Fußball

„Wir wollen noch einige Ausrufezeichen setzen!“

Große Vorfreude: Hakan Hacisalihoglu
+
Große Vorfreude: Hakan Hacisalihoglu

Gespräch mit Hakan Hacisalihoglu, dem neuen allein verantwortlichen Fußballtrainer von TuRa Süd.

Von Andreas Dach

Glückwunsch zur Tätigkeit als Cheftrainer von TuRa Süd, Hakan Hacisalihoglu. Unverhofft kommt oft.
Hakan Hacisalihoglu: Na ja, ganz so neu ist das nicht für mich. Im Prinzip war es vorher schon so, dass Oliver Hippler und ich uns die Arbeit geteilt haben. Jetzt ist er nicht mehr da, und ich bin alleine verantwortlich.
Wie kam es dazu?
Hacisalihoglu: Kurz vor dem Pokalspiel gegen Rade ist wohl eine Kleinigkeit vorgefallen. Jedenfalls hielt ich mich für ein paar Tage in der Türkei auf, als ich einen Anruf bekam mit der Frage, ob ich mir vorstellen könne, die Mannschaft alleine zu trainieren. Das konnte ich.
Sie waren ja ohnehin nah dran. Warum mussten Sie nicht lange nachdenken?
Hacisalihoglu: Vor allem muss ich erst einmal das Trio loben, das diese Mannschaft aufgebaut hat und immer für uns da ist. Das sind Gabriele Nazzareno, Toni Piperato und Kevin Skudlarek. Sie sind damals eingestiegen, als wir noch TuRa Süd III waren und kümmern sich um alles. Vom Sponsoring über die Ausrüstung bis zur Mannschaft. Dass wir einen Kader von 28 Spielern haben, ist vor allem auch ihnen zu verdanken. Mit so einem Pool lässt es sich arbeiten, und deshalb ist es auch verdient, dass wir da stehen, wo wir stehen.
Wir reden von Platz vier. Eine starke Zwischenbilanz für einen Aufsteiger.
Hacisalihoglu: Zum Aufstieg in die Kreisliga A haben Oliver Hippler und die Mannschaft sicher am meisten beigetragen. Ich bin ja erst in der Rückrunde dazugekommen. An der jetzt so guten Situation habe ich aber bestimmt auch meinen Anteil. Ich bin ein Fan des Teamgedankens.
Wohin kann der Weg von TuRa Süd noch führen?
Hacisalihoglu: Wir möchten das Maximum rausholen und noch einige Ausrufezeichen setzen. Auf jeden Fall wollen wir oben dran bleiben und zwischen Rang eins und fünf landen.
Wird es in der Winterpause noch Kaderveränderungen geben?
Hacisalihoglu: Wir haben super Charaktere in der Mannschaft. Bislang ist noch kein Spieler auf mich zugekommen und hat gesagt, dass er uns verlassen möchte. Ich würde es aber auf keinen Fall ausschließen, dass wir noch zwei, drei neue Akteure begrüßen könnten.
In der kommenden Woche ist der FC Remscheid im Kreispokal in Bliedinghausen zu Gast. Ein Superlos, oder?
Hacisalihoglu: Wir freuen uns sehr auf das Spiel. Die Mannschaft soll Spaß haben und alles abrufen, was sie drauf hat. Dann werden wir sehen, was dabei rauskommt.
Was für ein Trainertyp sind Sie?
Hacisalihoglu: Für mich sind Taktik und Disziplin das A und O. Zu Erstgenanntem: Wir sollten in der Lage sein, Systeme schnell zu verändern. Zu Zweitem: Ich möchte, dass meine Spieler sich immer weit vom Schiedsrichter entfernt halten und nicht meckern. Schließlich bin ich selbst auch Schiri . . .
Man hat das Gefühl, dass der Verein TuRa Süd gerade regelrecht wachgeküsst wird. Relativ neuer Kunstrasen, Erfolge beim Fußball – mehr geht kaum. Wie bewerten Sie die Lage?
Hacisalihoglu: Es ist ein sehr gutes Miteinander im Verein. Alle haben ein Lächeln im Gesicht und ein Hallo auf den Lippen. Bei Platzwart Halit Caliskan gibt es nach dem Training immer ein leckeres Getränk. Zudem lassen sich immer mehr Vorstandsmitglieder und alte Süder blicken.

Zur Person

Hakan Hacisalihoglu wurde am 17. Juni 1989 in Remscheid geboren. Mit Ehefrau Kim hat er Tochter Sena (3). Der Trainer des Fußball-A-Kreisligisten TuRa Süd arbeitet als Automobilverkäufer in einem Opel-Autohaus in Velbert. Er selbst hat bei der 1. Spvg. Remscheid, Türkiyemspor und TuRa Süd gespielt. Seit 17 Jahren ist er Schiri im Fußballkreis Remscheid.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

„Der beste Assistent der Bundesliga“: Ehrung für Dirk Margenberg
„Der beste Assistent der Bundesliga“: Ehrung für Dirk Margenberg
„Der beste Assistent der Bundesliga“: Ehrung für Dirk Margenberg
FCR schießt sich Frust von der Seele
FCR schießt sich Frust von der Seele
FCR schießt sich Frust von der Seele
Nora Becker: Handballerische Karriere ist bei den Eltern kein Wunder
Nora Becker: Handballerische Karriere ist bei den Eltern kein Wunder
Nora Becker: Handballerische Karriere ist bei den Eltern kein Wunder
Dhünner wollen Blutkrebs die rote Karte zeigen
Dhünner wollen Blutkrebs die rote Karte zeigen
Dhünner wollen Blutkrebs die rote Karte zeigen

Kommentare