Live-Ticker zur Covid-19-Pandemie

Corona/NRW: Lehrer fordern Maskenpflicht zurück +++ immer mehr Risikogebiete

  • vonAnna Quasdorf
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  • Christian Keiter
    Christian Keiter
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Das Coronavirus (SARS-CoV-2) grassiert in NRW wieder stärker. Der Live-Ticker zur Covid-19-Pandemie mit allen Zahlen, Entwicklungen und neuen Corona-Regeln aus Bochum, Dortmund, Essen und dem Ruhrgebiet.

  • Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2)* breitet sich in NRW gegenwärtig deutlich rasanter aus als im Sommer.
  • Im Live-Ticker informiert RUHR24.de* über die tagesaktuellen Fallzahlen und Entwicklungen in Nordrhein-Westfalen und dem Ruhrgebiet.
  • Immer mehr Städte und Kreise aus der Region überschreiten die wichtige Kennziffer der 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Update, Freitag (16. Oktober), 16:05 Uhr: Alle neusten Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie gibt es im neuen Live-Ticker von RUHR24.de*

Update, Freitag (16. Oktober), 13.38 Uhr: Auch Bonn hat nun die Grenze von 50 beim 7-Tage-Inzidenzwert überschritten, sagte am Freitagmittag eine Sprecherin der Stadt. Damit wäre die Stadt jetzt auch Risikogebiet. Die offiziellen und damit amtlichen Zahlen des Robert Koch-Instituts liegen noch nicht vor, werden erst um Mitternacht veröffentlicht.

Nach Angaben des Landeszentrums für Gesundheit wurden am Freitag in NRW im Vergleich zum Vortag 2154 Infizierte mehr gemeldet. Aktuell seien damit 14.400 Menschen in NRW nachweislich infiziert.

Coronavirus in NRW: Grippe-Impfstoff wird langsam knapp

Update, Freitag (16. Oktober), 13.14 Uhr: Im Rheinland bestehen nach einer Blitzumfrage des Apothekerverbands Nordrhein „sehr große Engpässe“ bei Grippe-Impfstoffen. Fast alle der rund 400 befragten Apotheken - etwa 20 Prozent der Mitglieder - hätten die Verfügbarkeit mit „schlecht“ oder „sehr schlecht“ angegeben, teilte der Verband am Freitag mit. Bei der Drei-Tage-Abfrage bis Donnerstagabend sagten demnach nahezu alle, die Nachfrage nach Grippe-Impfstoffen sei bisher „sehr viel höher“ als im Vorjahr.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte sich vor einigen Tagen noch zuversichtlich gezeigt, dass der Grippe-Impfstoff ausreichen werde. Für ganz Deutschland seien in dieser Saison bislang rund 32 Millionen Influenza-Impfdosen vorhanden. Wenn sich möglichst viele Menschen gegen Grippe impfen ließen, könne das auch beim Kampf gegen das Coronavirus helfen. Laumann hatte vor allem an Risikogruppen - etwa Menschen ab 60 Jahren oder Berufsgruppen wie medizinisches Personal - appelliert, sich impfen zu lassen. Oktober und November seien „die kritischen Monate“ für diese Impfungen.

Coronavirus in NRW: Hausärzte kritisieren die Politik für unbedachte Äußerungen

Update, Freitag (16. Oktober), 12 Uhr: Unbedachte Äußerungen und Entscheidungen der Politik in der Corona-Krise haben nach Ansicht von Hausärzten zu einer hohen Belastung der Praxen geführt. „Es gibt ja gut gemacht und gut gemeint. Leider waren einige Entscheidungen aus der Politik aus der zweiten Kategorie“, sagte Jens Wasserberg am Freitag bei WDR 5. Der zweite Vorsitzende des Hausärzteverbandes Nordrhein bezeichnete die Beherbergungsverbote in einigen Bundesländern als „ziemliche Katastrophe“. Gesunde Urlauber würden mit Kranken um Testkapazitäten konkurrieren. Die Labore seien an ihre Grenzen gestoßen und die Rückgaben der Testergebnisse dadurch verzögert worden.

Die Politik solle nicht einfach „so was raushauen“, forderte der Hausärztevertreter. Seine Kritik richtet sich auch an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Er müsse in seiner Praxis allein eine Mitarbeiterin fürs Telefon abstellen, die den ganzen Tag nichts anderes mache, als verunsicherte Patienten über die Grippeschutzimpfung aufzuklären, sagte Wasserberg. Spahn hatte wiederholt gesagt, dass genug Impfstoff vorliege. „Jetzt müssen wir aufklären und den Menschen, die nicht zur Risikogruppe gehören, sagen, dass sie keine Grippeimpfung benötigen“, sagte Wasserberg.

Coronavirus in NRW: Lehrerverband fordert wieder eine Maskenpflicht für Schüler

Update, Freitag (16. Oktober), 11.14 Uhr: Der nordrhein-westfälische Lehrerverband fordert die Wiedereinführung der Maskenpflicht im Unterricht bis ins kommende Frühjahr hinein. Verbands-Präsident Andreas Bartsch sagte der Rheinischen Post (Freitag): „Es gibt ein probates Mittel, um einen verlässlichen Schulunterricht in den kommenden sechs Monaten anzubieten: die Maske. Das Gros der Schüler - so unsere Rückmeldungen - hat auch überhaupt kein Problem damit, Mund-Nasen-Schutz im Unterricht zu tragen. Das ist gelernt.“

Update, Freitag (16. Oktober), 10.28 Uhr: In Herne, der Stadt, die mit 90,8 den zweithöchsten 7-Tage-Inzidenz-Wert in NRW hat, gibt es aktuell 232 mit dem Coronavirus infizierte Personen. Die Stadt hat rund 150.000 Einwohner. 23 dieser 232 infizierten Menschen befinden sich derzeit im Krankenhaus.

Update, Freitag (16. Oktober), 10.05 Uhr: In Bochum greifen heute neue und strenge Regeln aufgrund der über den Inzidenz-Wert von 50 geschnellten Corona-Zahlen. So dürfen sich in der Öffentlichkeit keine Gruppen treffen, die größer als fünf Personen sind. Ausnahmen gelten, sofern die Gruppe aus maximal zwei Haushalten stammen. Außerdem tritt heute eine Sperrstunde für die Gastronomie täglich ab 23 Uhr in kraft (weiter Änderungen findet ihr im Update von gestern um 18.30).

Coronavirus in NRW: Kabinett entscheidet heute über Maßnahmen und Regeln

Update, Freitag (16. Oktober), 8.40 Uhr: Heute entscheidet das NRW-Kabinett in einer außerordentlichen Sitzung, welche weiteren Einschränkungen auf die Bürger aufgrund der Corona-Pandemie zukommen sollen. Als Grundlage dienen die Besprechungen aus der Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch. Unmittelbar nach der Kabinettssitzung will sich Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ab 13 Uhr bei einem Corona-Gipfel mit allen Oberbürgermeistern und Landräten austauschen.

Anschließend (15 Uhr) wollen Ministerpräsident Armin Laschet, Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und Kommunalministerin Ina Scharrenbach (alle CDU) die Öffentlichkeit über die Ergebnisse und Maßnahmen unterrichten.

Coronavirus: FDP in NRW sieht Maßnahmen in privaten Wohnungen kritisch

Update, Freitag (16. Oktober), 8.08 Uhr: Die FDP in NRW sieht die neuen geplanten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus kritisch. Vor allem der Regel, wonach nur noch zehn Personen aus maximal zwei Haushalten zu Hausen zusammen kommen dürften, sobald die 7-Tage-Inzidenz 50 überschreitet, stehen die Liberalen skeptisch gegenüber.

Gegen über der WAZ sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion Henning Höne, auch eine Sperrstunde um 23 Uhr sei problematisch. Würden etwa in der Altstadt von Düsseldorf alle Menschen gleichzeitig um 23 Uhr nach Hause geschickt, bestehe eher größere Ansteckungsgefahr, als bei einer verteilten Abreise.

In einer außerordentlichen Sitzung will das nordrhein-westfälische Kabinett am Freitag über schärfere Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus entscheiden. In einer Video-Schalte soll festgezurrt werden, was die jüngste Bund-Länder-Einigung für das einwohnerreichste Bundesland bedeutet.

Urlauber aus NRW scheitern mit Corona-Klage in Schleswig-Holstein

Update, Freitag (16. Oktober), 7.50 Uhr: In Schleswig-Holstein ist eine Familie aus Recklinghausen/NRW vor Gericht gescheitert, nachdem sie gegen das Beherbergungsverbot geklagt hat. Die Familie möchte auf Sylt Urlaub machen. Damit erfahren Urlauber in Deutschland einen ersten Dämpfer, nachdem andere Gerichte zuletzt das Beherbergungsverbot in anderen Bundesländern für unrechtmäßig erklärt haben.

