Raser und Tuner

"Car-Freitag": Trotz Coronavirus-Pandemie erwartet Polizei zahlreiche Treffen in NRW - Raser drohen höhere Strafen

Der "Car-Freitag" wird trotz des Coronavirus am heutigen Karfreitag stattfinden. Davon geht die Polizei aus. Aus diesem Grund drohen höhere Strafen als sonst. 

  • Für die Tuner-Szene ist Karfreitag Anlass für größere Treffen  - der "Car-Freitag" steht dann an.
  • Die Polizei in NRW warnt davor, insbesondere in Zeiten des Coronavirus.
  • In diesem Jahr drohen noch höhere Strafen, als zuletzt.

Dortmund - Der Karfreitag ist in Deutschland eigentlich ein "stiller Feiertag". Große Veranstaltungen sind verboten, es geht ruhig zu. Außer in gewissen Kreisen der Tuner-Szene. Diese feiert am Karfreitag alljährlich den "Car-Freitag" mit größeren Treffen und Schaulaufen. Die Polizei in NRW erwartet trotz Coronavirus* wieder Treffen im ganzen Land, berichtet RUHR24.de*.

In Dortmund etwa bereiten sich die Behörden auf illegal umgebaute Autos, riskante Rennen und nervtötenden Lärm für Anwohner vor.

Car-Freitag: Polizei Dortmund kündigt strenge Kontrollen an

In den vergangenen Jahren hatte die Polizei in Dortmund bereits einige negative Erfahrungen am "Car-Freitag" gesammelt. 202 Autos kontrollierten die Beamten am "Car-Freitag" in Dortmund etwa in 2019*, 64 Verwarngelder wegen des Überschreitens der zulässigen Höchstgeschwindigkeit wurden unter anderem verhängt.

In diesem Jahr ist die Situation in NRW eine andere - das Coronavirus (hier geht es zum NRW-Live-Ticker*) grassiert, es gibt Kontaktsperren. Die Dortmunder Polizei aber rechnet trotz der anhaltenden Corona-Pandemie erneut mit Anreisen aus ganz NRW.

Polizei Dortmund rät Tunern am Karfreitag, zu Hause zu bleiben

Lorenz Schnadt, Leiter der Direktion Verkehr im Polizeipräsidium Dortmund und Chef der Autobahnpolizei, rät Tunern daher einmal mehr, zu Hause zu bleiben. Er erinnert an die vielen Menschen, die derzeit ihr Leben aufgrund des Coronavirus massiv einschränken würden. Schnadt in einer aktuellen Mitteilung der Polizei: "Dann gibt es Leute, die meinen, dass diese Regeln an ihrem Car-Freitag für sie nicht gelten. Denen sagen wir, dass das alles keine gute Idee ist. Und wer nicht hören will, muss fühlen."

In ganz NRW rechnet die Polizei am Karfreitag mit Tunertreffen.

Nicht nur Fahrzeuge und Führerscheine will die Polizei in Dortmund sicherstellen, sondern auch saftige Geldstrafen aussprechen. Nicht nur bei Tempo-Verstößen werde es teuer, warnt die Polizei. Wer so auffällt, muss obendrein mit Gutachterkosten, Abschleppgebühren und im schlechtesten Fall auch mit Anwalts- und Gerichtskosten rechnen. Vierstellige Euro-Beträge können so schnell zusammenkommen.

Polizei will Verkehr in Dortmund an Karfreitag auch verdeckt beobachten

In Dortmund wolle die Polizei auch verdeckt den Verkehr beobachten, heißt es in einer Ankündigung. In den vergangenen Jahren gingen Verkehrssünder der Polizei auf den umliegenden Autobahnen, in der Innenstadt oder an der Brackeler Straße ins Netz.

Am lange Maiwochenende (21. Mai bis 24. Mai) zog die Polizei bei der Kontrolle der Raser eine überraschende Bilanz und hat zudem mehrere neue Erkenntnisse.

Neu in diesem Jahr: Das Coronavirus könnte für noch höhere Strafen sorgen, sollten Teilnehmer des "Car-Freitag" gegen das Infektionsschutzgesetz verstoßen. Zur Erinnerung: Ansammlungen von mehr als zwei Personen und Veranstaltungen unter freiem Himmel sind derzeit strikt verboten.

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Polizei; Collage: RUHR24

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