Wirtschaft wiederbeleben

NRW nach Corona: Neustart für Citys und Shopping – Verkaufsoffene Sonntage und Events gefordert

Die Innenstadt von Bochum
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Die Innenstadt in Bochum. Die Geschäfte warten darauf, wieder richtig zu öffnen.
  • vonLisa Krispin
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Die Innenstädte in NRW sind von der Corona-Pandemie stark gebeutelt. Die IHK fordert Perspektiven: Sonntagsöffnungen und „Comeback“-Events.

NRW – Die Corona-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen* liegt nach vielen Wochen endlich wieder unter einem Wert von 100. Während sich im Bereich Tourismus langsam etwas tut, warten der Einzelhandel sowie die Gastronomie auf Öffnungsperspektiven, berichtet RUHR24*. Vor allem die Innenstädte in NRW müssten nun wiederbelebt werden, fordern die Industrie- und Handelskammern (IHK) Nord Westfalen und Dortmund.

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Einwohner17,93 Millionen (2020)
LandeshauptstadtDüsseldorf

Neue NRW-Coronaschutzverordnung: Wirtschaft soll von Lockerungen profitieren

Seit dem 15. Mai gilt die neue Coronaschutzverordnung (PDF) – mit ihr treten in NRW neue Lockerungen und angepasste Corona-Regeln in Kraft*. Je nach Inzidenz in den Städten und Kreisen ist die Aufhebung der Ausgangssperre möglich, auch im Bereich Kultur bieten sich neue Perspektiven.

Die Wirtschaft in NRW soll ebenfalls von diesem positiven Trend profitieren. Am Montag (17. Mai) appellierten die Präsidenten der IHK Dortmund und der IHK Nord Westfalen gemeinsam an die Kreise, Städte und Gemeinden in NRW, die Möglichkeiten der neuen Coronaschutzverordnung „bis auf den letzten Millimeter auszuschöpfen, um den Neustart der Wirtschaft in den besonders betroffenen Branchen zu unterstützen“.

NRW-Innenstädte müssen nach Zwangspause wegen Corona wiederbelebt werden

Nach Meinung der beiden IHKs müssten vor allem die Innenstädte nach der langen Zwangspause aufgrund der Corona-Pandemie* wiederbelebt und gestärkt werden. Es gebe mancherorts bereits gute Ansätze und Modelle, die nun flächendeckend umgesetzt werden sollten.

Die IHK-Präsidenten Dr. Benedikt Hüffer (IHK Nord Westfalen) und Heinz-Herbert Dustmann (IHK Dortmund) dankten der Landesregierung für die Lockerungen durch die Coronaschutzverordnung. Hüffer sprach von einem „hoffnungsvollen Stufenplan, der die Anstrengungen“ der Unternehmen in den betroffenen Branchen „mit einer konkreten Öffnungsperspektive belohnt“.

Viele Städte in NRW unter Inzidenz von 100: Negativtest in Handel und Gastronomie weiter nötig

Zur Erinnerung: Liegt die Corona-Inzidenz in einem Kreis oder einer Stadt über 150, müssen Einzelhandel sowie Gastronomie geschlossen bleiben. Konzepte wie „Click and Collect“ und Essen zum Mitnehmen sind erlaubt. In NRW liegt aktuell nur noch Hagen über einer Sieben-Tage-Inzidenz von 150 (191,9, Stand 18. Mai). Liegt der Wert zwischen 100 und 150 dürfen Geschäfte „Click and Meet“ anbieten. Das ist derzeit unter anderem in Aachen (117,8), Köln (104,6) oder Dortmund (101,1) möglich (Stand 18. Mai).

Viele NRW-Städte- und Kreise liegen jedoch bereits seit mehreren Tagen konstant unter einer Inzidenz von 100. Hier dürfen Kunden und Gäste den Einzelhandel sowie die Außengastronomie auch ohne Termin besuchen, berichtet auch wa.de*. Weiterhin ist allerdings ein tagesaktueller negativer Corona-Test notwendig (mehr Corona-News aus NRW* auf RUHR24).

IHKs fordern Lösungen für Gastronomie und Handel in NRW: verkaufsoffene Sonntage

Dieser Punkt störe jedoch viele Händler. Laut der IHK würden sie die nötigen Negativtests als weitere Eintrittshürde für ihre Kunden empfinden und dies auch deutlich spüren – hier müsse nachgebessert werden. Dustmann halte die neuen Lockerungen für einen wichtigen Schritt, „allerdings erscheint er uns angesichts stark sinkender Inzidenzwerte zu zögerlich und mutlos“, so der IHK-Präsident aus Dortmund.

In Münster in NRW liegt die Corona-Inzidenz nun sogar unter 50.

Für die Außengastronomie fordert die IHK deshalb unter anderem eine „unbürokratische und kostenfreie Erweiterung der Flächen“. Weitere Forderungen betreffen zudem die Öffnung des Einzelhandels in den Innenstädten*. Eine neue Initiative auf Landesebene solle für die Geschäfte zusätzliche Umsatzmöglichkeiten schaffen. Hierbei denke der IHK-Chef an die Möglichkeit von „zeitlich begrenzten Ladenöffnungen an bestimmten Sonntagen“. Diese könnten womöglich durch Großevents begleitet werden – unter Einhaltung der Corona-Regeln.

Neustart der NRW-Innenstädte: IHKs wollen „Comeback“-Events realisieren

Als weitere Maßnahme für einen Neustart der NRW-Innenstädte schlagen die IHKs sogenannte „Comeback“-Events vor. So soll die Wiedereröffnung von Handel, Gastronomie und Dienstleistungen durch „attraktive und zugkräftige Veranstaltungen“ unterstützt werden. In kleineren Städten sei auch eine zeitlich befristete Aussetzung oder Senkung der Parkgebühren denkbar. Einige Städte im Ruhrgebiet hatten bereits in der Weihnachtszeit freies Parken angeboten*, um mehr Leute in die Innenstädte zu locken.

Video: Ab 15. Mai: Diese Lockerungen greifen in NRW

IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer machte aufgrund von nicht auszuschließenden Rückschlägen deutlich, dass es aber wichtig sei, an den Modellprojekten in den Kommunen trotz der Lockerungen festzuhalten. Aus ihnen ließen sich wichtige Erkenntnisse für die Zukunft ziehen. *RUHR24 und wa.de sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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