Würde der Vollzug des Beherbergungsverbotes jetzt ausgesetzt, könnten Menschen aus inländischen Risikogebieten zu touristischen Zwecken unkontrolliert nach Schleswig-Holstein kommen, hieß es in der Begründung der Richter. In Anbetracht der am Donnerstag veröffentlichten Zahlen über den Anstieg der Neuinfektionen könne dies zu Gefährdungen für das öffentliche Gesundheitswesen führen, „zumal eine Weiterverbreitung des Coronavirus oft unentdeckt und schwer kontrollierbar erfolge.“

Coronavirus in NRW: Jetzt gibt es 21 Risikogebiete - Bielefeld dabei

Update, Freitag (16. Oktober), 6 Uhr: Jetzt ist auch die erste Stadt im Osten von NRW Risikogebiet. Laut den aktuellen Corona-Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) von Freitag (16. Oktober) weist Bielefeld eine 7-Tage-Inzidenz von 51,5 auf und muss nun zu strengeren Maßnahmen greifen. Nun gibt es in Nordrhein-Westfalen 21 Risikogebiete. In 16 der 21 Städte bzw. Kreise erhöhte sich der Wert der 7-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag. Das sind die aktuellen Risikogebiete in NRW:

Stadt / Kreis7-Tage-Inzidenz (Quelle: RKI)
Bielefeld51,5 (gestern: 43,7)
Hamm85 (gestern: 76,1)
Kreis Unna67,4 (gestern: 63,8)
Dortmund58,8 (gestern: 50,7)
Hagen53,5 (gestern: 55,6)
Bochum55,3 (gestern: 53,3)
Herne90,8 (gestern: 92)
Kreis Recklinghausen76,9 (gestern: 70)
Gelsenkirchen78,6 (gestern: 65,9)
Essen54,6 (gestern: 52,9)
Mülheim/Ruhr68 (gestern: 59,8)
Duisburg72,2 (gestern: 64,8)
Düsseldorf59,3 (gestern: 55,6)
Kreis Mettmann70,2 (gestern: 63)
Solingen89,2 (gestern: 85,4)
Wuppertal92,6 (gestern: 84,5)
Remscheid51,2 (gestern. 45,8)
Leverkusen 62,9 (gestern: 75,7)
Köln75,4 (gestern: 69,2)
Kreis Olpe54,5 (gestern: 54,5)
Aachen Kreis68,6 (gestern: 50,6)

Update, Donnerstag (15. Oktober), 22.30 Uhr: Immer mehr Menschen treffen angesichts der Corona-Pandemie die Entscheidung, sich gegen die Grippe impfen zu lassen. Immer mehr Apotheken in NRW melden mittlerweile eine Impfknappheit. Dem gegenüber steht Gesundheitsminister Jens Spahn, der sagt, dass noch ausreichend Vorräte an Grippeimpfstoffen in Deutschland zur Verfügung stehen. Er macht auch klar: „Bitte geht zur Grippeschutzimpfung.“

Update, Donnerstag (15. Oktober), 20.20 Uhr: Der Karneval ist besonders in Köln und Düsseldorf nicht mehr wegzudenken. Die fünfte Jahreszeit, wie sie auch genannt wird, hat in NRW lange Tradition. Doch nun ruft der Bund Deutscher Karneval (BDK) auf, in der kommenden Saison auf die Rosenmontagszüge zu verzichten. „Das gebietet die Verantwortung für die Aktiven der Vereine wie auch das Publikum“, äußert sich Präsident Klaus-Ludwig Fess. Auch die Turniersaison für den Tanzsport werde abgesagt.

Bochum unternimmt weitere Corona-Maßnahmen

Update, Donnerstag (15. Oktober), 18.30 Uhr: Nachdem die Stadt Bochum weiterhin einen Inzidenz-Wert über 50 hat, werden ab Freitag (16. Oktober) nun weitere Corona-Maßnahmen gelten. So dürfen in der Öffentlichkeit nur noch höchstens fünf Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen (Ausnahme: Sie sind in gerade Linie verwandt). Bei Veranstaltungen ist nur noch ein Fünftel der maximalen Publikums-Kapazität zugelassen, wobei Höchstgrenzen von 500 Personen für Veranstaltungen im Freien und von 250 Personen für Indoor-Events gelten.

Private Feiern „aus herausragendem Anlass“ wie Taufen oder Hochzeiten dürfen nur noch mit maximal 25 Personen stattfinden. In der Gastronomie wird eine Sperrstunde ab 23 Uhr eingeführt, die bis sechs Uhr gilt. In der gleichen Zeit ist außerdem im gesamten Stadtgebiet der Verkauf von Alkohol untersagt. Dies gilt auch für den Handel.

Update, Donnerstag (15. Oktober), 18 Uhr: An der Falkschule in Unna gibt es einen weiteren Corona-Fall. Ein Erzieher aus dem OGS-Bereich ist positiv getestet worden. Alle Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne und werden zeitnah getestet. An der Falkschule sind von der Quarantäne derzeit 6 Schüler und 5 Mitarbeiter betroffen.

Niederlande: NRW-Nachbarland ist Risikogebiet

Update, Donnerstag (15. Oktober), 17.45 Uhr: Für viele Urlauber sollte es in den Herbstferien in die Niederlande gehen. Doch das könnte sich nun schwieriger gestalten, denn das gesamte NRW-Nachbarland ist nun zu einem Risikogebiet geworden.

Update, Donnerstag (15. Oktober), 16.50 Uhr: Immer mehr Städte in NRW werden zum Risikogebiet. Auch Dortmund, die jetzt neue Corona-Maßnahmen* beschlossen haben. Und diese sind noch strenger, als es die NRW-Landesverordnung vorgibt.

Update, Donnerstag (15. Oktober), 16.31 Uhr: Aktuell steigt wieder die Nachfrage an Corona-Tests. Ein Grund sind die steigenden Neuinfektionen mit dem Virus - besonders NRW ist betroffen. Ein anderer Grund ist sicherlich auch, dass viele Menschen einen negativen Test benötigen, um beispielsweise während der Herbstferien verreisen zu können.

Nachfrage an Corona-Tests steigt wieder: Neue Teststrategie tritt in Kraft

Deshalb tritt ab heute die neue nationale Teststrategie in der Coronakrise in Kraft,* die die Regierung beschlossen hat. Neu bei der Teststrategie sind sogenannte Antigen-Tests. Sie liefern binnen weniger Minuten Ergebnisse, ob jemand mit dem Coronavirus infiziert ist oder nicht

Update, Donnerstag (15. Oktober), 16 Uhr: Darf ein Bewohner im Pflegeheim isoliert werden, wenn eine Corona-Infektion nicht ausgeschlossen werden kann? Dem Verwaltungsgericht Minden fehlt die gesetzliche Grundlage und mahnt die Mitwirkung der Behörden an.

Corona-Isolation in Pflegeheim in NRW: Gericht gibt Antrag einer Bewohnerin statt

Die Bewohnerin eines Pflegeheims im Kreis Lippe darf wegen Corona nicht länger isoliert werden. Das Verwaltungsgericht Minden gab in einem Eilverfahren dem Antrag der Frau statt. Sie klagt gegen eine Allgemeinverfügung des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums.

In dieser Verfügung vom 31. August 2020 wird vorgegeben, dass Pflegebedürftige isoliert werden müssen, bei denen bei einem konkreten Anlass eine Corona-Infektion nicht ausgeschlossen werden kann. Das Verwaltungsgericht Minden kritisiert für diesen Schritt die fehlende Rechtsgrundlage

Außerdem wird in dem Beschluss bemängelt, dass die Pflegeeinrichtung selbst entscheidet, wer isoliert wird - und nicht die zuständige Behörde. Auch sei die Formulierung „konkreter Anlass“ in der Verfügung zu ungenau.

Corona-Isolation in Pflegeheim in NRW: Patientenschutz spricht von Signalwirkung

„Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts in Minden hat Signalwirkung. Denn in vielen Bundesländern wurde das allgemeine Betretungsverbot aufgehoben und an die Einrichtungen delegiert. Doch freiheitsentziehende Maßnahmen der Isolation bedürfen hoheitsrechtlicher Entscheidungen“, sagte Eugen Brysch von der Deutschen Stiftung Patientenschutz zu dem Beschluss.

Update, Donnerstag (15. Oktober), 13.10 Uhr: Die Stadt Herne, die in NRW mit 92 den höchsten 7-Tage-Inzidenzwert vorweist, hat nach der Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch betont, erstmal bei den bereits ergriffenen Maßnahmen zu bleiben.  „Eventuell erforderliche Anpassungen werden erfolgen, wenn die entsprechenden Verordnungen durch das Land NRW erlassen worden sind“, heißt es von der Stadt. Das Land NRW berät gegenwärtig hierzu.

Ländräte und Bürgermeister wollen Ergebnisse der Bund-Länder-Konferenz sprechen

Die Stadt Herne hatte in den vergangenen Wochen Schulen und Kitas auf Lüftungsmöglichkeiten überprüft. Einzig in manchen Schulen mussten Nachbesserungen vorgenommen werden. Außerdem hat die Stadt ein Kontingent von CO2-Ampeln angeschafft, die den Schulen auf Leihbasis zur Verfügung gestellt werden.

Update, Donnerstag (15. Oktober), 12.56 Uhr: NRW will am kommenden Freitag in einer Konferenz mit den Oberbürgermeistern und Landräten besprechen, was die Ergebnisse der Bund-Länder-Besprechungen von Mittwoch für Nordrhein-Westfalen bedeuten. Bei der Video-Konferenz sollen die neuen Regeln für NRW und Ergebnisse der Berliner Konferenz vorgestellt werden.

Bund und Länder hatten am Mittwochabend nach mehrstündigem Ringen beschlossen, den rasanten Anstieg der Infektionszahlen insbesondere in deutschen Risikoregionen mit weiteren Restriktionen einzudämmen.

Vorgesehen sind demnach eine Ausweitung der Maskenpflicht, strengere Kontaktbeschränkungen - sowohl für private Feiern, als auch für Veranstaltungen - sowie eine Sperrstunde ab 23 Uhr für die Gastronomie in Kommunen mit 50 oder mehr Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Update, Donnerstag (15. Oktober), 12.30 Uhr: Nach dem Eilantrag eines Urlaubers aus NRW hat der Verwaltungsgerichtshof in Baden-Württemberg mit Beschluss vom Donnerstag das Beherbergungsverbot in dem Bundesland gekippt. Dieses gilt bislang für Gäste aus deutschen Regionen, in denen 50 neue Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen registriert wurden. Der Antragsteller hatte einen Urlaub im Kreis Ravensburg gebucht.

