordnung

Drei Fahrer mussten ihre Spritztour nach der Kontrolle der Polizei Dortmund* vorzeitig beenden. Ihre Autos mussten bei dem Groß-Einsatz sichergestellt werden, da es „aufgrund technischer Mängel“ keine gültige Betriebserlaubnis gab.

Aber nicht nur auf der Straße stellten die Polizeibeamten Verstöße fest. Auch abseits der „Rennstrecke“ mussten einige Personen die Konsequenzen tragen.

Raser-Kontrollen der Polizei sollen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. (Symbolbild)

Ein Mann blendete einen Autofahrer mit einer Taschenlampe und erhielt daraufhin laut der Polizei Dortmund eine Strafanzeige „wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr“.

Außerdem gab es 51 Platzverweise und 13 Anzeigen an Personen, die sich nicht an die Corona-Schutzverordnung gehalten haben.

Raser-Kontrollen in Dortmund: Polizei veröffentlicht Warnung auf Twitter

„Raser stoppen, Unfälle vermeiden, für Ruhe sorgen und Infektionsschutz durchsetzen - mit starker Präsenz auf dem Wall und Kontrollen auf Zufahrtsstraßen haben wir wichtige Ziele erreicht“, erklärt Polizeirätin Stephanie Luzermann am Samstagmorgen (16. Januar) zufrieden, nachdem die Beamten per Twitter dazu aufgefordert hatten, Zuhause zu bleiben.

Doch sie kann den Unmut vieler Dortmunder verstehen. „Wir wissen, dass bei vielen Anwohnern die Nerven blank liegen.“ Deshalb zeige die Polizei keine Toleranz bei Verstößen gegen die Regeln.

Im Video: Raser muss nach schrecklicher Tat vor Gericht

Was passieren kann, wenn Raser auf den Straßen aktiv sind, zeigt ein Fall aus München. Dort hat ein Fahrer, der mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war, eine Minderjährige mit dem Auto erfasst und dadurch getötet. Nun muss er sich vor Gericht verantworten. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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