Interview der Woche

Britta Gall: Die Zeit ist reif für einen Wechsel

Britta Gall freut sich auf ihre neue Aufgabe beim VfB Langenfeld. Foto: BG
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Britta Gall freut sich auf ihre neue Aufgabe beim VfB Langenfeld.
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Nach 18 Jahren kehrt Britta Gall den Fußballern in Dabringhausen den Rücken.

Von Peter Kuhlendahl 

Vor wenigen Tagen haben Sie Ihren Entschluss bekannt gegeben, dass Sie den Dabringhauser TV verlassen. Das kommt nach 18 Jahren, in denen Sie der Fußball-Abteilung in den unterschiedlichsten Funktionen zur Verfügung standen, überraschend.

Britta Gall: Der Entschluss ist mir nicht leicht gefallen. Aber in jüngster Zeit hat es ja bekanntlich einige Unruhe in der Fußball-Abteilung gegeben. Die Jungs, die jetzt das Zepter in der Hand haben, machen ihre Sache aber gut. Und ich wünsche Ihnen auch alles Gute für die Zukunft. Aber das ist einfach nicht mehr mein Weg, der jetzt eingeschlagen wird.

Ihre Ehemann Andreas ist Vorsitzender des Gesamtvereins. Hat es vor Ihrer Entscheidung einen Familienrat gegeben, und hat er versucht, Sie umzustimmen?

Gall: Natürlich nicht. Die Zeit war einfach reif für einen Wechsel.

Für einen Wechsel? Wo zieht es Sie hin?

Gall: Ich bin zum VfB Langenfeld gegangen.

Wie kam es dazu?

Gall: Ich gehe gemeinsam mit Phil Waack zum VfB. Er hat ja beim DTV in der Vergangenheit verschiedene Funktionen bekleidet. Auf Trainer- oder auch Vorstandsposten. Wir haben immer sehr gut miteinander gearbeitet. Und für mich war schon vor geraumer Zeit klar, dass wir gemeinsam weiter arbeiten wollen.

Welche Position haben Sie zuletzt in Dabringhausen bekleidet?

Gall: Ich war nur noch Betreuerin bei der 3. Mannschaft, die Waack trainiert hat.

Es gab aber in den vielen Jahren noch jede Menge anderer Aufgaben, die Sie in Dabringhausen hatten.

Gall: Allerdings. Ob im Vorstand, im Verein, in der Fußball-Abteilung oder bei den Mannschaften. Ich war irgendwie das Mädchen für alles. Wie ich schon bei meinen Abschiedsworten geschrieben habe. Ich war Psychologin, aber auch Kindergärtnerin, Freundin, oder eben Taxifahrerin und Eventmanagerin.

Da werden Sie einiges erlebt haben. Was wird Ihnen immer in Erinnerung bleiben?

Gall: Da gibt es einiges. Aus sportlicher Sicht war damals das Pokalendspiel gegen den FC Remscheid das Highlight. Wir sind mit vielen Bussen von Dabringhausen nach Reinshagen gefahren. Das dortige Stadion war dann fast komplett lila-weiß geschmückt. Aber auch die vielen Feiern waren großartig. Und die vielen Menschen, die ich kennenlernen durfte. Viele sind zu Freunden geworden.

Aber es gab doch aber auch sicher Enttäuschungen.

Gall: Wenn man viel mit unterschiedlichen Menschen zusammen kommt oder arbeitet, gibt es immer wieder Enttäuschungen oder auch böse Überraschungen.

Gab es seitens der DTV-Fußball-Abteilung irgendeine Reaktion auf Ihre Ankündigung, den Verein zu verlassen?

Gall: Da gab es gar keine. Darüber war ich schon ein wenig enttäuscht. Und hat mich darin bestätigt, dass meine Entscheidung richtig war.

Das klingt nach einem endgültigen Schlussstrich. Und folgt Ihr Mann Andreas Ihnen irgendwann?

Gall (lacht): Mit Sicherheit nicht. Er ist und bleibt immer ein Dabringhauser. Durch ihn bin ja auch selbst erst so richtig mit dem Fußball in Berührung gekommen. Davor habe ich mir allenfalls mal ein Länderspiel angeschaut. Damals hatte ich die Wahl. Entweder alleine Zuhause zu sitzen, oder ihn begleiten. Das habe ich nie bereut. Im Gegenteil, es hat immer großen Spaß gemacht. Natürlich wird es ihn Zukunft durch die Aufgaben in Langenfeld nicht viele Spielräume geben. Wenn es aber terminlich passt, werde ich am Höferhof zu Gast sein.

Welche Aufgaben werden Sie bei Ihrem neuen Verein haben?

Gall: Phil übernimmt die dortige 2. Mannschaft, die in der Kreisliga B spielt. Ich werde wie zuletzt beim DTV Betreuerin. Wir werden im Grunde ein völlig neues Team formen, in dem auch einige Spieler stehen werden, die mit uns von Dabringhausen nach Langenfeld wechseln.

Kann man schon über Ziele sprechen?

Gall: Angesichts der aktuellen Situation wegen der Corona-Pandemie und eines Neuaufbaus gibt es die noch nicht.

Wie ist es ansonsten beim VfB Langenfeld?

Gall: Die 1. Mannschaft spielt in der Kreisliga A. Auch hier soll einiges neu aufgestellt und bewegt werden. Grundsätzlich geht es sehr familiär zu. Ähnlich wie es in Dabringhausen war.

Zur Person

Britta Gall wurde am 31. August 1975 in Wuppertal geboren. Sie lebt mit Ehemann Andreas in Dabringhausen. Dort betreibt sie eine Zucht für Elo-Hunde. Kontakt zum Fußball bekam sie durch ihren Mann. Gall selbst hatte Hockey gespielt. Bei der ETG Wuppertal in Elberfeld.

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