Coronavirus in NRW: So hoch sind die Zahlen der Neuinfizierten

Update, Donnerstag (15. Oktober), 10.59 Uhr: Während immer mehr Städte und Kreise in NRW zum Risikogebiet ernannt wurden, ist die Zahl der neu gemeldet Corona-Fälle in NRW inzwischen auf einem höheren Niveau, als noch im April. So viele Menschen wurden zuletzt täglich als neuinfiziert gemeldet (Quelle: Land NRW, Stand 15. Oktober, 0 Uhr):

MeldedatumAnzahl laborbestätigter COVID-19-Fälle nach Meldedatum
14.10.2020\t1.347
13.10.2020\t1.309
12.10.2020\t916
11.10.2020754
10.10.20201.058
09.10.20201.419
08.10.20201.282

Update, Donnerstag (15. Oktober), 10.39 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus suchen Städte im Ruhrgebiet inzwischen die Hilfe der Bundeswehr. In Dortmund werde man nicht mehr mit der Nachverfolgung der Corona-Fälle fertig. Auch in Duisburg ist das inzwischen der Fall. Gut 15.000 Soldatinnen und Soldaten hat die Bundeswehr für den Kampf gegen die Pandemie für ganz Deutschland bereitgestellt.

Update, Donnerstag (15. Oktober), 9.52 Uhr: Nach der gestrigen Bund-Länder-Konferenz zu den Corona-Maßnahmen zeigt sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet nicht ganz zufrieden. Vor allem die Uneinigkeit in Sachen Beherbergungsverbot ist ihm ein Dorn im Auge: „Das Beherbergungsverbot setzt falsche Anreize: Es zwingt Menschen, sich vor einer Hotelübernachtung frei testen zu lassen“, schrieb Laschet am Donnerstag bei Twitter. Wichtige Testreagenzien, die jetzt dringend gebraucht würden, würden somit verschwendet. Laschet „Unsinnige Vorschriften gefährden die wichtige Akzeptanz der Corona-Regeln.“

Update, Donnerstag (15. Oktober), 9.16 Uhr: Obwohl sämtliche Schüler der 7. Jahrgangsstufe eines Gymnasiums in Unna negativ auf einen Corona-Test reagiert haben, müssen sie laut Stadt und Gesundheitsamt weiterhin in Quarantäne bleiben. Ein Schüler des Jahrgangs war zuletzt positiv auf Corona getestet worden. Die Ergebnisse waren am Wochenende bekannt gegeben worden. 35 Schüler und sieben Lehrkräfte sind von der Quarantäne betroffen. Zusätzlich befinden sich 60 Schüler sowie drei Lehrkräfte der Q2 des Gymnasiums in Quarantäne, weil ein Schüler der Q2 positiv auf Corona getestet worden war.

Coronavirus in NRW: Karte des RKI zeigt Ausmaß der Pandemie-Lage im Westen

Update, Donnerstag (15. Oktober), 8.32 Uhr: In der Corona-Pandemie gilt nun fast das gesamte Ruhrgebiet als Risikogebiet (siehe Update von 6 Uhr). Drei weitere Städte überschritten am Donnerstag eine wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen, wie aus Angaben auf der Webseite des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht: In Bochum lag der Wert bei 53,3, in Dortmund bei 50,7 und in Mülheim bei 59,8. Damit stehen dort härtere Anti-Corona-Maßnahmen an. Eine Karte des RKI zeigt, wo es in NRW besonders arg aussieht:

Das Coronavirus in NRW am 15. Oktober 2020 in einer Karte des Robert Koch-Instituts - die rot markierten Städten und Kreise sind Risikogebiete.

Coronavirus in NRW: Robert Koch-Institut meldet Rekord-Zahlen in Deutschland

Update, Donnerstag (15. Oktober), 7.52 Uhr: Während sich das Ruhrgebiet zum Corona-Hotspot entwickelt (siehe vorangegangene Updates), meldet das Robert Koch-Institut am Donnerstag 6638 Corona-Neuinfektionen in Deutschland. Einen Tag zuvor waren es noch 5132. So viele Corona-Neuinfektionen wurden in Deutschland seit Beginn der Pandemie noch nicht gemeldet.

Coronavirus in NRW: Bochum ist jetzt Risikogebiet

Update, Donnerstag (15. Oktober), 7.35 Uhr: Nun hat es auch Bochum erwischt: Die Universitätsstadt ist seit Donnerstag offiziell Corona-Risikogebiet mit einer 7-Tage-Inzidenz von 53,3. Am Mittwoch hatte die Stadt 26 Neuinfizierte gemeldet - 237 Menschen waren am Mittwoch damit offiziell mit dem Virus infiziert und bei der Stadt gemeldet. Schon bevor die 7-Tage-Inzidenz über 50 stieg, hatte die Stadt ihren Bürgern empfohlen, verstärkt die Mund-Nasen-Bedeckungen zu nutzen, zum Beispiel auch unter freiem Himmel beim Besuch stark frequentierter Einkaufszonen oder Freizeitbereiche. Viele Bürger kamen dieser Bitte der Stadt bereits am Mittwoch nach. Auf der Kortumstraße, Bochums Einkaufsmeile, trugen viele Passanten eine Maske - auch außerhalb der Geschäfte.

Coronavirus in NRW: Auch Bochum und Dortmund sind jetzt Risikogebiete

Update, Donnerstag (15. Oktober), 6 Uhr: Jetzt sind sehr große Teile des Ruhrgebiets Corona-Risikogebiet. Laut den zum Start in den Donnerstag aktualisierten 7-Tage-Inzidenz-Zahlen des Robert Koch-Instituts haben nun auch Städte wie Dortmund und Bochum offiziell den kritischen Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen überschritten. Dortmund hatte bereits am Mittwoch vermutet, dass die Stadt diesen Wert am Donnerstag erreichen werde.

Gelsenkirchen, das gestern kein Risikogebiet war, vorgestern aber schon, hat am Donnerstag den Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen überschritten - und ist nun wieder Risikogebiet. Corona-“Spitzenreiter“ in NRW ist Herne mit einer 7-Tage-Inzidenz von 92. Auffällig: Ostwestfalen und weite Teile des Niederrheins haben den 50er-Wert noch nicht überschritten.

Diese Städte und Kreise in NRW gelten seit Donnerstag (15. Oktober) offiziell als Corona-Risikogebiet:

Stadt / Kreis7-Tage-Inzidenz (Quelle: Robert Koch-Institut)
Hamm76,1
Kreis Unna63,8
Dortmund50,7
Bochum53,3
Herne92
Kreis Recklinghausen70
Gelsenkirchen65,9
Essen52,9
Mülheim an der Ruhr59,8
Duisburg64,8
Kreis Mettmann63
Wuppertal84,5
Düsseldorf55,6
Solingen85,4
Hagen55,6
Kreis Olpe54,5
Leverkusen75,7
Köln69,2
Städteregion Aachen Kreis50,6

Update, Mittwoch (14. Oktober), 22.47 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Söder macht klar, wie dramatisch die Zahlen für Deutschland sind: „Es ist nicht fünf vor 12, sondern Schlag 12. Wir sind dem zweiten Lockdown näher, als wir das wahrhaben wollen“, sagte Söder. Er warnt: „Ein zweiter Lockdown wird für Deutschland erheblichste Schädigungen haben, den Wohlstand unseres Landes fundamental gefährden.“

Update, Mittwoch (14. Oktober), 22.45 Uhr: Merkel macht in der Pressekonferenz deutlich, dass sich etwas ändern muss: „eine Welle wie im Frühjahr können wir uns nicht noch einmal leisten“. Sie ist sich sicher, dass man gegen das Coronavirus ankämpfen kann.

Update, Mittwoch (14. Oktober), 22.30 Uhr: Derzeit läuft eine Pressekonferenz der Bundesregierung über die Beschlüsse der heutigen Konferenz der Länderchefs. Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel klarmacht, werde die Infektionskurve noch weiter nach oben gehen. Man habe derzeit ein „recht hohes Infektionsgeschehen in Teilen Deutschland“. Das Land würde nun im Blick auf den Winter vor „größeren Herausforderungen“ stehen.

Update, Mittwoch (14. Oktober), 20.30 Uhr: Es gibt eine Entscheidung über das Beherbergungsverbot - oder auch nicht. Wie Bild berichtet, wurde die Entscheidung über die umstrittene Maßnahme auf den 8. November vertagt, also bis nach Ende der Herbstferien.

Coronavirus in Bochum: Stadt appelliert an Einwohner

Update, Mittwoch (14. Oktober), 20.15 Uhr: Angesichts zuletzt deutlich gestiegener Infektionszahlen appelliert der Krisenstab der Stadt Bochum an die Bürgerinnen und Bürger, verstärkt die Mund-Nasen-Bedeckungen zu nutzen, zum Beispiel auch unter freiem Himmel, beim Besuch stark frequentierter Einkaufszonen oder Freizeitbereiche.

Insgesamt sind in Bochum seit März 1.607 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. 1.342 sind insgesamt genesen, 28 an bzw. mit Covid-19 verstorben. Aktuell sind 237 Personen infiziert, 16 davon werden stationär, fünf von ihnen intensiv-medizinisch betreut. Die Zahl der Infektionen im Schnitt der letzten sieben Tage gerechnet pro 100.000 Einwohner/innen beträgt 49,8. (Stand: 14 Uhr)

Update, Mittwoch (14. Oktober), 20 Uhr: Derzeit berät sich die Regierung zusammen mit den Länderchefs über weitere Corona-Maßnahmen. Bei diesem virtuellen Treffen kämpft NRW-Ministerpräsident Armin Laschet gegen das Beherbergungsverbot. Mit an seiner Seite: Gesundheitsminister Jens Spahn. Sie gehen davon aus, dass das Verbot zu einer falschen Nutzung der Testkapazitäten führen würde.

