XXL-Wohnprojekt

Bochum: Neue „Schnäppchen“-Wohnungen sorgen für kleinere Heizrechnung

  • VonKathrin Ostroga
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Eine neue und bezahlbare Wohnung mitten im Ruhrgebiet zu finden, kann schwierig sein. Ein Projekt in Bochum könnte für viele eine Perspektive sein.

Bochum – Flächen für neuen Wohnraum sind oft gefragt. Bei dem Projekt „Ostpark - Neues Wohnen“ sollen Mieter auf ihre Kosten kommen. Allen in der Stadt gefallen die Pläne allerdings nicht, wie RUHR24 schreibt.

BundeslandNordrhein Westfalen
RegionRuhrgebiet
StadtBochum

Neue Wohnungen für Bochum: Das Projekt Ostpark

Insgesamt 43 Hektar groß ist die Fläche der Grundstücke im Ostpark in Altenbochum. Hier entstehen insgesamt mehr als 1.300 neue Wohnungen. Es handelt sich laut der Stadt momentan um das größte Wohnungs-Bauprojekt in Bochum.

Seit Jahren plant die Stadt an dem Projekt „Ostpark - Neues Wohnen“, jetzt hat der erste überregionale Investor einen Bauantrag eingereicht. Es geht um das Grundstück im Westen des Quartiers zwischen Immanuel-Kant Straße und Feldmark.

NRW: Neue „Schnäppchen“-Wohnungen für Jung und Alt in Bochum

Die Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft hat die Fläche von der Stadt Bochum gekauft. 86 neue Wohnungen sollen in sechs Mehrfamilienhäusern entstehen. Die kleinste wird 43 Quadratmeter messen, die größte 124 Quadratmeter.

Somit dürften Singles, Familien, aber auch Rentner fündig werden. Es handelt sich zwar nicht gerade um Sozialwohnungen, aber die Wohnungsgesellschaft stellt sich eine gemischte Zielgruppe vor, schreibt sie in einer Mitteilung.

Schon jetzt steht fest, dass in die Neubausiedlung ein Bäcker mit Café und eine Tagespflegeeinrichtung einziehen. Mit dem Baubeginn will die Gesellschaft laut einer Mitteilung der Stadt Bochum nicht lange warten: Schon für Ende 2022 ist der Baubeginn angesetzt. Zwei Jahre sollen die Arbeiten dauern (mehr News aus NRW bei RUHR24).

Neue barrierefreie Wohnungen in Bochum auf dem Ostpark-Gelände

Die 65 Miet- und 21 Eigentumswohnungen sollen alle barrierefrei werden. Wie genau das umgesetzt wird, verrät die Wohnungsgesellschaft aus NRW bisher nicht.

Der Verkauf und die Vermietung an private Personen haben noch nicht begonnen. Eine Baugenehmigung gibt es ebenfalls noch nicht.

Bochum: Neue klimafreundliche Wohnungen machen die Stromrechnung kleiner

Die neuen Wohnungen von der SWG sollen klimaangepasst sein. Das bedeutet: Ein grüner Innenhof ist vorgesehen, genauso wie ein oberirdisches Entwässerungssystem, welches dafür sorgen soll, dass auf der versiegelten Fläche sich bei Starkregen kein Wasser staut.

Die Gebäude bekommen außerdem eine Fassadenbegrünung. Wie ein Projekt der Stadt Dortmund beweist, sinken in heißen Sommern durch die Pflanzen die Temperaturen.

Die Besonderheit, dass 55 Prozent des Wärmebedarfs der Bewohner direkt aus Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen auf den Dächern entstehen soll, dürfte für Interessierte besonders attraktiv sein. Dadurch wird die Rechnung für Warmwasser oder die Heizung deutlich kleiner ausfallen. E-Autobesitzer sollen die Chance bekommen, direkt in der Tiefgarage zu laden.

Im Ostpark Bochum entstehen neue Wohnungen.

Bochum: Neues Wohngebiet wird bunt und attraktiv für Vögel

Die Fassaden der Häuser sollen bunt, freundlich und ausgefallen werden, mit unterschiedlichen Fenstern. Architektonisch sollen Elemente aus der Gründerzeit umgesetzt werden, damit die neuen Häuser gut in den Stadtteil Altenbochum passen.

Aber nicht nur die menschlichen Bewohner sollen sich wohlfühlen, auch Wohnraum für Vögel ist eingeplant. Dafür werden die Gebäudemauern mit bestimmten Ziegeln ausgestattet, in denen der Mauersegler nistet.

Ostpark Bochum: Neue Wohnungen ärgern Umweltschützer

So schön die neuen Pläne für die zukünftigen Mieter auch sind, Kritik bleibt nicht aus. Zum Beispiel der Naturschutzbeirat der Stadt Bochum ist nicht einverstanden damit, die Flächen im Quartier Ostpark zu versiegeln, wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) schreibt. Auf der Fläche wurden zu dem in den letzten Jahren viele Bäume gefällt, welche wichtig für Tiere und Klima sind.

Rubriklistenbild: © Dreibund Architekten

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