Winter 2022/23

Hitze-Winter oder Eiszeit in NRW: DWD-Meteorologen räumen mit Langzeitprognosen auf

  • VonTobias Schneider
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Wie wird der Winter 2022/23 in NRW? Ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst (DWD) sagt etwas über Langzeitprognosen.

Dortmund – Wie wird der kommende Winter werden? Müssen sich die Menschen in NRW auf eiskalte Tage und Nächte einstellen oder wird die „kalte“ Jahreszeit doch wieder sehr mild? Ein strenger Winter könnte viele Haushalte aufgrund der steigenden Energiekosten stark belasten. RUHR24 hat mit dem Deutschen Wetterdienst gesprochen.

BundeslandNRW
JahreszeitWinter 2022/23
ThemaWetter-Langzeitprognose

Wie wird der Winter 2022/23? Erste Rechnungen sagen einen warmen Winter voraus

Macht der kommende Winter viele Menschen in NRW bitterarm? Schon Ende September sind die Beschwerden über enorm gestiegene Gaspreise groß. Wenn es draußen dann jetzt noch eiskalt wird und die Heizungen angeschmissen werden müssen, bleibt bei dem einen oder anderen hinterher nicht viel Geld übrig.

Umso wichtiger der Blick auf die Wettervorhersagen. Wie wird denn nun der Winter 2022? Wie hna.de berichtet, wird der Winter 2022/23 rekordverdächtig. Und zwar bezieht sich die Hessisch/Niedersächsische Allgemeine auf den US-amerikanischen Wetterdienst NOAA. Dieser sieht in einer Langzeitprognose einen Winter, der im Durchschnitt ein bis zwei Grad zu warm ausfallen werde.

Das bestätigt auch Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Er bezieht sich ebenfalls auf das amerikanische Wettermodell. Demnach könnte schon der Dezember 0,5 bis ein Grad zu warm ausfallen. Bedeutet das, dass die Menschen in NRW ihre Heizungen im Winter auslassen können?

Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst verlassen sich nicht auf Langzeitprognosen

„Nein“, sagt ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst (DWD) gegenüber RUHR24. Derartig langfristige Wetterprognosen seien eher unrealistisch und glichen mehr einem Ratespiel oder einem Blick in die Glaskugel. „Seriöser sind eher mittelfristige Prognosen, wobei schon bei dieser Zeitspanne es von Tag zu Tag undurchsichtiger wird, welches Wetter denn nun eintritt“, so der Wetter-Experte.

Er fügt hinzu, dass die langfristigen Prognosen eher experimenteller Forschung zuzuordnen seien. Allerdings gibt er zu, dass die Wahrscheinlichkeit, einen warmen Winter zu erleben, höher sei, als ein kalter Winter. „Die letzten Winter waren im langjährigen Mittel schon warm. Die Tendenz spricht eindeutig für einen warmen Winter“, so der Meteorologe. Aktuell sehe er keinen Anhaltspunkt für einen kalten Winter.

Wird der Winter 2022/23 eiskalt in NRW? Der Deutsche Wetterdienst will sich nicht auf Langzeitprognosen verlassen.

So wird das Wetter in NRW und im Ruhrgebiet Anfang Oktober

Für welche Tage hingegen so langsam Klarheiten herrschen, ist das kommende Wochenende. Der DWD-Experte verrät, dass der heutige Freitag (30. September) vorerst der letzte schöne Tag sein werde. „In der Nacht zum Samstag ziehen über das Ruhrgebiet kräftige Schauer durch. Auch am Samstag ist örtlich mit kräftigen Regenschauern und vereinzelten Sturmböen zu rechnen.“

Auch Gewitter und Graupelschauer sind möglich. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 14 und 17 Grad Celsius. Auch am Sonntag (2. Oktober) hat das Wetter nicht gerade Sonnenschein im Gepäck. Der Sonntag ist laut DWD-Vorhersage sehr wechselhaft. Letzte Schauer ziehen über Essen, Bochum und Dortmund. Es wird aber ein wenig wärmer – 15 bis 18 Grad.

Rubriklistenbild: © Sebastian Willnow/dpa

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