Corona-Maßnahme: Private Feiern in Risikogebieten werden eingeschränkt

Update, Mittwoch (14. Oktober), 19.45 Uhr: In Risikogebieten werden private Feiern stark eingeschränkt. Wie die Bundesregierung beschlossen hat, dürfen sich künftig nur noch maximal zehn Menschen aus zwei Haushalten treffen.

Update, Mittwoch (14. Oktober), 19 Uhr: Die Bundesregierung hat heute über neue Maßnahmen ab einem Inzidenz-Wert von über 35 gesprochen. So soll schon bald die Maskenpflicht ausgeweitet werden auf Orte „wo Menschen dichter oder länger zusammenkommen“, wie Bild berichtet.

Herne: Martinsumzüge werden nur spontan genehmigt

Update, Mittwoch (14. Oktober), 18.45 Uhr: Die Stadt Herne bietet seine Einwohner darum, alle geplanten Feste außerhalb von Wohnungen anzumelden. Dies gilt unabhängig der erwarteten Gästezahl – der Höchstwert beträgt dennoch 25 Menschen. Auch ein Update in Sachen Martinsumzüge kann die Stadt Herne bereits geben. Die seien zwar grundsätzlich zulässig, müssen aber dennoch mit einem Hygienekonzept bei der Stadt vorgelegt werden. Allerdings werden die Martinsumzüge nur stattfinden, wenn der Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 fallen wird. 

Update, Mittwoch (14. Oktober), 18.15 Uhr: Seit 14 Uhr befindet sich Angela Merkel mit den Chefs der Bundesländer in einem Krisengespräch, um über die steigenden Corona-Zahlen zu sprechen. Nun ist die erste Maßnahme getroffen worden:  In Regionen mit einem Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner soll es ab 23 Uhr eine Sperrstunde geben. Das betrifft auch die 15 Risikogebiete, die es derzeit in NRW gibt.

Beamten der Polizei Köln müssen bei Einsätzen Maske tragen

Update, Mittwoch (14. Oktober), 18 Uhr: Wegen den hohen Corona-Fällen, müssen nun auch Polizeibeamte in Köln bei ihren Einsätzen eine Maske tragen, berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger. Das gelte auch für den Einsatzweg, also beispielsweise, wenn zwei Polizisten zusammen im Auto sitzen würden. Allerdings betont die Polizei Köln, dass in besonderen Momenten auch auf die Maskenpflicht verzichten kann. Darunter zähle zum Beispiel, dass keine Zeit mehr bleibt, sich die Maske vernünftig aufzusetzen.

Update, Mittwoch (14. Oktober), 17.05 Uhr: Neue Zahlen aus Dortmund. Mit 77 positiven Testergebnissen wird Dortmund nun zum Risikogebiet. Wie die Stadt in einer Pressemitteilung erklärt, gehe man von einem Inzidenz-Wert von 50,5 aus.

Update, Mittwoch (14. Oktober), 16.35 Uhr: In NRW lebt mittlerweile jeder dritte in einem Corona-Risikogebiet. Laut RKI sind insgesamt neun Großstädte und vier Stadtkreise mit mehr als 5,6 Millionen Einwohnern betroffen.

Jens Spahn verkündet neue Corona-Testverordnung

Update, Mittwoch (14. Oktober), 15.45 Uhr: Ab Donnerstag wird es in Deutschland eine neue Corona-Testverordnung geben. Wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verkündete, habe er die Verordnung am Mittwochmorgen unterschrieben. Diese besagt, dass in Zukunft der Fokus bei den Corona-Tests bei Risikogruppen und Personen aus dem Gesundheitswesen liegt. Geplant sei, dass Pflegeheime und Krankenhäuser Patienten, Besucher und Personal mit einem Schnelltest schneller über Ergebnisse verfügen können. Diese Tests sollen „in großer Millionenzahl pro Monat“ stattfinden, so Spahn zuletzt.

Update, Mittwoch (14. Oktober), 13.30 Uhr: Mit einer Allgemeinverfügung hat die Stadt Düsseldorf am Dienstagabend (13. Oktober) die angekündigte Sperrstunde für Restaurants und Kneipen in Kraft gesetzt. In der schriftlichen Begründung heißt es unter anderem, dass „die Bereitschaft, sich an bestehende Hygiene- und Verhaltensvorschriften zu halten, besonders stark in den nächtlichen Stunden ab 1 Uhr abnimmt.“ Ein Wirt will laut Branchenverband Dehoga im Namen vieler Kollegen dagegen klagen.

Coronavirus in NRW: Mitarbeiter der Stadt Essen kritisiert Wolfgang Kubicki

Update, Mittwoch (14. Oktober), 13.22 Uhr: Im Streit um ein kommunales Online-Formular, mit dem Bürger Verstöße gegen Corona-Regeln melden können, hat Essens Stadtdirektor Peter Renzel eine Entschuldigung von Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) verlangt. „Ich finde Ihren Post mehr als daneben. Sie sollten ihn löschen und sich entschuldigen“, schrieb Renzel auf Facebook.

Kubicki hatte das Meldeformular für Corona-Verstöße auf Facebook als „Denunziationsportal“ bezeichnet. Es sei „mit Sicherheit rechtswidrig und sollte sofort gelöscht werden“, schrieb der FDP-Politiker. Essens Stadtdirektor kritisierte, Kubicki selbst habe bei der Stadt deshalb weder nachgefragt, noch versucht, Kontakt aufzunehmen.

Coronavirus in NRW: Bochum und Dortmund stehen kurz vor kritischem Wert

Update, Mittwoch (14. Oktober), 12.50 Uhr: 14 Städte und Kreise in NRW sind aktuell Risikogebiete (siehe Update von 6.31 Uhr) - aber wie sieht die 7-Tage-Inzidenz in den großen Städten und Kreisen aus, die am Mittwoch noch kein Risikogebiet sind, sich dem kritischen Wert aber nähern? Hier ist eine Übersicht der größten Städte und Kreise in NRW, in denen der Inzidenzwert noch knapp unter 50 liegt:

Stadt7-Tage-Inzidenz (Quelle: RKI)
Dortmund42,8
Bochum47,6
Gelsenkirchen48,1
Rhein-Sieg-Kreis41,9
Städteregion Kreis Aachen47,4
Rhein-Erft-Kreis49,3
Mülheim an der Ruhr44,5
Remscheid46,7

Update, Mittwoch (14. Oktober), 10.45 Uhr: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat sich optimistisch gezeigt, dass trotz der stark steigenden Corona-Infektionszahlen ein Herunterfahren des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens vermieden werden kann. Zwar könne das niemand versprechen, „aber man kann alles tun, damit es nicht dahin kommt“, sagte Laschet am Mittwoch in der Sendung Frühstart bei RTL/ntv.

Vor dem heutigen Treffen von Bund und Ländern im Kanzleramt äußerte er sich aber hoffnungsfroh, mit weiteren Maßnahmen die Pandemie in den Griff zu bekommen. „Es kann gelingen, dass wir Weihnachten ohne Lockdown erleben können.“

Update, Mittwoch (14. Oktober), 10.14 Uhr: Die Polizei im Ruhrgebiet warnt derzeit vor einer Betrugsmasche, bei der das Coronavirus eine Rolle spielt. In Hamm etwa waren zuletzt mehrere betrügerische Anrufe bei Personen eingegangen. Der Anrufer hatte dabei behauptet, ein Verwandter zu sein und im Krankenhaus zu liegen - mit Corona. Am Ende fordern die Betrüger Geld, um ein teures Corona-Medikament aus den USA kaufen zu können. Über einen „Freund“ würde das Geld abgeholt und zum „Corona-Positiven“ gebracht.

Coronavirus in NRW: Armin Laschet glaubt an Ende des Beherbergungsverbots

Update, Mittwoch (14. Oktober), 9.14 Uhr: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet geht vor dem Corona-Treffen an diesem Mittwoch (14. Oktober) zwischen Bund und Ländern davon aus, dass das Beherbergungsverbot für Menschen aus Risikogebieten gekippt werden kann. „Ich finde, wir sollten da pragmatische Lösungen heute versuchen“, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im ARD-“Morgenmagazin“. „Das Problem beim Beherbergungsverbot ist ja, dass viele Bürger die Regeln nicht verstehen und sie die Akzeptanz eher schwächen, weil Unklarheit ist.“

Es brauche dagegen bundeseinheitliche Regeln für Menschen aus Regionen*, in denen die Corona-Grenzwerte überschritten werden. Als Beispiele für solche Maßnahmen nannte er Alkoholverbote, Sperrstunden und Beschränkungen privater Feiern. „Dann kann es gelingen, dass wir uns nicht gegenseitig mit Beherbergungsverboten bedrohen.“ Laschet zeigte Verständnis dafür, dass Mecklenburg-Vorpommern das Beherbergungsverbot beibehalten will. „Wenn da ein Land sagt, wir wollen da besonders vorsichtig sein, dann ist das in Ordnung.“

Coronavirus in NRW: 14 Kommunen sind jetzt Risikogebiet

Update, Mittwoch (14. Oktober), 6.31 Uhr: Zwei weitere Kreise in NRW sind jetzt Corona-Risikogebiete. Am Mittwoch kamen laut Angaben des Robert Koch-Instituts der Kreis Mettmann und der Kreis Olpe dazu. Gelsenkirchen ist hingegen nicht mehr Risikogebiet - vorerst zumindest. Damit gibt es nun 14 Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen, die als Risikogebiete gelten. Das ist die Liste der Corona-Risikogebiete in NRW (in Klammern der Wert der Infizierten pro 100.000 in den letzten 7 Tagen):

  • Kreis Recklinghausen (70,7)
  • Essen (51,1)
  • Herne (95,2)
  • Kreis Unna (54,4)
  • Hagen (56,2)
  • Hamm (66,1)
  • Duisburg (55,5)
  • Düsseldorf (55,6)
  • Wuppertal (63,4)
  • Solingen (71)
  • Leverkusen (67,8)
  • Köln (70,4)
  • Kreis Mettmann (54,4)
  • Kreis Olpe (53,7)

Update, Mittwoch (14. Oktober), 6.22 Uhr: Ein Online-Formular der Stadt Essen, mit dem Bürger Verstöße gegen Corona-Regeln melden können, ist auf heftige Kritik gestoßen. „Dieses Denunziationsportal ist mit Sicherheit rechtswidrig und sollte sofort gelöscht werden“, heißt es auf der Facebookseite von Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP). Der Grünen-Digitalexperte Dieter Janecek sieht das Formular ebenso kritisch. „Verwaltungen sollten Bürger nicht mit Formularen ermuntern, andere Bürger zu denunzieren. Das spaltet die Gesellschaft“, sagte er der Bild, die am frühen Mittwochmorgen auch über das Formular und die Reaktionen darauf berichtet hatte.

