Handball: Videokonferenz der Drittligisten

DHB zeigt nun doch Perspektiven auf

Panther-Manager Frank Lorenzet lobt den DHB. RGA-Archivfoto
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Panther-Manager Frank Lorenzet lobt den DHB.
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Von einer sportlichen Normalität sind alle Beteiligten weiter meilenweit entfernt.

Von Peter Kuhlendahl

Allerdings haben die Drittligisten seit Dienstagabend endlich wieder eine Perspektive. Auf einer Videokonferenz, an der rund 150 Vertreter der Vereine und des Deutschen Handballbundes teilnahmen, hat der DHB Szenarien vorgestellt, wie der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden könnte. Zu den Teilnehmern gehörten auch die Verantwortlichen der Bergischen Panther.

Fakt ist dabei, dass es auf alle Fälle eine sportliche Entscheidung geben wird. „Da Clubs aus der 2. Liga absteigen werden, sollte es auch Aufsteiger unter den Drittligisten geben“, betonte der DHB-Vizepräsident Carsten Korte. Absteiger aus der 3. Liga wird es allerdings keine geben. „Weil wir in der momentanen Lage keinen Club bestrafen möchten“, erklärte Andreas Tiemann, der zuständige Spielleiter.

Allerdings hängen alle Überlegungen davon ab, wie es mit dem Lockdown weitergeht. Seitens der Politik wird es dazu am 25. Januar die nächsten Entscheidungen geben. Aus diesem Grund ruht der Spielbetrieb auf alle Fälle bis zum 28. Februar. Wenn im März wieder gespielt werden könnte, soll die aktuelle Saison als einfache Runde abgeschlossen werden. „Allerdings kann man von diesem Szenario wohl kaum ausgehen“, sagt Panther-Mananger Frank Lorenzet, der den DHB-Funktionären für ihre Überlegungen grundsätzlich ein großes Lob aussprach.

Auch weil zwei weitere Szenarien präsentiert wurden, die wohl eher zum Tragen kommen. Falls es Anfang März nicht weitergehen kann, haben alle Vereine bis zum 15. März Zeit, sich zu entscheiden, ob sie an einer Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga teilnehmen möchten oder an einer Pokalrunde, um sich für die erste Runde des DHB-Pokals zu qualifizieren. Letztgenannte Runde würde in regionalen Staffeln ausgetragen. Zudem steht es jedem Verein frei, sich ohne Sanktionen komplett zurückzuziehen. „Für uns wäre eine Pokalteilnahme das Ziel“, betont Lorenzet. Eine Aufstiegsrunde ist schon deshalb kein Thema, da im Vorfeld eine Bundesligalizenz beantragt werden müsste, die einige tausend Euro kostet.

Obwohl die Panther als Profimannschaft wieder trainieren könnten, warten sie aktuell weiter ab, in welche Richtung des Spielbetriebs es sich entwickelt. „In diesem Zusammenhang möchten wir uns auf alle Fälle aber bei den Verantwortlichen der Stadt Burscheid bedanken. Die Zusammenarbeit bei der Erstellung unserer Hygienekonzepte für das Training war perfekt“, berichtet Lorenzet.

Ansonsten wirbeln die Verantwortlichen des Drittligisten bereits seit Dezember hinter den Kulissen. So sind die personellen Planungen für die neue Saison bereits weit fortgeschritten. In den nächsten Tagen wollen die Verantwortlichen die ersten Ergebnisse präsentieren. „Grundsätzlich ist es aber sehr wichtig für uns alle, dass der DHB diese Szenarien präsentiert hat. Jetzt haben alle Beteiligten endlich wieder Ziele“, meint der Panther-Manager.

Jetzt sieht die HGR doch Licht am Ende des Tunnels

Auswirkungen hat diese Entwicklung wohl auch auf die unteren Ligen. „Jetzt haben wir ein wenig Licht am Ende des Tunnels. Damit hat der DHB im Grunde über alle Landesverbände hinweg bestimmt, dass doch eine Änderung des Spielmodus möglich ist. Die Vereine, die Interesse haben, können eine Aufstiegsrunde spielen“, sagt Alexander Zapf, der Trainer des Regionalligisten HG Remscheid.

Wie diese Runde aussieht, und wann es losgehen könnte, ist natürlich völlig offen. „Aber der DHB hat ein positives Signal gesetzt, dass ambitionierte Vereine eine Perspektive haben“, betont auch der Remscheider Coach.

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