Schwimmen

Schwimmen: Bergische rocken Kurzbahn-DM in Wuppertal

Stark! Yannis Willim durfte sich in Wuppertal über den DM-Vizetitel freuen.
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Stark! Yannis Willim durfte sich in Wuppertal über den DM-Vizetitel freuen.
  • Fabian Herzog
    VonFabian Herzog
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Starke Leistungen. Dabei: Olympiasieger Chad le Clos, der Neu-Schwede Christoph Fildebrandt und die Bergischen Yannis Willim, Larus Thiel und Gian Luca Reduth.

Chad le Clos war in aller Munde. Der südafrikanische Olympiasieger von 2012 und Weltmeister von 2013 war der Superstar der Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften, die von Donnerstag bis Sonntag in der Wuppertaler Schwimmoper stattfanden. Ein Südafrikaner? Bei den nationalen Titelkämpfen? Richtig gelesen. Le Clos ist das Aushängeschild der SG Frankfurt und bescherte dieser einen Titel nach dem nächsten.

Bis Sonntagmittag hatten die Hessen sogar alle Staffelwettbewerbe für sich entschieden. Aber dann schwang sich der SC Aqua Köln auf, ihnen das perfekte Abschneiden im Bergischen zu vermasseln – mit einem in Remscheid und Umgebung bestens bekannten Routinier an der Spitze.

Goldmedaille für Christoph Fildebrandt

Christoph Fildebrandt ging in der 4x50-Meter-Freistil-Mixed-Konkurrenz als Erster für das Team aus der Domstadt ins Wasser, verließ dieses als Führender und durfte wenig später mit geballter Faust die nächste DM-Goldmedaille bejubeln. „Das hat Spaß gemacht“, gab der 33-Jährige mit einem breiten Grinsen im Gesicht zu.

Christoph Fildebrandt sicherte sich auf seine alten Tage noch einmal DM-Gold.

Fildebrandt hatte auch schon in den Tagen zuvor allen Grund zur Freude. Über 50 Meter Freistil war im Einzel und mit dem Team Bronze herausgesprungen, außerdem mit der Lagen-Mixed-Staffel über 4x50-Meter Silber.

Fildebrand: 80 Prozent weniger Training im neuen Leben in Schweden

„Und das mit 80 Prozent weniger Training“, erzählte der dreifache Olympiateilnehmer, der sein Leben komplett umgekrempelt hat und im Juni mit seiner Frau in deren Heimat nach Schweden gezogen ist. „Ich schwimme nur noch zum Spaß“, erzählte Fildebrandt, der Wettkämpfe wie eine solche DM umso mehr genießt.

Erst recht, wenn diese quasi in seinem sportlichen Wohnzimmer stattfindet. „Hier bin ich zum ersten Mal geschwommen“, sagte der gebürtige Wuppertaler, während er den Blick durch das fantastische Ambiente der Schwimmoper schweifen ließ. Um sich wenig später zum Kaffeetrinken auf den Weg zu seinem Vater nach Remscheid zu machen. Dort gab´s für den frischgebackenen Deutschen Meister passenderweise frisch gemachte schwedische Zimtschnecken.

Chad Le Clos war eine der Attraktionen der diesjährigen Deutschen Kurzbahn-Meisterschaft in Wuppertal.

Larus Thiel und Gian Luca Reduth: Rekordleistung

Für Larus Thiel und Gian Luca Reduth war die DM auch ein Heimspiel. Die beiden Remscheider schwimmen schließlich für die SG Bayer, kennen das Becken daher in- und auswendig. „Für mich ist es deswegen in Berlin etwas besonderer“, sagte Thiel, der seine Jagd nach deutschen Altersklassenrekorden fortgesetzt hatte. Sowohl über 50 (23,81 Sekunden) als auch über 100 Meter Freistil (52,14 Sekunden) schwamm der 13-Jährige so schnell, wie es noch nie jemand seines Jahrgangs in Deutschland geschafft hatte.

Zu gerne hätte er die DM mit einer Team-Medaille gekrönt, doch über 4x50 Meter Freistil musste er mit der SG Bayer mit Platz vier vorliebnehmen. Unter anderem, weil eben Chad le Clos eine Klasse für sich darstelle. „Das war schon beeindruckend“, staunte Thiel nicht schlecht. „Anfangs war ich noch vor ihm. Aber dann hat er mich abgezogen.“

Aufgrund seines jungen Alters musste Thiel in der offenen Klasse starten, durfte noch nicht in der Jugendwertung ran. „Das geht erst mit 14“, erklärte er. Sein bester Kumpel Reduth wurde dort über 50 Meter Schmetterling in 24,75 Sekunden ebenso Dritter wie mit der 4x50-Meter-Lagen-Staffel. Mit Moritz Winkelmann war ein weiterer Remscheider in Wuppertal dabei, er belegte über 200 Meter Schmetterling für die SG Neuss Platz 32 (Jugendwertung: 13.).

Yannis Willim: Wermelskirchener happy

Und da war ja noch Yannis Willim. Der Wermelskirchener hatte sich am Donnerstag über die 100 Meter Brust als Elfter und am Samstag über die 200 Meter Lagen (16., neue persönliche Bestzeit) in den Wettkampf gearbeitet und am letzten Tag in seiner Paradedisziplin einen rausgehauen. Er schwamm die 200 Meter Brust in 2:09,05 Minuten und sicherte sich hinter Top-Star Marco Koch die Silbermedaille. „Ich hatte schon am Donnerstag im Wasser ein gutes Gefühl“, sagte der 23-Jährige. „Aber jetzt bin ich happy.“

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