Auf der Internetseite der Stadt gibt es ein Online-Meldeportal für Corona-Verstöße. Es hat den Titel: „Melden eines Verstoßes gegen die Coronaschutz-Verordnung (Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2)„.

Update, Mittwoch (14. Oktober), 6.10 Uhr: Die Corona-Pandemie hat auch kuriose Folgen: Das Land NRW verbietet ab sofort Swingerclubs. In der am Dienstagabend (13. Oktober) veröffentlichten neuen Coronaschutz-Verordnung wurde ein Passus erweitert, der bisher nur Tanzlokale betraf. Wörtlich heißt es dort nun: „Der Betrieb von Clubs, Diskotheken und ähnlichen Einrichtungen ist untersagt. Dies gilt auch für Swingerclubs und ähnliche Einrichtungen.“

Update, Mittwoch (14. Oktober), 6 Uhr: Nordrhein-Westfalen will seine Grenzen zu den Nachbarländern trotz der Corona-Pandemie weiterhin offen halten. Die Landesregierung sehe sich in ihrem Kurs auch durch jüngste Äußerungen der Kanzlerin bestätigt, sagte ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

Sie wolle ausdrücklich unterstreichen, „dass es mit dem Cross-Border-Management des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen hervorragend gelungen ist, Grenzschließungen - oder Grenzkontrollen besser gesagt - zu vermeiden und den Schengen-Raum auch in einer schwierigen pandemischen Situation mit Leben zu erfüllen“, sagte die Kanzlerin. „Und das sollte uns leiten bei künftigen Herausforderungen.“

Trotz Cornavirus in NRW: Centro Oberhausen darf Weihnachtsmarkt austragen

Update, Dienstag (13. Oktober), 22.55 Uhr: In vielen Städten werden die Weihnachtsmärkte wegen der steigenden Corona-Infektionen abgesagt – in Oberhausen wurde jetzt der Startschuss gesetzt. Das Centro Oberhauen hat heute die schriftliche Genehmigung der Stadt für den Weihnachtsmarkt auf dem Platz der Guten Hoffnung vor dem Einkaufszentrum bekommen. Wenn die Infektionszahlen es zulassen, wird Oberhausen ab dem 14. November die Weihnachtszeit einläuten. Am 19. Oktober starten bereits mit dem Riesenrad die Aufbauarbeiten für den Weihnachtsmarkt.

Update, Dienstag (13. Oktober), 21.50 Uhr: Noch am Montag (12. Oktober) hat sich die Stadt Bochum über den nicht abgesegneten Bescheid der NRW-Landesregierung gewundert, nun sieht die Lage wieder anders aus. Die Landesregierung hat nun für ganz Nordrhein-Westfalen Auflagen erlassen, wie die Städte und Kreise ab einer Inzidenzzahl von 35 Infektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner umgehen sollen. Da Bochum bei einem Inzidenz-Wert von 43,6 liegt, gelten die neuen Maßnahmen ab sofort auch in der Ruhrgebietsstadt.

Bochum übersteigt Inzidenz-Wert: NRW-Landesregierung erlässt Auflagen

Somit müsse in allen geschlossenen Räumlichkeit ab sofort eine Maske getragen werden. Darunter zählt auch der Arbeitsplatz, Konzerte und Aufführungen. Auch ein generelles Verbot von Veranstaltungen und Versammlungen mit über 1.000 werde nun durchgesetzt. Bei Festen mit einem besonderen Anlass, wie einer Hochzeit oder einer Taufe, gelte eine Teilnehmerzahl von 50.

Update, Dienstag (13. Oktober), 21.15 Uhr: Die Stadt Essen meldet einen weiteren Coronavirus-Todesfall. Ein 87-jähriger Mann ist im Philippusstift verstorben, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Er wurde in der Nacht im Rahmen eines Rettungseinsatzes in die Klinik gebracht und verstarb kurze Zeit später. Im Krankenhaus wurde er dann positiv auf das Virus getestet. Somit steigt die Zahl der Coronavirus-Toten in der Stadt Essen auf 50 an.

Coronavirus-Rekord in Gladbeck gemessen

Update, Dienstag (13. Oktober), 20.55 Uhr: Die Situation in Gladbeck spitzt sich weiter zu. Wie das Gesundheitsamt Recklinghausen mitteilt, überschreitet der Inzidenz-Wert sogar die 100er Marke – und liegt somit bei 108,5. Damit ist der Grenzwert von 50 über das doppelte überschritten. 124 Menschen sind in der Ruhrgebietsstadt derzeit mit dem Coronavirus infiziert. 

Update, Dienstag (13. Oktober), 19.55 Uhr: In Düsseldorf gilt eine nächtliche Sperrstunde für die Gastronomie. Das ist die Konsequenz aus dem Inzidenz-Wert über 50. Nun wehrt sich die Gastrobranche gegen diesen Beschluss. Beim Verwaltungsgericht der Landeshauptstadt NRW soll nun ein Eilantrag eingereicht werden, so der Geschäftsführer des Branchenverbandes Dehoga. „Wir wollen wissen, ob die Sperrstunde aus Sicht eines Richters eine geeignete Maßnahme ist“, wird argumentiert.

Essen: Ruhrgebietsstadt wird zum Corona-Risikogebiet

Update, Dienstag (13. Oktober), 19.30 Uhr: Die Stadt Essen hat (Stand heute) einen Inzidenz-Wert von 49,1. Damit hat sie den gefährlichen Richtwert von 50 erneut unterschritten. Denn es gibt ein tägliches hin und her, was die Einstufung zum Risikogebiet angeht. Nun hat die Stadt eine Entscheidung getroffen. „Essen wird auch voraussichtlich mindestens für die nächsten fünf bis sechs Tage als Risikogebiet gewertet werden“, so die Stadt Essen. Das würde auch dann gelten, wenn der Inzidenz-Wert wieder unter 50 fallen würde – so wie heute. 

Update, Dienstag (13. Oktober), 18.45 Uhr: Kinder von Corona-Risikogruppen müssen trotzdem weiterhin zur Schule gehen. Das entschied nun das Verwaltungsgericht Braunschweig. Die Schule darf eine Befreiung von Schülern ablehnen, wenn dort noch keine weitergehenden Maßnahmen zum Infektionsschutz angeordnet wurde.

Gerichtsurteil aus Niedersachen: Kinder von Corona-Risikogruppen müssen in die Schule

Zwei Braunschweiger Schüler aus der 9. und 12. Klasse klagten, als die Schule eine Schulbefreiung der Eltern ablehnten. Die Eltern gehören zur Risikogruppe und hatten Angst um ihre Gesundheit. Da die Schule bereits Corona-Maßnahmen umgesetzt habe, seien die Kinder dort sicher, entschied das Gericht.

Update, Dienstag (13. Oktober), 18.15 Uhr: Ab Mittwochmorgen (14. Oktober) gilt in Köln bis auf Weiteres eine Sperrstunde in der Gastronomie. Ab 1 Uhr müssen nun alle Restaurants und Bars schließen. Erst gestern (12. Oktober) hatte die NRW-Landesregierung einen Erlass herausgegeben, der die Corona-Maßnahmen in NRW vereinheitlichen soll.

Update, Dienstag (13. Oktober), 17.45 Uhr: Im April endete in Hagen eine Corona-konforme Begrüßung in einem Messerangriff. Heute muss sich der Tatverdächtige (20) vor Gericht wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Hagen: Messerattacke nach Corona-Begrüßung

„Bei der Auseinandersetzung wurde auch eine Fahrradkette benutzt. Als einer seiner Gegner die Flucht ergriffen habe, soll der Angeklagte diesen verfolgt haben. Er soll dem etwa gleich alten Mann einen wuchtigen Messerstich in den Rücken und einen weiteren Stich in den Arm versetzt haben“, so die zuständige Staatsanwältin vom Landgericht Hagen. Nur eine Notoperation konnte dem Opfer das Leben retten.

Update, Dienstag (13. Oktober), 17.15 Uhr: Schon in wenigen Monaten soll ein Impfstoff gegen das Coronavirus auf den Markt kommen, ist sich das Robert Koch-Institut (RKI) sicher. Doch auch dann wird es wohl noch weiterhin eine Maskenpflicht und Abstandsregelungen geben, so ein heute veröffentlichtes Strategiepapier des RKI.

Grund dafür sind die wenigen Mengen an Impfstoffen, die in der Anfangsphase zur Verfügung stehen würden. Vorrangig sollen damit Risikopatienten behandelt werden.

