Kampf gegen Coronavirus

Vor dem Corona-Gipfel: Diese Beschlüsse sollen schon feststehen

  • Lea Sarah Wolfram
    vonLea Sarah Wolfram
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Deutschland befindet sich seit Wochen im Lockdown. Da die Zahlen der Coronavirus-Infektionen weiter hoch sind, könnten die Maßnahmen noch einige Wochen Bestand haben – und noch im Januar drastisch verschärft werden.

Update: 18. Januar, 8.51 Uhr. Einen Tag vor dem vorgezogenen Corona-Gipfel zwischen Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder sind bereits einige Infos zu den möglichen Beschlüssen durchgesickert. So gebe es zu dem Vorschlag der bundesweiten nächtlichen Ausgangssperre allgemeine Zustimmung, berichtet das Magazin „Business Insider“.

Bei der Videoschaltung am Dienstag wollen Merkel und die Ministerpräsidenten darüber sprechen, von wann bis wann eine solche Ausgangssperre sinnvoll wäre und ob eine Stadt für die Umsetzung einen bestimmten Inzidenzwert haben muss. Sollte ein Richtwert von 50 festgesetzt werden, dürfte die neue Corona-Regel fast für ganz NRW gelten.

Außerdem wird weiterhin über FFP2-Masken* gesprochen. In Bayern sind diese bereits Pflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen. Dies könnte nun auch für NRW beschlossen werden. Auch handelsübliche OP-Masken sind im Gespräch. Selbstgenähte Stoffmasken wären in diesem Fall jedoch nicht mehr zulässig.

Und schließlich soll auch eine mögliche Home-Office-Pflicht Thema beim Bund-Länder-Treffen sein. Unternehmen und Verwaltungen könnten bei einer entsprechenden Entscheidung dazu verpflichtet werden, ihren Mitarbeitern das Arbeiten von Zuhause aus zu ermöglichen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Wie das jedoch überprüft werden soll und von wem – das bleibt zunächst noch offen.

Plant Merkel den kompletten Lockdown? Bund-Länder-Treffen wird vorgezogen

Update: 15. Januar, 12.08 Uhr. Wie nun bekannt wurde, wird der nächste Corona-Gipfel von Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder vorgezogen. Das nächste Bund-Länder-Treffen soll bereits am kommenden Dienstag (19. Januar) um 14 Uhr stattfinden. Dies gab der Regierungssprecher Steffen Seibert bei der Bundespressekonferenz am Freitag (15. Januar) bekannt.

Bei dem Corona-Gipfel von Kanzlerin Merkel und den Länderchefs soll über mögliche Lockdown-Verschärfungen gesprochen werden. Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen sei noch immer viel zu hoch, sagte Seibert – dazu komme die Gefahr durch die neue Mutation. Diese habe in Großbritannien und Irland zu einem extremen Anstieg der Fälle geführt. Deswegen sei es nötig, die Kontakte noch weiter zu reduzieren, zum Beispiel durch eine stärkere Nutzung vom Arbeiten im Home-Office.

Plant Merkel den kompletten Lockdown? Eine strenge Coronavirus-Maßnahme wurde jetzt dementiert

Update: 15. Januar, 7.50 Uhr. Angela Merkel soll einen kompletten Lockdown für Deutschland beschließen wollen. Dies habe die Kanzlerin laut Bild-Bericht während der CDU-Präsidiumssitzung, in der das weitere Vorgehen in der Corona-Krise debattiert worden war, gefordert. „Wir müssen etwas tun“, habe die Kanzlerin mit Blick auf die derzeit dramatische Lage in Irland und die neue Coronavirus-Mutation aus Großbritannien gesagt. Auch die Experten seien „sehr beunruhigt“, wird Merkel weiter zitiert.

Eine angeblich geforderte Maßnahme, die Angela Merkel im neuen sogenannten „Mega-Lockdown“ durchsetzen wolle, wurde bereits dementiert: So wolle Merkel den Öffentlichen Nahverkehr nicht komplett einstellen, wie merkur.de* berichtet. Jedoch fordere sie eine bundesweite Ausgangssperre, eine Home-Office-Pflicht sowie eine Trage-Pflicht für FFP2-Masken wie sie in Bayern bereits beschlossen worden ist.

VirusCoronavirus Sars-CoV-2
Fälle insgesamt in NRW435.464 (Stand: 13. Januar 2021)
Fälle weltweit91.577.327 (Stand: 13. Januar 2021)

Plant Merkel den kompletten Lockdown? Diese strengen Corona-Maßnahmen stehen zur Debatte

Update: 14. Januar. Die Coronavirus-Mutation aus Großbritannien, die nach Irland schwappte und dort für eine Eskalation der Lage sorgte, scheint Angela Merkel sehr zu schaffen zu machen. Dort liegt die 7-Tages-Inzidenz mittlerweile bei über 1000. Die Kanzlerin scheint ein ähnliches Szenario wohl auch in Deutschland zu befürchten, da auch die bisher eingeleiteten Lockdown-Maßnahmen nicht zu greifen scheinen.

