Wartezeiten, Sicherheitskontrolle

Flughafen Köln/Bonn: Was Reisende wissen müssen

  • Oliver Schmitz
    VonOliver Schmitz
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Was müssen Reisende beachten, wenn sie aktuell vom Flughafen Köln/Bonn fliegen? Der Airport informiert jetzt auch über Wartezeiten. Infos im Überblick.

Köln/Bonn – An vielen Flughäfen in Deutschland und Nordrhein-Westfalen müssen Reisende teils lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Die Gründe: Personalprobleme durch Corona, gestrichene Lufthansa- und Eurowings-Flüge oder auch die hohen Passagierzahlen während der Sommerferien. Auch am Flughafen Köln/Bonn mussten Flugreisende zuletzt immer wieder Geduld mitbringen. Die aktuelle Situation und was es zu beachten gilt.

Aktuelle Lage am Flughafen Köln/Bonn – wichtigste Infos im Überblick

► Auf der Website des Flughafens Köln/Bonn gibt es immer die aktuellsten Informationen zur Lage sowie Hinweise zum Verhalten für Reisende. Der Flughafen Köln/Bonn bittet aktuell, „genügend Zeit am Airport“ einzuplanen.

► Die Empfehlung: Passagiere sollten „mindestens gute 2,5 Stunden mehr Zeit“ einrechnen. Flugreisende sollen sich zudem im Vorfeld über die Check-in-Zeiten der jeweiligen Airline informieren.

► Zudem kann man sich online über den Status des Check-in des eigenen Fluges informieren.

► Seit Ende Juli teilt der Flughafen Köln/Bonn die aktuellen Wartezeiten mehrmals am Tag mit.

(Stand: 3. August, 12:12 Uhr, Quelle: Flughafen Köln/Bonn)

Flughafen Köln/Bonn: Kürzere Wartezeiten am letzten Juli-Wochenende – Entlastung verlängert

Seit Beginn der NRW-Sommerferien kam es am Flughafen Köln/Bonn immer wieder zu einem stark erhöhten Reiseaufkommen. Bereits vom Bahnhof oder dem Parkplatz kommend, fällt Reisenden die lange Schlange auf, die zu den Sicherheitskontrollen führt. Eine Entspannung war eigentlich nicht in Sicht. Für das letzte Juli-Wochenende (29. bis 31. Juli) wurde wieder ein großer Ansturm erwartet.

Doch extreme Wartezeiten blieben am Flughafen Köln/Bonn diesmal aus. Länger als 60 Minuten musste niemand anstehen. „Die Wartezeit ist abhängig von der Anzahl der geöffneten Kontrollspuren und kann sich über den Tag ändern“, so der Kölner Airport auf Twitter. Der Hauptgrund: Das zusätzlich eingesetzte Sicherheitsunternehmen am Flughafen Köln/Bonn, durch welchen zwei weitere Kontrollspuren geöffnet werden konnten. Deshalb möchte die zuständige Bundespolizei den Einsatz des Dienstleisters vorerst bis zum 7. August verlängern, wie eine Sprecherin der dpa am Montag (1. August) mitteilte.

Auch Beamte der Bundespolizei haben am vergangenen Wochenende am Flughafen Köln/Bonn geholfen, etwa beim Einweisen oder am Band mit den Handgepäckwannen. Die dadurch entlasteten Luftsicherheitsassistenten hätten deswegen an zusätzlichen Kontrollspuren eingesetzt werden können. Am vorherigen Wochenende (22. bis 24. Juli) hatte es noch „unzumutbare Wartezeiten“ am Flughafen Köln/Bonn gegeben. Teilweise mussten Passagiere bis zu zehn Stunden anstehen.

Flughafen Köln/Bonn: Das sollen Reisende bei der aktuellen Lage tun

Wer seinen Flieger am Kölner Airport also rechtzeitig erreichen möchte, sollte definitiv einen Vorlauf von mehreren Stunden einplanen – wohl noch mindestens bis zum 9. August, wenn die Sommerferien in NRW enden. Zudem sollten laut Bundespolizei unter anderem folgende Dinge beachtet werden:

  • Mindestens 120 Minuten vor Abflugzeit sollten die Reisenden an der Sicherheitskontrolle sein
  • Vor der Reise sollte die Gültigkeit von Reisedokumenten (z.B. Impfnachweis, Reisepass) geprüft werden
  • Ins Flugzeug sollte möglichst nur Handgepäck mitgenommen werden

Aktuelle Situation am Flughafen Köln/Bonn: Wann ist viel los?

Ganz grundsätzlich kommt es laut Bundespolizei vor allem während weniger „Peaks“ zu besonders langen Wartezeiten am Kölner Airport. Diese sind an einigen Wochenenden teilweise ganztägig, ansonsten aber vor allem Samstag- und Sonntagmorgen sowie Donnerstag- und Freitagabend. Das sind die Zeiten, wenn besonders viele Passagiere auf einmal fliegen. Dann gibt es teilweise auch „Wartezeiten über drei Stunden“, sagte ein Bundespolizei-Sprecher zuletzt gegenüber 24RHEIN.

Vor allem unter der Woche sei es meist ruhiger und somit die Wartezeit kürzer, teilte ein Bundespolizei-Sprecher am Donnerstag (7. Juli) auf 24RHEIN-Anfrage mit. Die Bundespolizei ist für die Sicherheitskontrollen an allen deutschen Flughäfen zuständig. „An den Wochenenden ist aber immer viel los“, sagte der Sprecher.

