Sport

Von der Wohnbebauung bis zur Parkfläche

Ein idyllischer Moment in Neuenkamp. Hier könnte in absehbarer Zeit ein attraktives Sportzentrum mit einem Kunstrasen entstehen. Foto: Andreas Dach
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Ein idyllischer Moment in Neuenkamp. Hier könnte in absehbarer Zeit ein attraktives Sportzentrum mit einem Kunstrasen entstehen.
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Das wird aus den Anlagen mit dem rot-braunen Untergrund – Einige bekommen einen Kunstrasen.

Von Andreas Dach

Man nehme das Foto eines Aschenplatzes und veröffentliche es in den sozialen Netzwerken. Es folgen meist überproportional viele Reaktionen von (ehemaligen) Sportlern, die sich an ihre Erlebnisse auf dem Geläuf erinnern. Ganz klar: Man weckt Erinnerungen. Überwiegend schöne. Grund genug, uns in unserem Verbreitungsgebiet umzuschauen, wo es noch solche historisch anmutenden Plätze gibt. Vor allem aber zu erfahren, was mit ihnen perspektivisch passieren soll.

Hackenberg: An der Peripherie Lenneps wartet man sehnsüchtig darauf, dass es endlich grün wird. Alles hängt am Entstehen des Designer-Outlet-Centers. Kommt das DOC, dann wird auch der dringend nötige Kunstrasen Realität.

In Hackenberg wartet man sehnsüchtig auf einen Kunstrasen, alles hängt am Entstehen eines Outlet-Centers in Lennep.

Inklusive einer rundum modernisierten Anlage. Man könnte auch sagen: endlich Realität! Nur: Wann soll das der Fall sein? Kürzlich hat es nach dem Entscheid des Oberverwaltungsgerichts in Münster erst einmal einen Rückschlag für die DOC-Planer gegeben. Alles verzögert sich weiter. Ob die Stadt einen Plan B für Hackenberg in der Schublade hat?

Lennep: Baufahrzeuge. Bauschutt. Bäume. Der Nebenplatz des Röntgen-Stadions erinnert nur noch marginal daran, dass hier früher dem Leder nachgejagt wurde. Längst wird die Fläche anderweitig genutzt.

Der Nebenplatz des Röntgen-Stadions in Lennep wird als Lagerfläche genutzt. Irgendwann könnte er einem DOC weichen.

Für Material, welches in Kontext zu dem möglichen Entstehen des DOC zu stellen ist. Auch für den Bau der neuen Kreuzung Ring-/Rader Straße wurde der Platz genutzt. Immer wieder wurden und werden dort Gegenstände gelagert. Längst wissen manche schon gar nicht mehr, was für großartige Fußballspiele dort in der Vergangenheit stattgefunden haben. Meist mit Beteiligung des VfL Lennep, den es mittlerweile nicht mehr gibt.

Neuenkamp: Noch sind einige sportpolitische und finanzielle Hürden zu nehmen. Immer mehr deutet aber darauf hin, dass dort auf der Anlage des Remscheider SV perspektivisch ein Kunstrasen für eine erhebliche Aufwertung sorgen könnte. Wobei längst nicht nur an den Fußball gedacht wird und es noch einige sportliche Zusatzangebote geben soll. Motto: ein Sportzentrum mitten in der Stadt.

Klausen: Diese städtische Anlage ist an den 1. FC Klausen verpachtet, welcher derzeit in der Fußball-Kreisliga B von besseren Zeiten am Blaffertsberg träumt.

In Klausen wird noch regelmäßig gespielt. Auf unserem Bild bei einem Benefizspiel im Jahr 2019.

Überlegungen, dort eine neue Bodenbeschaffenheit auf den Weg zu bringen, gibt es aktuell (noch) keine.

Reinshagen: Anfang Oktober haben auf dem Sportplatz unterhalb des Stadions die Arbeiten begonnen. Der Aschenplatz soll durch einen Kunstrasen ersetzt und zum Hauptfeld der Fußballer werden. Zudem sollen dort die Amboss-Footballer trainieren.