Update, Dienstag (13. Oktober), 16.50 Uhr: Die neuen Corona-Infizierungen sorgen in Dortmund weiterhin für Bedenken. Die Stadt vermeldet nun 54 weitere positive Testergebnisse. Elf Infizierte davon kommen aus fünf verschiedenen Familienzusammenhängen. Sechs Personen sind Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Die anderen Fälle sind alle unabhängig voneinander. Damit beträgt der Inzidenz-Wert 38,9 und liegt somit weiter über der ersten Warnstufe von 35.

Coronavirus in Dortmund: Zahlen steigen weiter an - 14 Todesfälle bisher gemeldet

Derzeit werden in Dortmund 23 Patienten stationär behandelt, darunter vier von ihnen intensivmedizinisch – sie benötigen jedoch keine Beatmung. Bisher sind 14 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet worden. Weitere Sieben war zwar mit dem Coronavirus infiziert, verstarben jedoch aufgrund anderer Ursachen.

Update, Dienstag (13. Oktober), 16.30 Uhr: In den verschiedensten Bundesländern gelten unterschiedliche Bußgelder für das Verweigern einer Maske. So muss man in Berlin 50 Euro bezahlen, in NRW gilt ein Bußgeld von 250 Euro. Wie YouGov in einer Umfrage herausgefunden hat, ist die Mehrheit der Deutschen für eine einheitliche Regelung von 250 Euro Bußgeld. Nur ein Viertel der Befragten lehnen das Bußgeld grundsätzlich ab.

Coronavirus in Europa: EU-Länder beschließen Ampel-Kennzeichnung für Risikogebiete

Update, Dienstag (13. Oktober), 16.10 Uhr: Die Herbstferien in NRW stehen vor der Tür und somit auch die große Frage nach dem Urlaub. Nach langen Verhandlungen haben die EU-Mitgliedstaaten heute Leitlinien in Sachen Corona-Reisebeschränkungen in der EU beschlossen. Die Europa-Minister der EU-Länder gaben heute in Luxemburg die Zustimmung für ein einheitliches Ampelsystem zur Erkennung von Risikogebieten.

Update, Dienstag (13. Oktober), 15.45 Uhr: Für viele Menschen aus NRW galt bisher die Reise ins Nachbarland Niederlande als kleine Flucht vor dem Coronavirus. Trotz steigender Infektionszahlen galt nur in einigen größeren Städten eine Maskenpflicht. Doch nun müssen sich die Niederländer auf viele Einschränkungen gefasst machen.

Sender berichten: Niederlande steht vor harten Corona-Beschränkungen

Wie der niederländische Sender NOS berichtet, sollen bald Cafés und Restaurants geschlossen werden. Außerdem soll am Abend kein Alkohol mehr verkauft werden und Menschen über 18 Jahren dürfen keinen Mannschaftssport mehr ausüben. Die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wo schon länger eine Maskenpflicht gilt, soll nur noch auf das nötigste reduziert werden.

Ähnlich wie in Deutschland soll es auch Einschränkungen bei größeren Treffen geben. Private Einladungen sollen auf drei Personen pro Haushalt beschränkt werden. Die strengen Maßnahmen soll vorerst für zwei Wochen gelten. Für heute Abend um 19 Uhr ist eine Pressekonferenz mit dem Ministerpräsidenten Mark Rutte und Gesundheitsminister Hugo de Jonge angesetzt.

Update, Dienstag (13. Oktober), 15.22 Uhr: In Lemgo (bei Bielefeld) haben sich immer mehr Schüler und Lehrer einer evangelikalen Bibelschule mit dem Coronavirus infiziert. Bereits am vergangenen Donnerstag (8. Oktober) sind die ersten beiden Fälle bekannt geworden. Mittlerweile ist die Zahl auf über 60 gestiegen, so eine Sprecherin des Kreises.

Weitere Infizierungen können immer noch nicht ausgeschlossen werden, da die Nachverfolgung der Kontaktpersonen noch nicht abgeschlossen sei. Vorbeugend stehen nun alle 150 Schüler und Lehrer unter Quarantäne.

Update, Dienstag (13. Oktober), 13.38 Uhr: Eine renitente Maskenverweigererin hat am Montag für einen Polizeieinsatz in Mülheim gesorgt. Sie schlug zunächst einen Mann, der sie in einem Supermarkt auf die Maskenpflicht aufmerksam gemacht hatte, fuhr den Mann sogar auf dem Parkplatz mit dem Auto an. Die herbeigerufene Polizei hatte die Frau (66) ebenfalls mit ihrem Stock und Fäusten zu attackieren. Die Frau wurde in der Folge in ein „Fachkrankenhaus“ eingeliefert, berichtet die Polizei.

Coronavirus in NRW: Laumann kritisiert Beherberbungsverbote in anderen Bundesländern

Update, Dienstag (13. Oktober), 12.53 Uhr: Nordrhein-Westfalen wird das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Risikogebieten auch weiterhin nicht umsetzen. Das kündigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag in Düsseldorf an. Solche Verbote machten nach seinem Wissen „keinen Sinn, weil sie nicht dazu beitragen, die Ansteckungsketten zu verlangsamen“.

Laumann betonte: „Wir müssen aufpassen, dass wir für das, was wir machen, die Akzeptanz behalten.“ Viele Corona-Maßnahmen seien in den vergangene Monaten zwar akzeptiert worden. „Aber diese Maßnahme hat sehr viel Akzeptanz kaputtgemacht“, sagte er mit Blick auf das Beherbergungsverbot.

Es gebe aber inzwischen auch aus der Medizin Wortmeldungen zum Thema Beherbergungsverbote, die die Position Nordrhein-Westfalens bestärkten. Die meisten Bundesländer haben allerdings beschlossen, dass Menschen aus Orten mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen bei Reisen innerhalb Deutschlands nur dann beherbergt werden dürfen, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen können.

Coronavirus in NRW: Ärzte raten dazu, sich für schnelle Tests direkt an Labore zu wenden

Update, Dienstag (13. Oktober), 10.55 Uhr: Der Hausärzteverband Nordrhein empfiehlt Bewohnern von Corona-Risikogebieten in NRW, die eine Deutschland-Reise planen, sich für einen Corona-Test direkt an ein Labor zu wenden. „Das erhöht zumindest die Chance, dass man noch rechtzeitig ein Ergebnis bekommt, das im Urlaubsort auch anerkannt wird“, sagte Oliver Funken, Präsident des Verbands, der Düsseldorfer Rheinischen Post (Dienstag). „Die Tests dürfen ja nicht älter als 48 Stunden sein, in der Regel benötigen die Labore, die ja schon am Limit arbeiten, sehr viel länger.“

Coronavirus in NRW: Laschet will sich mit Oberbürgermeistern und Landräten austauschen

Update, Dienstag (13. Oktober), 10.35 Uhr: Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will sich am Freitag (16. Oktober) bei einem Corona-Gipfel mit allen Oberbürgermeistern und Landräten austauschen. Bei der Video-Konferenz sollen die neuen Regeln für NRW erläutert und Ergebnisse einer Schalte der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgestellt werden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen.

Update, Dienstag (13. Oktober), 9.20 Uhr: In NRW dürfen bei Familienfeiern oder Hochzeiten außerhalb der eigenen vier Wände grundsätzlich nur noch 50 Gäste anwesend sein. Ein entsprechender Erlass für alle Kommunen ging am Montag (12. Oktober) an die Bezirksregierungen. Einheitliche Regeln gibt es damit auch für Kreise und Städte, in denen die wichtige Neuinfektions-Kennzahl über 35 oder gar 50 steigt. Zunächst gilt unter anderem eine Maskenpflicht auch am Sitzplatz bei Konzerten oder Sportveranstaltungen. Ab der 50er-Marke sollen die Kommunen auch Sperrstunden verhängen.

Coronavirus in NRW: Immer mehr Städte und Kommunen sind jetzt Risikogebiet

Update, Dienstag (13. Oktober), 7 Uhr: Immer mehr Städte in NRW sind jetzt laut der um Mitternacht aktualisierten Liste des Robert Koch-Instituts Corona-Risikogebiet. Waren es am Montag zum selben Zeitpunkt noch neun Städte, sind es jetzt 12. Hier ist die Liste mit den aktuellen Risikogebieten in Nordrhein-Westfalen:

Stadt /Kreis7-Inzidenz am 13. Oktober um 0 Uhr (Quelle: RKI)
Kreis Recklinghausen59,4
Gelsenkirchen58,9
Herne99,1
Kreis Unna61,5
Hagen70
Hamm58,4
Duisburg54,5
Düsseldorf55
Wuppertal69
Solingen61,5
Leverkusen62,3
Köln66

Update, Montag (12. Oktober), 21.05 Uhr: In Dortmund liegt der Inzidenz-Wert derzeit bei 36,8. Trotzdem hat die Stadt Dortmund harte Maßnahmen getroffen, damit sich das Coronavirus* nicht weiter verbreiten kann. Unter anderem bedeutet das nun eine Maskenpflicht auf der beliebten Einkaufsstraße Westen- und Ostenhellweg.

Update, Montag (12. Oktober), 20.55 Uhr: Auch in Bochum steigen die Infektionszahlen mit dem Coronavirus weiter an. Bereits am Freitag (9. Oktober) hat die Stadt daher einen Stufenplan mit Reglungen aufgestellt, die dazu beitragen sollen, die Ansteckung mit dem Virus einzudämmen.

Stadt Bochum legt Corona-Konzept vor und bekommt keine Rückmeldung

Möglichst zeitnah sollte diese Regeln durchgesetzt werden - doch die Stadt Bochum hat auch heute noch keinerlei Rückmeldung des Landes NRW bekommen. Der Großteil der neuen Infektionen sei darauf zurückzuverfolgen, dass sich bei privaten Feiern nicht an die Hygiene-und Abstandsregeln gehalten werden, erklärt die Stadt in einer Pressemitteilung. Daher hat das Ordnungsamt auch private Feiern kontrolliert, wo zwei Verstöße festgestellt worden sind.

