Schneller durchs Impfzentrum

Termin für Corona-Impfung in NRW: Wichtige Dokumente vorab downloaden und unbedingt lesen

  • vonFlorian Forth
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Damit es bei der Corona-Impfung schneller geht, kann man sich in NRW wichtige Dokumente bereits vorab herunterladen, durchlesen und manchmal auch schon ausfüllen. So spart man im Impfzentrum Zeit und Nerven.

NRW – Tausende Menschen in Nordrhein-Westfalen* warten aktuell noch auf ihre Corona-Impfung. Wenn der Termin näher rückt, kann es sich lohnen, wichtige Dokumente wie den Anamnesebogen oder das Aufklärungsblatt bereits vorher durchgelesen zu haben, berichtet RUHR24*.

VirusCoronavirus (Sars-CoV-2)
ErkrankungCovid-19

Corona-Impfung in NRW: Wichtige Dokumente vor dem Impftermin herunterladen und durchlesen

Denn vor der Impfung gegen das Coronavirus* bekommt man auch in NRW zuerst einiges an Unterlagen, die es zu lesen und zu verstehen gilt. Im „Aufklärungsmerkblatt zur Schutzimpfung gegen Covid-19“ ist etwa grundsätzliches zur Erkrankung und der Impfung erklärt. Dort ist auch nachzulesen, welche Impfstoffe es gibt und wie diese verabreicht werden.

Zudem findet man Informationen darüber, was nach der Impfung gegen Covid-19 zu beachten ist und welche Reaktionen auftreten können. So sind beispielsweise Schmerzen an der Einstichstelle oder Kopfschmerzen recht häufige Impfreaktionen. Sehr selten sind etwa die bei Astrazeneca berichteten Thrombosen. Das Aufklärungsmerkblatt muss vom Impfling ausgefüllt und unterschrieben sowie vom Arzt gegengezeichnet werden.

Herunterladen kann man sich die Dokumente unten auf dieser Seite der KVWL (Stand: 3. Mai 2021).

Corona-Impfung: Nicht alle Impfzentren in NRW nehmen ausgefüllte Zettel an

Doch Vorsicht: Einige Impfzentren in NRW, etwa das im Kreis Recklinghausen, nehmen vorab ausgefüllte Dokumente nicht an. Der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) ist bekannt, dass das Vorgehen regional sehr unterschiedlich ist. Sie empfiehlt jedoch, sich die Unterlagen zuvor zumindest durchzulesen. „Man hat sie dann im Zentrum sehr viel schneller ausgefüllt“, sagt Heike Achtermann, Pressesprecherin der KVWL.

Außerdem kann man so mit dem Impfarzt auch besser etwaige Fragen zu Vorerkrankungen oder Allergien klären. Die Unterlagen müssen auch regelmäßig überarbeitet werden, etwa wenn neue Impfstoffe zugelassen sind. Ob es sich lohnt, vorab ausgefüllte Impfdokumente mitzubringen kann man im Zweifel telefonisch beim Impfzentrum erfragen.

Corona-Impfung: Dokumente für Vektor- und mRNA-Impfstoff unterschieden sich – Download

Zu finden ist beim Klick auf den Link auch die sogenannte „Einwilligungserklärung“ zur Impfung gegen Covid-19. Doch Vorsicht: Hier gibt es zwei verschiedene Dokumente zum Download:

Wer mit dem Impfstoff von Astrazeneca oder dem Einmal-Vakzin von Johnson&Johnson geimpft werden soll, muss die „Einwilligungserklärung für Vektor-Impfstoff“ ausfüllen. Wer Comirnaty von Biontech oder den Impfstoff von Moderna bekommt, füllt vor der Impfung das Dokument für mRNA-Impfstoff aus.

Die Einwilligungserklärungen in NRW sind auch farblich gut voneinander zu unterscheiden: Vektor-Impfstoff blau, mRNA-Impfstoff orange. Auch hier ist vor der Corona-Impfung im Impfzentrum oder beim Arzt eine Unterschrift nötig.

Corona-Impfung in NRW: Anamnese-Bogen ist besonders wichtig

Zuletzt muss noch der Anamnese-Bogen ausgefüllt werden. Dieser gleicht sich bei beiden Impfstoffarten und fragt etwa ab, ob jemand bereits geimpft wurde oder zuvor schon an Covid-19 erkrankt war. Zudem wird abgefragt, ob eine andere akute Erkrankung mit Fieber vorliegt.

Die Anamnese kann man sich bereits vor der Corona-Impfung durchlesen.

Wichtig ist für die Ärzte zudem, ob der Impfling an chronischen Krankheiten oder einer Immunschwäche leidet. Auch Allergien oder Blutgerinnungsstörungen werden hier abgefragt und sollten in jedem Fall wahrheitsgemäß beantwortet werden. Der Anamnesebogen muss nur ausgefüllt, aber nicht unterschrieben werden.

Corona-Impfung in NRW: Zum Schluss gibt es die Impfbescheinigung

Zusammengefasst wird die erste erfolgte Impfung gegen das Coronavirus (Sars-CoV-2)* mit der Impfbescheinigung. Hier sind unter anderem Ort und Zeit der Impfung sowie der verwendete Impfstoff und persönliche Daten festgehalten. Zudem wird abgezeichnet, ob alle der obigen Dokumente vorliegen und vollständig sind.

Ganz wichtig: Die Impfbescheinigung muss (außer bei Janssen/Johnson&Johnson) zum zweiten Termin mitgebracht werden. Eine erneute Aufklärung und Einwilligung zur Impfung sind dann jedoch nicht mehr nötig.

Corona-Impfung: Impfpass, Maske, Ausweis – Was muss ich alles mitbringen?

Doch die Unterlagen für die Corona-Impfung sind nicht alles, was man für die Impfung braucht. Daher kann es Sinn ergeben, diese bereits vorher auszufüllen, anstatt damit erst im Impfzentrum oder in der Arztpraxis zu beginnen. Das sollte man jedoch vorher erfragen.

Menschen warten in einem Impfzentrum auf ihre Corona-Impfung.

Denn neben den Unterlagen sind noch weitere Dokumente und Dinge zum Corona-Impftermin mitzubringen, rät die Kassenärztliche Vereinigung:

  • Terminbestätigung mit QR-Code (falls vorhanden)
  • Personalausweis (oder anderer Lichtbildausweis)
  • Medizinische Maske (OP-Maske, FFP-2, KN95/N95)
  • Krankenkassenkarte (wenn vorhanden)
  • Impfpass (wenn vorhanden)
  • medizinische Unterlagen (etwa Herzpass, Diabetikerausweis, Medikamentenliste – falls vorhanden)
  • Anamnese- und Einwilligungsbogen (wenn vorhanden)
  • Aufklärungsmerkblatt (wenn vorhanden)
  • Attest des Arztes (nur für chronisch Kranke)

Aktuell wird in NRW noch die Prio-Gruppe 2 geimpft. Ab Mai sollen die Corona-Impfungen in Gruppe 3* starten. Dann bekommen auch Angestellte im Lebensmitteleinzelhandel und der kritischen Infrastruktur den Impfstoff. Ab Juni soll die Impfpriorisierung komplett aufgehoben werden. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa, Screenshot: KVWL; Collage: RUHR24

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