Daher will die Kanzlerin wohl schon am kommenden Mittwoch (20. Januar) eine weitere Ministerpräsidenten-Konferenz einberufen. Bei der will Angela Merkel, so will es die „Bild“ wissen, einen kompletten Lockdown des Landes durchsetzen. Dabei will sie folgende strengen Maßnahmen in Deutschland einführen:

  • Komplette Einstellung des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs
  • Eine bundesweite Ausgangssperre
  • Home-Office-Pflicht für alle Bundesbürger
  • Eine bundesweite FFP2-Maskenpflicht wie in Bayern

Die FFP2-Maskenpflicht wird mittlerweile schon in NRW diskutiert. Die Landeschefin der Grünen sprach sich für eine Pflicht unter bestimmten Bedingungen aus. Einen Schnellschuss, wie es in Bayern gegeben habe, wolle sie jedoch nicht.

Droht Lockdown bis Ostern?

Erstmeldung: 13. Januar. Der derzeit herrschende Lockdown verlangt den Menschen in Deutschland einiges ab. Sämtliche Geschäfte, die nicht dem täglichen Bedarf dienen, sind bis zum 31. Januar geschlossen. Die Corona-Regeln* sehen auch Bewegungseinschränkungen in einigen Kreisen in NRW vor, wie msl24.de* berichtet. Wie geht es ab Februar weiter?

Bundeskanzlerin Angela Merkel scheint nicht daran zu glauben, dass sich die Menschen in Deutschland zu Beginn des kommenden Monats auf eine Aufhebung der Beschränkungen einrichten können. Vielmehr droht den Bürgern im Land, dass die verschärften Corona-Maßnahmen, die auch in Münster* gelten, noch einige Zeit anhalten werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) soll strengere Maßnahmen durchsetzen wollen.

Angela Merkel denkt über Lockdown bis Ostern nach

Die Kanzlerin soll wohl über eine Verlängerung des Lockdowns nachdenken – und zwar um weitere acht bis zehn Wochen. „Es wird hart bis Ostern“, soll Angela Merkel laut Informationen der Nachrichtenagentur AFP vor Mitgliedern der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gesagt haben. Zudem soll sie eindringlich vor der britischen Coronavirus-Mutation* gewarnt haben.

So soll Kanzlerin Merkel gesagt haben, dass Deutschland „bis Ostern eine zehnfache Inzidenz“ drohe, sollte sich das Land nicht hinreichend gegen die Coronavirus-Mutation von der Insel schützen, wie auch merkur.de* berichtet. Welche harten Maßnahmen bei einer Verlängerung des Lockdowns, der derzeit auch einen Sperrradius in vielen Gebieten vorsieht*, drohen, ist noch unsicher. Für reichlich Kritik sorgte vor allem die 15-Kilometer-Regel, die in einigen Corona-Hotspots herrscht. Dort dürfen die Anwohner ihre Umgebung nur in einem Radius von 15 Kilometern verlassen.

FFP2-Maskenpflicht in Bayern – folgt auch NRW?

Für reichlich Diskussionen sorgt dieser Tage auch die FFP2-Maskenpflicht, die Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Freistaat bei Bus- und Bahnfahrten sowie in Geschäften eingeführt hat. Johannes Knobloch, Leiter des Bereichs Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, warnte in dem Zusammenhang vor vermeintlicher Sicherheit. „Im schlimmsten Fall kann sich die Lage sogar verschlechtern, weil sich die Leute geschützter fühlen und weniger vorsichtig sind“, sagte er im Gespräch mit der dpa.

Ob das Tragen der FFP2-Maske auch in NRW zur Pflicht wird, ist noch unklar. Zwar bieten diese einen höheren Schutz vor einer Ansteckung gegen das Coronavirus*, doch: „Auch FFP2-Masken bieten keinen hundertprozentigen Schutz vor dem Coronavirus. Aber sie senken die Gefahr für eine Ansteckung erheblich“, betonte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der sich kürzlich erst für die viel kritisierte Impfstrategie der Bundesregierung rechtfertigte*.

Derweil macht Münster einen weiteren Schritt in Richtung Herdenimmunität*: Bald stehen 16.000 Personen vor ihrer Corona-Impfung in der NRW-Stadt. Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer bezeichnete dies als „wichtigen Schritt auf dem noch langen Weg im Kampf gegen das Virus“. (*Msl24.de und merkur.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.)

Rubriklistenbild: © Bernd von Jutrczenka/dpa

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