Was bedeutet das für Touristen?

Corona-Zahlen in den Niederlanden schießen hoch – Gruppe verweigert Impfung

  • VonVictoria Maiwald
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Ausgerechnet in den Herbstferien ziehen die Corona-Zahlen in Holland wieder an. Das liegt auch an einer speziellen Gruppe, die die Impfung gegen das Virus verweigert.

Dortmund – In den Herbstferien einen Ausflug in das NRW-Nachbarland Holland machen – oder besser nicht? Obwohl es nur noch wenige Corona-Regeln in den Niederlanden* gibt, ist die Lage angespannt. Die Holländer befürchten eine neue Corona-Welle, wie RUHR24* berichtet.

LandNiederlande
HauptstadtAmsterdam
Bevölkerung17,44 Millionen (2020)

Corona in Holland: Lage in den Niederlanden spannt sich zunehmend an

Die Neuinfektionen mit dem Coronavirus* nehmen in den Niederlanden wieder zu. Wo die Lage zunächst entspannt schien, steigen die Infektionen wieder rasant. Teilweise lagen die Zahlen der Neuinfektionen in einer Oktoberwoche um 62 Prozent höher als in der vorhergehenden Woche. Das ist laut Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM der höchste Anstieg seit Juli.

Laut Deutscher Presse-Agentur (DPA) gab es landesweit in Holland am 14. Oktober 3.746 neue Infektionen – und damit fast doppelt so viele wie eine Woche zuvor. Auch die Anzahl der Corona-Patienten und -Patientinnen bestätigt den Trend (mehr News aus Holland* bei RUHR24).

Über 500 Covid-19-Patienten wurden in der vergangenen Woche in den Niederlanden behandelt. Davon lagen über 130 auf Intensivstationen. Auch in NRW ist die 7-Tage-Hospitalisierung inzwischen ein wichtiger Corona-Wert*. Die Niederlande haben die Alarmstufe inzwischen auf „besorgniserregend“ angehoben.

Coronavirus in den Niederlanden: Eine Gruppe in Holland lehnt die Impfung strikt ab

Die meisten Infektionen wurden in Großstädten registriert. Doch auch andere Regionen fallen negativ auf. Einige Orte, in denen streng gläubige Protestantinnen und Protestanten leben, kämpfen ebenfalls mit vielen Neuinfektionen. Zahlreiche orthodoxe Calvinisten im sogenannten „Biblebelt“ (Bibelgürtel) lehnen eine Impfung gegen das Coronavirus strikt ab.

Dabei sorgen die Menschen, die im sogenannten Bibelgürtel leben, nicht das erste Mal für Negativschlagzeilen, wie die Rheinische Post berichtet. Demnach hielten die Gläubigen dort stoisch an teilnehmerstarken Gottesdiensten fest. In der Region, die sich von Südholland bis zum Ijsselmeer im Norden erstreckt, leben rund 500.000 strenggläubige Christen.

Corona in Holland: Strenggläubige Christen lehnen die Impfung ab – Politiker säen Misstrauen

Die Abneigung gegen die Impfung spiegelt sich auch in Zahlen wider. Während in den gesamten Niederlanden rund 68 Prozent der Einwohner gegen das Virus geimpft ist, sind es zum Beispiel in der Gemeinde Staphorst, die auch zum sogenannten Bibelgürtel zählt, lediglich 56 Prozent. In einigen Gemeinden liegen die Sieben-Tage-Inzidenzen im hohen dreistelligen, teilweise sogar im vierstelligem Bereich.

Die Gründe? Laut Rheinischer Post misstrauen die orthodoxen Calvinisten dem Impfstoff und würden ihr Schicksal vorzugsweise in die Hände Gottes legen. Auch die örtlichen Bürgermeister und Lokalpolitiker äußern sich teilweise kritisch gegenüber der Impfung und stärkt das Misstrauen.

Immer mehr Corona-Infizierte liegen in Holland im Krankenhaus (Symboldbild).

Trotz hoher Corona-Zahlen: Leben verläuft normal – Deutsche brauchen bei Einreise Nachweise

Doch obwohl die Zahlen teilweise alarmierend sind, ist zunächst nicht mit neuen Corona-Regeln in Holland zu rechnen. Erst kürzlich wurden viele Regeln gekippt und in den Niederlanden verläuft das Leben weitgehend normal (mehr News zum Coronavirus in NRW bei RUHR24*).

Die Abstandsregel wurde aufgehoben und die Maskenpflicht gilt nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln. Ähnlich wie in Deutschland müssen Besucher von Gaststätten, Kultur- und Sportveranstaltungen in den Niederlanden mit einem Corona-Pass* nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind. Auch bei der Einreise müssen Besucher einen dieser Nachweise vorlegen können. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Remko de Waal/AFP

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