Warnung an Bürger

Massig gefälschte Impfpässe in Dortmund aufgetaucht – Polizei nennt Fehler

  • VonLisa Krispin
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Falsche Impfpässe beschäftigen die Polizei in Dortmund. In einigen Apotheken waren zahlreiche gefälschte Zertifikate aufgefallen. Jetzt warnen die Ermittler.

Dortmund – Der Ansturm auf Corona-Impfungen ist derzeit wieder völlig entflammt. Ein Grund dafür ist sicher, dass ungeimpfte Personen zunehmend gesellschaftlich ausgeschlossen werden. Die 2G-Regel macht es Ungeimpften unter anderem in Dortmund* weder möglich in einem Restaurant zu essen, noch durch den Westfalenpark zu spazieren. Der Nachweis über eine Covid-19-Impfung wird wichtiger denn je – die Polizei Dortmund warnt jedoch vor aktuellen Impfpass-Fälschungen, wie RUHR24* berichtet.

StadtDortmund
Einwohner603.609 (2020)
Fläche280,7 km²

Gefälschte Impfpässe in Apotheken aufgetaucht – Polizei Dortmund warnt vor Corona-Betrügern

Im Rahmen einer Durchsuchung, die bereits am 17. November (Mittwoch) stattgefunden hat, seien den Angaben der Dortmunder Polizei zufolge zahlreiche gefälschte Impfausweise sichergestellt worden. Dazu kam es, weil einige Apotheker und Apothekerinnen in letzter Zeit Verdacht geschöpft hätten. Sie informierten daraufhin die Polizei.

Die beschreibt nun das Vorgehen der Corona-Betrüger. So hätten Personen, die mit gefälschten Impfausweisen in Papierform in eine Apotheke gehen, das Ziel, auf illegalem Wege ein digitales Impfzertifikat zu erhalten (mehr Corona-News aus NRW* bei RUHR24 lesen).

Im aktuellen Fall gaben die Tatverdächtigen an, zweimal mit einem mRNA-Impfstoff gegen das Coronavirus* geimpft worden zu sein. Dies fiel den Apotheken-Angestellten auf – sie fertigten Kopien vom angeblichen Impfausweis sowie dem Personalausweis der Tatverdächtigen an. In allen Fällen habe sich der Verdacht der Fälschung später bestätigt.

Polizei Dortmund stellt gefälschte Impfpässe sicher: Ausweise nicht bei Facebook posten!

Das Phänomen gefälschter Impfpässe ist dabei absolut nicht neu. Bereits im Frühjahr waren falsche Ausweise im Umlauf. So hatte das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen vor miesen Maschen der Betrüger gewarnt, die sich an der Corona-Pandemie bereichern* wollen.

Wer einen Impfpass selber fälscht, macht sich der Urkundenfälschung strafbar. Die Polizei Dortmund* warnt deshalb vor den gefälschten Dokumenten und weist eindringlich alle Bürger und Bürgerinnen darauf hin, ihre Impfpässe nicht in den sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram oder Whatsapp-Status zu posten. Urkundenfälscher würden häufig die Chargennummern solcher Fotos nutzen, um ihre Impfausweise zu fälschen.

Polizei Dortmund appelliert an Apotheken: im Zweifelsfall den Notruf wählen

Des Weiteren appellieren die Dortmunder Ermittler an die Apotheken in der Stadt, „auch in Zukunft bei der Prüfung solcher Dokumente weiterhin größte Sensibilität walten zu lassen.“ Bestehe ein Zweifel an der Echtheit eines Impfausweises, solle möglichst unbemerkt der Notruf gewählt werden. Apotheker und Apothekerinnen könnten im Einzelfall auch selbst prüfen, ob es sinnvoll ist, die Impfpässe direkt einzubehalten.

Betrüger wollen in Apotheken mit gefälschten Impfausweisen in Papierform an ein digitales Zertifikat kommen.

Doch Vorsicht: Dabei sollte man unbedingt die direkte Konfrontation mit den möglichen Betrügern vermeiden. Die Polizei warnt, dass die Angestellten in den Apotheken sich keinesfalls selbst in Gefahr bringen dürfen.

Corona-Warn-App erkennt jetzt falsche Impfausweise aus Apotheken

Übrigens: Dank eines neuen Updates kann die Corona-Warn-App gefälschte Impfpässe jetzt schnell erkennen*. Laut den Entwicklern gehe es dabei allerdings um falsche Impfzertifikate, die in einigen Apotheken ausgestellt wurden. Denn nicht nur private Impfpass-Betrüger haben solche falschen Ausweise ausgegeben, sondern tatsächlich auch einige wenige Apotheken. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Daniele Giustolisi/RUHR24; Ina Fassbender/AFP; Collage: RUHR24

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