In Bochum haben sich dreizehn Menschen mit dem Coronavirus neu infiziert - damit steigt die Gesamtzahl auf 1.543 Fälle. Der Inzidenz-Wert liegt bei 42,5 und übertritt damit die erste Warnstufe.

Update, Montag (12. Oktober), 20 Uhr: Bewohner aus mittlerweile zehn Städten in NRW haben in einigen Bundesländern Schwierigkeiten, wenn es um Übernachtungen geht - es herrscht ein Beherbergungsverbot. Doch dieses ist nicht nur in der Bevölkerung* umstritten, sondern auch in der Politik.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fordert nun ein einheitliches Vorgehen. „Wenn es um Mobilität geht und keine einheitlichen Regeln da sind, dann (...) untergräbt das Akzeptanz“, so der Politiker. Daher sei es wichtig, dass man Mittwoch auf einen gemeinsamen Nenner kommen würde. An dem Tag berät sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Länderchefs über Corona-Maßnahmen.

Update, Montag (12. Oktober), 18.50 Uhr: Die Stadt Düsseldorf hat heute den Inzidenz-Wert von 50 überschritten. Mit einem Wert von 54,8 gilt die Landeshauptstadt von NRW nun als Risikogebiet. Ab morgen greift daher die neue Schutzverordnung, die der Krisenstab der Stadt heute festgelegt hat.

Düsseldorf wird zum Risikogebiet: Verschärfte Maßnahmen soll Coronavirus eindämmen

Ab 1 Uhr gilt für Restaurants und Kneipen in Düsseldorf die Sperrstunde - dann müssen alle Lokale schließen. In der Öffentlichkeit dürfen sich jetzt nur noch höchstens fünf Personen treffen. Bei Feiern im öffentlichen Raum wird die Zahl der Teilnehmer auf 25 beschränkt. Ausnahmen gibt es nur mit einem Hygienekonzept und Genehmigung der Stadt Düsseldorf.

Als Einwohner von Düsseldorf wird das Reisen nun zur Herausforderung. In einigen Bundesländern gibt es ein Beherbergungsverbot für Personen aus Risikogebieten. Ausnahme: Man verfügt über einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Update, Montag (12. Oktober), 17.50 Uhr: Die Stadt Dortmund meldet für den heutigen Tag 20 neue positive Testergebnisse. Sechs Infizierte würden aus vier familiären Zusammenhängen kommen. Die anderen 14 Fälle seien voneinander unabhängig, wie die Stadt Dortmund in einer Pressemitteilung bekannt gibt.

Coronavirus in Dortmund: 20 neue Fälle - Schulklasse in Quarantäne

An der Petri-Grundschule ist ein positiver Fall aufgetreten. Eine Klasse und drei Lehrkräfte befinden sich in Quarantäne. Der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert beträgt laut RKI für die Stadt Dortmund 36,8 und überschreitet damit weiterhin die erste Warnstufe.

Update, Montag (12. Oktober), 16.25 Uhr: Am Dienstag (13. Oktober) tritt die deutsche Fußballnationalmannschaft in der Nations-League-Partie gegen die Schweiz an. Wegen der weiterhin steigenden Infektionen in Köln, wo das Spiel ausgetragen wird, werden die Zuschauer jetzt jedoch vor dem Stadion stehen müssen - das Spiel wird als Geisterspiel stattfinden.

Köln ist Risikogebiet: Fußballspiel der deutschen Nationalmannschaft ohne Zuschauer

Wie der Deutsche Fußball-Bund heute bekannt gab, wird kein Antrag auf 300 Zuschauer gestellt werden. Am vergangenen Mittwoch wurden diese noch in der Köln Arena zugelassen. Da Köln jedoch nun mit einem Inzidenz-Wert von 66,3 als Risikogebiet gilt, wird auf den Antrag verzichtet.

Update, Montag (12. Oktober), 15.45 Uhr: Während immer mehr Weihnachtsmärkte im Ruhrgebiet zum Opfer der Corona-Pandemie* werden, bereitet sich das Centro Oberhauen weiterhin auf seinen beliebten Weihnachtsmarkt vor. Auch wenn die Attraktion von der Stadt Oberhausen noch nicht genehmigt worden ist, soll das Aushängeschild, das große Riesenrad, so groß werden, wie noch nie zuvor. Dafür fangen bereits am 19. Oktober die Aufbauarbeiten an.

Prüfungen während Corona-Pandemie: Gerichtsurteil nach Klage von Schülerin aus Niedersachsen

Update, Montag (12. Oktober), 15.15 Uhr: Ein Gerichtsentscheid hat nun Auswirkungen auf viele Schulen des Landes. Eine Schülerin aus Niedersachsen hat ihre Realschule verklagt, weil sich die Schülerin durch die Corona-Pandemie nur unzureichend unterrichtet gefühlt habe und das aber nicht bei ihrer Benotung berücksichtigt worden sei. Das Gericht in Braunschweig wies die Klage ab. Schulen dürfen bei der Benotung von Prüfungen nur die erbrachte Leistung bewerten und nicht die Umstände.

Update, Montag (12. Oktober), 14.10 Uhr: Eine weitere Schule in Unna ist von Corona betroffen, teilt die Stadt am Montag mit. Am Geschwister-Scholl-Gymnasium sind zwei Schüler, 7. Jahrgang und Q2, positiv auf das Covid-19-Virus getestet worden.

Am Wochenende waren die positiven Testergebnisse bekannt geworden. Diejenigen Schüler, die umgehend nach Bekanntgabe des Ergebnisses als Kontaktpersonen ermittelt worden waren, werden am Montag (12. Oktober) und Dienstag (13. Oktober) auf Corona getestet.

Im Jahrgang 7 sind 35 Schüler plus 7 Lehrkräfte von der 14-tägigen Quarantäne betroffen, in der Stufe Q2 müssen sich 60 Schüler sowie drei Lehrkräfte in Quarantäne begeben.

Corona in NRW: Hochburg Herne zufrieden mit Wochenende

Update, Montag (12. Oktober), 13.54 Uhr: Die Stadt Herne hat ein positives Fazit nach dem Wochenende gezogen. 35 angemeldete Feiern waren von den Ordnungsbehörden kontrolliert worden. „Dabei wurde festgestellt, dass bis auf acht alle von den Gastgebern abgesagt worden waren“, teilte die Stadt am Montag mit. Bei den stattgefundenen Feiern habe es keine Beanstandungen gegeben. Herne weist am Montag eine 7-Tage-Inzidenz von 86,3 auf.

Coronavirus in NRW: Duisburg teilt Maßnahmen gegen steigende 7-Tage-Inzidenz mit

Update, Montag (12. Oktober), 13.11 Uhr: Duisburg, das seit dem heutigen Montag (12. Oktober) auch Risikogebiet ist, hat neue Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Zahlen bekannt gegeben. Die Stadt weist derzeit einen Inzidenzwert von 50,1 auf. Folgende Änderungen treten ab Dienstag (13. Oktober) in Kraft:

  • Die maximale Größe für Feiern außerhalb privater Wohnungen wird ohne Ausnahme auf 25 Personen festgelegt
  • Maskenpflicht in öffentlichen Gebäuden sowie auf Märkten
  • Die maximale Gruppengröße im öffentlichen Raum beträgt fünf Personen. Dies gilt nicht nur im Freien, sondern zum Beispiel auch in Gaststätten und Restaurants (Ausnahme: gemeinsame Haushalte)
  • Maximal 150 Zuschauer bei sportlichen Veranstaltungen (vorher: 300).

Stadt und Polizei in Duisburg kündigten am Montag in einer Mitteilung an, die Maßnahmen intensiv zu kontrollieren.

Update, Montag (12. Oktober), 11.34 Uhr: Wie ist die Lage aktuell eigentlich in der größten Stadt des Ruhrgebiets, in Dortmund? Dort meldet das Robert Koch-Institut am Montag eine 7-Tage-Inzidenz von 38,6. Damit zeigt sich eine leicht ansteigende Tendenz. Am Sonntag hatte dieser Wert noch bei 36,2 gelegen. 76 Menschen hatten sich am Wochenende insgesamt neu mit dem Coronavirus infiziert. Zurzeit werden in Dortmund 23 Corona-Patienten stationär behandelt, darunter drei intensivmedizinisch (ohne Beatmung).

Unna und Recklinghausen: Zwei NRW-Kreise sind Corona-Risikogebiet

Update, Montag (12. Oktober), 11.27 Uhr: Zwei große Kreise im Ruhrgebiet sind aktuell Risikogebiete: Unna und Recklinghausen*. Während in Unna bereits erste Maßnahmen greifen, gibt es in Recklinghausen noch ein paar Unklarheiten.

Update, Montag (12. Oktober), 11 Uhr: Ab heute tritt in Essen eine neue Allgemeinverfügung in Kraft. Sie hält weitere Einschränkungen für die Bürger der Stadt bereit. Die Stadt im Ruhrgebiet hatte am Wochenende eine 7-Tage-Inzidenz von 57,7 erreicht. Am Montag kletterte dieser Wert auf 61,8.

Die Allgemeinverfügung regelt unter anderem, dass private Veranstaltungen im öffentlichen Raum ab Montag (12. Oktober) nur noch mit maximal 25 Personen zulässig sind. Wichtig ist außerdem, dass ab heute eine Gruppe, die sich im öffentlichen Raum treffen möchte, nur noch aus höchstens sechs Personen bestehen darf. Bisher waren es zehn Personen aus unterschiedlichen Haushalten.

