Analyse

Zwei Welten ergänzen sich sportlich

Jennifer Geißler bei einer Übungsstunde.
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Jennifer Geißler bei einer Übungsstunde.
  • Peter Kuhlendahl
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Analyse: Die Remscheiderin Jennifer Geißler bietet Kurse in einer neuen Fitness-Sportart an.

Wer in den vergangenen Wochen und Monaten eine Runde durch den Remscheider Stadtpark gedreht hat, dürfte an manchen Tagen sportliche Aktivitäten einer Gruppe beobachtet haben. Dass es sich dabei nicht nur um normale Fitnessaktivitäten, sondern um eine völlig neue Sportart gehandelt hat, dürfte kaum einer wissen. Athleticflow ist im Bergischen Land noch relativ unbekannt.

Was verbirgt sich hinter der Sportart Athleticflow?

Athleticflow ist eine Kombination aus zwei sportlichen Welten. Zum einen einem hochintensiven Intervall-Training und zum anderen dem traditionellen Yoga. Diese Kombination beugt Bewegungsmangel und Stress vor.

Wie wirkt sich ein Intervall-Training aus?

Grundsätzlich wird der gesamte Körper trainiert. Man erreicht eine Verbesserung des Immunsystems. Die Belastbarkeit des Herz- und Kreislaufsystems wird gesteigert. Die körpereigenen Energiereserven werden effektiver genutzt. Die Sprint- und Sprungfähigkeit, die Reaktionsschnelligkeit und die Koordination werden verbessert.

Welche Rolle spielen dann die sogenannten Flow-Komponenten der Yoga-Übungen?

Die Benefits der Flow-Komponenten gleichen mögliche Schwächen des Intervall-Trainings aus. Durch die langsamen und fließenden Bewegungsformen entsteht ein Ausgleich. Körpergefühl, Balance und Atmung werden gestärkt. Die Körperwahrnehmung und das Gleichgewicht werden optimiert.

Was sind die Effekte der Kombination der beiden Trainingswelten?

Die Remscheiderin Jennifer Geißler ist bei einer privaten Weiterbildung im Fitnessbereich auf die neue Sportart gestoßen.

Beide Welten zusammen können für den Körper bei regelmäßiger Praxis den Lerneffekt haben, Stressaufkommen schneller auszugleichen und dieses zu reduzieren sowie den Körper gesünder, belastbarer und ausgeglichener empfinden zu lassen. Grundsätzlich wirkt sich positiv aus, dass man – egal aus welcher Richtung der beiden sportlichen Welten man auch kommt – in die jeweils andere eintauchen und sich darauf einlassen muss. Das Zusammenspiel gleicht einen durch hohe Belastungsspitzen gestressten Körper optimal durch die langsam fließenden Bewegungsfolgen aus.

Wie ist Athleticflow überhaupt entstanden?

Die Schweizerin Nora Kersten hat als Yoga-Anhängerin versucht, ihre Leidenschaft ihrem Ehemann Simon, der auf seine Bootcamps schwor, schmackhaft zu machen – und umgekehrt. Beide Ansätze in der Praxis parallel auszuüben, war zu zeitintensiv. So entstand eine Kombination, eines neuen Fitness-Trainings, das mittlerweile weltweit Anklang findet.

Wie verbreitet ist dieses neue Fitness-Training in der hiesigen Region?

In Nordrhein-Westfalen gibt es derzeit nur rund 20 Trainerinnen und Trainer, die Athleticflow anbieten. Im Bergischen Land ist dies nur Jennifer Geißler.

Wie hat die Trainerin zu dieser noch relativ jungen Sportart gefunden?

Die Remscheiderin ist seit vielen Jahren selbst sportlich sehr aktiv. Durch ihre Schwägerin hat sie zum Ehringhauser TV gefunden und dort einen Kurs übernommen. Im Rahmen einer privaten Weiterbildung im Fitnessbereich war sie in der Literatur schließlich auf Athleticflow gestoßen. Sofort war ihr Interesse geweckt. In den Zeiten des Lockdowns hat sie sich dann zur Trainerin weitergebildet. Ihr mittelfristiges Ziel ist es, sich selbst zu einer Ausbilderin weiterzubilden.

Wo wird Athleticflow derzeit angeboten?

Aktuell bietet Jennifer Geißler das Fitness-Training in Übungsstunden im Remscheider Stadtpark an. Neben einem sportlichen Outfit braucht man nur eine Matte, ein Handtuch und eine Trinkflasche. Eine Probestunde ist kostenlos. Eine Einzelstunde kostet 6,50 Euro. Es gibt zudem eine Fünfer- (30 Euro) und eine Zehner-Stundenkarte (55 Euro). Alle weiteren Infos gibt es direkt bei ihr
(jennifer.geissler@outlook.com). Die Preise gelten bis zum Ende der Sommerferien, die in vier Wochen enden. Geplant ist in der nahen Zukunft eine Zusammenarbeit mit der „Yoga-Lounge“ in der Remscheider Innenstadt. Donnerstagsabends wird der Kurs weiter im Stadtpark stattfinden. Bei schlechten Wetter online. Samstags entweder outdoor oder in der „Yoga-Lounge“ an der Bismarckstraße.

Für welche Zielgruppe ist dieses Training geeignet?

Grundsätzlich sollte eine Grundfitness vorhanden sein. Gesundheitliche Probleme sollte man keine haben. Ansonsten kann Jeder an den Übungseinheiten teilnehmen. In den Kursstunden von Jennifer Geißler trainieren Anfänger und Fortgeschrittene zudem gemeinsam. Die Remscheiderin stimmt die einzelnen Übungen dann entsprechend auf ihre jeweiligen Teilnehmer ihrer Übungsstunden ab.

Rubrik

Immer dienstags greifen wir spezielle Themen auf und haken nach. Gibt es Fragen, die unbeantwortet geblieben sind? Oder Dinge, die eingeordnet werden müssen? In der aktuellen Analyse befassen wir uns mit dem neuen Fitnesstrend Athleticflow, den man nun auch in Remscheid ausüben kann.

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