In Reinshagen haben unterhalb der Tribüne Anfang Oktober die Umbaumaßnahmen begonnen. Ein Kunstrasen entsteht.

Im gleichen Atemzug wird der kleine Kunstrasen, auf dem derzeit Marathon und Türkiyemspor kicken, erneuert. Dieser Platz wird künftig viel von den Hockeyspielern des Reinshagener TB genutzt. Das Gesamtpaket Reinshagen könnte im Mai/Juni 2022 geschnürt sein.

Düppelstraße: Dieser Platz zwischen Ronsdorfer Straße und Erdelenstraße bietet nicht den erfreulichsten Anblick. Unkraut wächst fröhlich vor sich hin, seitdem die Anlage nicht mehr als Ausweichstandort genutzt wird.

Verrammelt und verriegelt: der Sportplatz Düppelstraße im Herbst 2020. Dort könnten einmal Wohnhäuser entstehen.

Und das ist schon lange der Fall. Was wurden hier früher für Fußballschlachten geschlagen. Jetzt könnte an dieser Stelle mal ein Wohngebiet entstehen, sollte dies städtebauplanerisch abgesegnet werden.

Honsberg: Was das „Ambiente“ angeht, ähnelt der Platz ein wenig dem an der Düppelstraße. Wildwuchs lautet das Zauberwort. Dort, wo früher Tore geschossen und Zweikämpfe bestritten wurden, gibt Unkraut den Ton an.

Hallo, Honsberg. Dort könnte – mit Blick auf die Fachhochschule – eine Parkfläche Sinn machen. Dazu ein kleiner Bolzplatz.

Das soll sich ändern. Das Terrain könnte irgendwann einmal zweigeteilt genutzt werden. Einmal mit einer Parkfläche, die in Zusammenhang mit der Fachhochschule am Honsberg zu sehen wäre. Zum anderen für einen Bolzplatz.

Tente: Der ideale Ersatzplatz in Wermelskirchen. Auf dem Weg in Richtung Burscheid biegt man irgendwann einmal rechts ab und fährt in einer Tempo-30-Zone zu der Anlage, die in einem Tal liegt.

Die perfekte Ausweichanlage: der Sportplatz Tente. Das war so, das ist so – und das soll so bleiben.

Die Sportanlage Tente wurde in der Vergangenheit immer wieder dann dankbar genutzt, wenn auf anderen Plätze wegen Umbaumaßnahmen nicht gespielt werden konnten. Man denke beispielsweise in letzter Zeit an Dabringhausen und Dhünn. Auch in Zukunft dürfte man sich glücklich schätzen, dieses Asche-Idyll in Wermelskirchen zu haben. Zum Ausweichen in der Not.

Eifgen: Auf dem oberen Platz hat früher die 2. Mannschaft des SV 09/35 gespielt. Das gehört der Vergangenheit an. Der neue Kunstrasen ein paar Meter unterhalb macht das entbehrlich. Stattdessen wird der einstige Aschenplatz inzwischen zur Hälfte zu leichtathletischen Zwecken genutzt.

Im Eifgen haben die Leichtathleten das Sagen.

Eine Fläche für den Speerwurf, zwei Weitsprung-Gruben und drei Kugelstoß-Anlagen machen Sinn. Der WTV ist regelmäßig dort. Dazu schicken viele Schulen ihre Sportklassen dorthin. In etwa zwei Jahren beginnen dort auf der restlichen Fläche die Arbeiten für ein neues Hallenbad.

Erinnerungen

Haben wir mit der Rundreise über die verbliebenen Aschenplätze unseres Verbreitungsgebietes Erinnerungen bei Ihnen geweckt? Möchten Sie Ihre eigenen Erlebnisse von früher als Spieler, Trainer, Funktionär oder Schiri auf einem dieser Plätze schildern? Dann schreiben Sie uns doch: lokalsport@rga-online.de

Gerne auch mit Fotos.

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