Wie ist die Situation an anderen deutschen Flughäfen?

Neben dem Kölner Airport haben auch andere größere Flughäfen wie Berlin und München mit langen Wartezeiten zu kämpfen. Ähnlich sieht es auch am Flughafen Düsseldorf sowie Flughafen Frankfurt aus:

► So ist die aktuelle Situation am Flughafen Düsseldorf

► So ist die aktuelle Situation am Flughafen Frankfurt

Flughafen Köln/Bonn: Wie lässt sich eine lange Wartezeit verhindern?

Damit die Lage möglichst ruhig bleibt, können aber auch Reise einiges für Sicherheitskontrollen oder Check-in am Flughafen Köln/Bonn beachten. Kurioserweise gehört dazu auch: Nicht zu früh zum Airport zu kommen. „Viele Reisende kommen auch fünf bis acht Stunden vor Abflug“, sagt der Bundespolizei-Sprecher. Das habe dann zuletzt ebenfalls zu langen Warteschlangen und erhöhten Wartezeiten am Kölner Flughafen geführt.

Ansonsten gilt laut Flughafen-Empfehlung weiterhin, dass Passagiere rund 2,5 bis 3 Stunden vor dem Abflug am Airport eintreffen sollten. Zudem kann man sich online über den Status des Check-in des eigenen Fluges informieren, was hilft, die Wartezeit besser einzuschätzen. Genauere Wartezeiten teilt der Flughafen Köln/Bonn seit Ende Juli mehrmals am Tag auf Twitter mit.

Flughäfen in Deutschland: Wichtigste Reise-Infos

Reisende am Flughafen Düsseldorf, Flughafen Dortmund, Flughafen Weeze oder Flughafen Frankfurt müssen gerade zu Ferienzeiten längere Wartezeiten einplanen. 24RHEIN zeigt,

► was man am Flughafen Düsseldorf bei Sicherheitskontrolle und Check-in beachten muss

► was man am Flughafen Dortmund bei Sicherheitskontrolle und Check-in beachten muss

► was man am Flughafen Weeze bei Sicherheitskontrolle und Check-in beachten muss

► was man am Flughafen Frankfurt bei Sicherheitskontrolle und Check-in beachten muss

Flughafen Köln/Bonn: Schlangen bei Sicherheitskontrollen – nun doch mehr Personal gesucht

Vor allem an Wochenenden gab es zuletzt lange Schlangen am Flughafen Köln/Bonn.

Da es sich bei den Sicherheitskontrollen quasi um das Nadelöhr am Flughafen Köln/Bonn handelt, kommt es vor allem hier zu langen Wartezeiten. Dabei gehen laut Bundespolizei-Sprecher „Gründlichkeit und Sicherheit immer vor“. Liegt es also am Personal? Offenbar nur teilweise. Zwar gibt es laut Bundespolizei vor allem Corona-bedingt durchgehend über 100 Krankmeldungen (bei 570 Personen), jedoch würden diese dennoch meist ausreichen. Denn bei den „Peak“-Zeiten gäbe es stellenweise so einen Ansturm, dass diese generell nicht „handelbar“ wäre, erklärt der Bundespolizei-Sprecher.

Da diese nur punktuell passieren, wollte die Bundespolizei eigentlich nicht mehr Personal einstellen – bis jetzt. Als Konsequenz aus stundenlangen Wartezeiten und langen Schlangen von Reisenden im Juli will die Bundespolizei die Kapazitäten am Köln/Bonner Flughafen nun doch erhöhen. Im Rahmen einer befristeten Ausschreibung werde ein zweiter Sicherheitsdienstleister gesucht, teilte die Bundespolizei mit.

Das Personal-Problem gibt es aber nicht nur am Flughafen Köln/Bonn, sondern an den meisten europäischen Flughäfen. In Frankfurt ist die Lage kaum besser. Dort rät der Flughafen Passagieren sogar von schwarzen Koffern ab, um das Gepäck-Chaos besser in den Griff zu bekommen, wie wa.de berichtet.

Lange Wartezeit am Flughafen Köln/Bonn: Airport will bei Sicherheitskontrollen mitwirken

Als Konsequenz aus den langen Warteschlangen will sich auch der Flughafen Köln/Bonn bei den Sicherheitskontrollen in Zukunft selbst mit einbringen. „Wir als Flughafen sind bereit, bei den Kontrollen Verantwortung zu übernehmen. Das heißt auch, dass wir mitentscheiden können und Einfluss auf die Organisation der Kontrollen bekommen müssten“, sagte Flughafen-Chef Thilo Schmid dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Auch eine vom Flughafen gestellte Infrastruktur könne dabei helfen. „Wir sind in dem Zusammenhang bereit, selbst auch in technische Ausrüstung zu investieren, um die Abläufe auch dadurch zu beschleunigen“, führte Schmid aus. „Wir haben eine große Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Dienstleistern und könnten diese auch einbringen. Was die Planung, Steuerung und das Monitoring angeht, haben wir viel Expertise.“

Bislang stehen die Sicherheitskontrollen unter Aufsicht der Bundespolizei und sind weitgehend an private Dienstleister ausgelagert. (os mit dpa) Fair und unabhängig informiert, was in NRW und Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Dieser Text wird laufend aktualisiert.

Rubriklistenbild: © Christoph Hardt/Panama Pictures/Imago

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