Coronavirus in NRW: Düsseldorf steht kurz vor Erreichen des kritischen Inzidenz-Werts

Update, Montag (12. Oktober), 9 Uhr: Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt Düsseldorf steht in der Corona-Pandemie kurz vor der wichtigen Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Wie aus den Angaben des Robert Koch-Instituts vom Montagmorgen hervorgeht, lag der Wert bei 49,2.

Update, Montag (12. Oktober), 8.57 Uhr: In Dortmund steht das neue Corona-Testmobil vor seiner Einführung. Es soll künftig Schulen und Kitas im Stadtgebiet anfahren und dort schnell und bequem Abstriche anbieten, ohne dass Schüler und Angestellte niedergelassene Ärzte oder Testzentren aufsuchen müssen. Die Stadt will mit dem Testmobil Infektionsketten schnell unterbrechen.

Coronavirus in NRW: Neun Kommunen sind jetzt Risikogebiet

Update, Montag (12. Oktober), 7.44 Uhr: Nun meldet auch Duisburg die Überschreitung von 50 Corona-Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Damit ist die Stadt am Rhein laut Robert Koch-Institut Risikogebiet. Diese weiteren Städte im Ruhrgebiet und in NRW sind derzeit ebenfalls Risikogebiete, weil sie den kritischen Wert von 50 überschreiten:

Stadt/KreisFälle letzte 7 Tage/100.000 Einwohner (Quelle: RKI)
Hamm55
Kreis Unna58,2
Kreis Recklinghausen62,7
Essen61,8
Duisburg50,1
Wuppertal60,5
Solingen69,1
Köln66,3
Herne86,3

In ganz NRW ist der Grenzwert von 50 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen noch nicht überschritten. Das RKI nennt aktuell die Zahl von 36,8. Damit hat das bevölkerungsreichste Bundesland lediglich den ersten kritischen Wert von 35 überschritten.

Update, Montag (12. Oktober), 6.32 Uhr: Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat Unterstützung für den Vorstoß von CSU-Chef Markus Söder für bundesweit ähnliche Bußgelder bei Corona-Verstößen signalisiert. „Dass wir die Bußgelder ähnlich handhaben, dass wir auch das Bestrafen vom Verletzen der Quarantäneregeln ähnlich handhaben, ich glaube, das ist ein guter Gedanke. Ich könnte mir auch vorstellen, dass wir da zu gemeinsamen Beschlüssen kommen“, sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend im ZDF-“heute journal“.

Am Mittwoch (14. Oktober) wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten erneut über Maßnahmen in der Corona-Pandemie beraten. „Lokal weiter handeln mit den örtlichen Gesundheitsämtern, aber vergleichbare Regeln in ganz Deutschland haben - das ist das Ziel, dem wir uns auch am Mittwoch mit der Bundeskanzlerin widmen wollen“, sagte Laschet.

Update, Sonntag (11. Oktober), 17.32 Uhr: Nordrhein-Westfalen will die Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Corona-Hotspots vereinheitlichen. Sobald ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt in NRW die Grenze von 50 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschreite, sollen sich dort nur noch bis zu fünf Personen aus verschiedenen Haushalten in der Öffentlichkeit treffen dürfen.

Coronavirus in NRW: Einheitliche Regeln für Corona-Hotspots beschlossen

Außerdem sollen in diesem Fall Öffnungszeiten von Kneipen und Restaurants eingeschränkt werden. Für öffentliche Veranstaltungen sollen strengere Obergrenzen für die Teilnehmerzahl gelten. Für Feiern in privaten Räumen soll die Teilnehmerzahl dann auf 25 begrenzt werden.

In Kommunen, die den sogenannten Vorwarn-Wert von 35 überschreiten, sollen zudem alle Altenheim-Bewohner und das Personal der Einrichtungen einmalig komplett auf das Coronavirus getestet werden, kündigte der Ministerpräsident an.

Update, Sonntag (11. Oktober), 17.03 Uhr: Soeben hat die Stadt Dortmund die tagesaktuellen Fallzahlen zum Coronavirus (SARS-CoV-2) veröffentlicht. Insgesamt zählt die Stadt 2.386 Infektionen - ein Plus von 21 im Vergleich zum Vortag.

Coronavirus in NRW: Dortmund meldet 21 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2

Acht Neuinfektionen seien insgesamt vier familiären Zusammenhängen zuzuordnen, fünf weitere stammen von Reiserückkehrern. 1.984 Personen gelten mittlerweile wieder als genesen. Da sich die Zahl der Covid-19-Todesfälle nicht verändert hat, sind aktuell 381 Personen mit dem Coronavirus infiziert.

Zurzeit werden in Dortmund 23 Corona-Patienten stationär behandelt, darunter drei intensivmedizinisch ohne Beatmung. Aufgrund eines positiven Falls im Kath. Kindergarten St. Barbara bleibt die Einrichtung am morgigen Montag (12. Oktober) geschlossen.

Der verbindliche Inzidenzwert des Robert Koch-Instituts liegt in Dortmund zurzeit bei 36,2 und wird täglich um 0 Uhr aktualisiert.

Update, Sonntag (11. Oktober), 16.27 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) appellierte am Sonntag an die Bürger, sich an die Corona-Regeln zu halten. „Viele sind zu leichtfertig geworden. Und jeder einzelne trägt dazu bei, dass wir das Virus bekämpfen.“

Coronavirus in NRW: Armin Laschet appelliert an die Bürger in Nordrhein-Westfalen

Die Menschen müssten jetzt bei privaten Feiern Opfer bringen, damit Schulen und Kitas geöffnet bleiben könnten und das öffentliche Leben nicht erneut zum Erliegen komme. „Verzichten Sie jetzt auf Feiern auf engem Raum. Jeder, der im Moment etwas zu feiern hat, sollte dieses in diesen Zeiten unterlassen. Wir müssen alle jetzt vorsichtig sein“, mahnte Laschet. „Wenn wir jetzt alles richtig machen, wird es keinen zweiten Lockdown geben.“

Besonders in die Verantwortung nahm der Ministerpräsident junge Menschen, denn in der Altersgruppe der 20 bis 29-Jährigen gibt es in NRW im Moment besonders viele Corona-Fälle. Häufig sind sie den Behörden zufolge auf Partys und große Feste zurückzuführen. „Es ist eine solidarische Pflicht auch der Jungen, nicht nur an sich zu denken“, mahnte Laschet. Denn leicht könnten sie ihre Eltern und Großeltern anstecken, die mit den Folgen einer Covid-19-Erkrankung meist viel stärker zu kämpfen hätten als die Jungen selbst.

Update, Sonntag (11. Oktober), 15.46 Uhr: Nordrhein-Westfalen will die Teilnehmerzahl bei privaten Feiern landesweit auf 50 Menschen begrenzen. Das kündigte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Sonntag nach einer Sondersitzung des nordrhein-westfälischen Kabinetts in Düsseldorf an. Hintergrund sei die landesweit steigende Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus.

Update, Sonntag (11. Oktober), 15.36 Uhr: Neue Zahlen gibt es auch von der Stadt Bochum. Im Vergleich zum Vortag sind 19 Neuinfektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) registriert worden. Insgesamt liegen der Stadt seit Beginn der Pandemie somit 1.530 positive Testergebnisse vor.

Coronavirus in NRW: Bochum meldet 19 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2

Derweil ist die Zahl der Genesenen um zwei auf insgesamt 1.299 gestiegen. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle bleibt unverändert bei 28, sodass aktuell 203 Personen infiziert sind. Die 7-Tage-Inzidenz in Bochum ist von 38,0 auf 39,0 angestiegen.

Update, Sonntag (11. Oktober), 14.51 Uhr: Die Stadt Essen hat die tagesaktuellen Fallzahlen zum Coronavirus (SARS-CoV-2) veröffentlicht. Am heutigen Sonntag zählt die Ruhrgebietsstadt insgesamt 2.507 positive Testergebnisse und somit 31 mehr als am Samstag.

Coronavirus in NRW: Stadt Essen meldet aktuelle Fallzahlen zu SARS-CoV-2

Die Zahl der Genesenen ist im gleichen Zeitraum um 25 auf insgesamt 2.101 gestiegen. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle bleibt unverändert bei 49. Somit sind in Essen aktuell 357 Personen erkrankt.

Das Robert Koch-Institut gibt den Inzidenzwert für Essen mit 57,3 an - die Stadt selbst bezifferte ihn am Morgen mit 51,4. In jedem Fall ist die kritische Grenze von 50 überschritten, was für weitere Einschränkungen sorgt (siehe Update von 10.30 Uhr). Somit tritt ab Montag (12. Oktober) die neue Allgemeinverfügung in Kraft.

Update, Sonntag (11. Oktober), 14.04 Uhr: In der ersten Nacht mit verschärften Corona-Einschränkungen für Feiernde in Köln hat die Polizei nicht wegen größerer Verstöße ausrücken müssen. Anders als an vergangenen Wochenenden habe das Ordnungsamt keine Amtshilfe bei Platzräumungen angefordert, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.

Coronavirus in NRW: Ruhige erste Nacht nach Corona-Verschärfung in Köln

Nach Angaben eines dpa-Fotografen war auf den Partymeilen in der Kölner Innenstadt am Samstag spürbar weniger Betrieb als an den vergangenen, allerdings auch wärmeren Wochenendnächten.

Update, Sonntag (11. Oktober), 13 Uhr: Das Coronavirus breitet sich in Deutschland und NRW rasant aus. Die Behörden sind angesichts des diffusen Infektionsgeschehens besorgt. Mancherorts fühlt man sich an die Corona-Situation im März erinnert*.

Alle Entwicklungen zum Coronavirus in NRW aus der vergangenen Woche gibt es hier*. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Tobias Schwarz/dpa

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