Podcast „Sportler sprechen“

Yannick Peinke: „Wir sind auch ein Titelfavorit!“

Gute Laune in der RGA-Sportredaktion: Yannick Peinke war für einen Podcast zu Gast in unseren Räumlichkeiten. Fotos (2): Peter Kuhlendahl
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Gute Laune in der RGA-Sportredaktion: Yannick Peinke war für einen Podcast zu Gast in unseren Räumlichkeiten.

Redaktionsbesuch: Der Kapitän der IGR Remscheid schildert seine Erwartungen vor der neuen Rollhockey-Saison.

Von Andreas Dach

Fanden eine feine Mischung aus spaßigen und ernsten Themen: RGA-Sportredakteur Andreas Dach (l.) und Yannick Peinke.

Am 18. September startet die IGR Remscheid in die neue Saison der Rollhockey-Bundesliga. Es soll eine besondere werden. Eine, die mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft gekrönt wird. Kapitän Yannick Peinke nimmt beim Besuch der RGA-Sportredaktion diesbezüglich kein Blatt vor den Mund. Es sind unterhaltsame Minuten beim Podcast, der auch Themen wie Corona und Familie beinhaltet. Und Peinke beim „Entweder – oder“ aus der Reserve lockt. Das komplette Gespräch gibt es zum Nachhören auf rga.de. Dazu auf gängigen Plattformen wie Spotify (Suchbegriff: Sportler sprechen), iTunes und Youtube. Hier einige spannende Auszüge. Peinke über . . .

. . . das Trainingslager in Weil am Rhein vor anderthalb Wochen.

Peinke: Ein Trainingslager weiter entfernt ist schon etwas anderes, da kommt man aus seiner Komfortzone Remscheid heraus. Jeder wollte sich zeigen, hat noch einmal eine Schippe draufgelegt. Es hat eine sehr, sehr gute Stimmung geherrscht. Vielleicht war man auch noch einmal froh, nach dem ganzen Coronakram rauszukommen.

. . . Gegner Weil, vor Jahrzehnten Hauptkonkurrent beim Kampf um die DM.

Peinke: Ein guter Gegner und mal ein anderer Gegner. Eben mal nicht die gleichen Gesichter, die man sonst aus der Bundesliga kennt. Es tut gut, auch mal gegen jemand anderen zu spielen.

. . . den Start nach der langen Pause und den Stand der Dinge.

Peinke: Was die Fitness betrifft, sind wir fertig. Jeder Einzelne ist sehr diszipliniert gewesen. Mental müssen wir mal schauen. Wie das beim Saisonstart aussieht, müssen wir abwarten. Aber ich bin da guter Dinge.

. . . das erweiterte Trainerteam.

Peinke: Als wir die Nachricht bekommen haben, dass Marcus Franken dazukommt, hat uns das sehr gefreut. Er bringt die Erfahrung mit und weiß, wie es sich anfühlt, Meister zu werden. Dass Marcell Wienberg nun als Torwarttrainer dabei ist, ist ebenfalls super.

. . . die Tatsache, dass es nur noch sechs Mannschaften in der Rollhockey-Bundesliga sind.

Peinke: Ich versuche, es nur positiv anzunehmen, weil die Vereine, die runtergegangen sind, nicht weg sind. Sie spielen jetzt in der 2. oder 3. Liga. Dadurch ist da mehr Dichte. Dass die Bundesliga jetzt aus sechs Teams besteht, hört sich erst einmal eher semi an, aber wenn man dann die einzelnen Spiele sieht, dann ist das alles auf einem Niveau. Jedes einzelne Spiel wird wichtig sein. Das wird noch einmal anders sein als in den letzten Jahren.

. . . den oder die Favoriten in der neuen Spielzeit.

Peinke: Das ist eine gute Frage. Wir, oder? Das ist wirklich eine gute Frage. Man weiß nach den anderthalb Jahren gar nicht, etwas einzuschätzen. Sicherlich ist Herringen weiter Favorit. Cronenberg auch. Aber wir müssen selbstbewusst sein. Auch wir sind ein Favorit.

. . . den Wunsch, Deutscher Meister zu werden, der aktueller ist denn je.

Peinke: Ich spiele seit 25 oder 26 Jahren Rollhockey. Wenn ich nicht Meister werden wollen würde, dann würde doch irgendwas falsch laufen. Ich brauche das einfach für meine Vita, als Bestätigung. Ich mache das so lange, bis ich Meister bin. Mal sehen, wie lange das dauert. Ich hoffe, dass das nicht mehr allzu lange sein wird.

. . . das Thema Nationalmannschaft.

Peinke: Das habe ich abgehakt, weil ich gemerkt habe – es reicht. Es ist dann zu viel. Ich muss etwas zu 100 Prozent machen. Mit 90, 95 Prozent geht das nicht. Ich weiß ja auch, was nachrückt. Es war schon die richtige Entscheidung, das gemacht zu haben.

. . . das Thema Vorbilder.

Peinke: Als junger Spieler war mein Bruder Julian derjenige, weshalb ich mit dem Rollhockey begonnen habe. Er war immer ein Vorbild, ein Idol. Eigentlich wollte ich auch immer mit ihm gemeinsam die Meisterschaft gewinnen. Das war so mein Traum. Zu ihm habe ich aufgeschaut. Und auch zu Marcus Franken, der mir auch jetzt wieder gut tut, indem er dabei ist.

. . . den Grund, warum Rollhockey keine olympische Sportart ist.

Peinke: Eine olympische Sportart muss in vielen Ländern vertreten sein. Ich weiß nicht, ob es 70, 80 oder 90 sein müssen. Rollhockey hat aber nicht diese Breite an Ländern. 1992 war Rollhockey als Demo-Sportart olympisch, es hat auch nicht funktioniert. Man muss abwarten. Ich glaube, dass die Zeit irgendwann kommt. Rollschuhe sind immer mehr ein Begriff heutzutage. Sie lösen immer mehr die Inliner ab. Das kann irgendwann also umswitchen. Warum sollte es nicht möglich sein? Wir müssen es halt nur anpacken. Rollhockey hat eine Zukunft.

. . . seine Masterarbeit, die er gerade schreibt.

Peinke: Ich untersuche das Herzfrequenzprofil von Elite-Rollhockeyspielern und Jugend-Rollhockeyspielern. Daraus will ich ableiten, wie man ein Training optimieren kann. Wie man es besser steuern kann. Das will ich einzelnen Vereinen und Verbänden mit an die Hand geben.

. . . die Coronaimpfungen bei der IGR.

Peinke: Alle haben sich sofort impfen lassen. Da gab es keine Diskussionen. Wir wollten trainieren, wir wollten in unseren Sport zurück. Wir haben eine 100-Prozent-Quote.

. . . die Familie

Peinke: Sie ist das A und O, sie ist das Wichtigste.

. . . das, was ihm noch wichtig ist, zu betonen.

Peinke: Alle haben eine schwierige Zeit hinter sich. Wir als Sportler würden uns freuen, wenn wir viele Leute in der Halle sehen und die Leute in der Stadt den Sport unterstützen.

Der Podcast „Sportler sprechen“

Im Podcast „Sportler sprechen“ lädt die Sportredaktion des Remscheider General-Anzeigers in unregelmäßigen Abständen Gäste zu sich ein, die etwas zu sagen haben. In dieser Woche war Yannick Peinke zu Gast. Der Kapitän des Rollhockey-Bundesligisten brennt auf den Saisonstart in knapp zehn Tagen. Am Ende der Meisterschaftsrunde soll das große Ziel erreicht werden. Peinke will den DM-Titel holen.

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