Die Woche im Sport von Andreas Dach

Wir alle sind nachdenklich: Was ist das für ein Jahr 2021

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Hinter uns liegt wieder einmal eine Woche, die sehr nachdenklich macht.

Von vielen Seiten werden Nachrichten an uns herangetragen, bei denen man schlucken muss, vielleicht sogar ein paar Tränchen verdrückt. Man denke an Steffi Bangert. Die langjährige Handballerin des ATV Hückeswagen ist im Alter von nur 35 Jahren an einer Krebserkrankung gestorben. Es ist so unfassbar, so unwirklich, dass diese stets Herzlichkeit und Optimismus ausstrahlende Sportlerin so früh gehen musste. Bereits im Alter von neun Jahren hatte sie beim ATV mit dem Handballspielen begonnen, war ihrem Verein stets treu geblieben. Unter anderem trainierte sie Jugendmannschaften, später brachte sie sich als Spielertrainerin bei der Frauenmannschaft ein. „Wir verlieren mit ihr eine gute Freundin. Sie wird immer in unseren Herzen sein“, sagt Abteilungsleiter Mecki Mettler tief betroffen. Damit spricht er für viele, die Steffi Bangert, Ehefrau des ATV-Spielers Daniel Bangert, nahestanden und -stehen. Auch wir in der RGA-Sportredaktion fühlen mit allen, die sich dieser sympathischen Frau verbunden fühlen. Manchmal kann das Leben so ungerecht sein.

Das werden gewiss auch diejenigen denken, die bei der Explosion im Leverkusener Chempark Angehörige verloren haben. Sebastian Pichura, Trainer des Fußball-Landesligisten SV 09/35 Wermelskirchen, hatte uns als einer der Ersten auf das fürchterliche Unglück aufmerksam gemacht. Er hat es sehr konkret miterlebt, arbeitet nicht weit von der Stelle in Bürrig entfernt, wo es die Detonation in einer Müllverbrennungsanlage gegeben hat. Normalerweise ist Pichura keiner, der auf den Mund gefallen ist. Jetzt zeigt er sich tief beeindruckt: „Der Druck, den wir in unserer Firma erlebt haben, war unglaublich.“

Bis zu fünf Monate könnte es dauern, bis die Drittliga-Handballer des Leichlinger TV ihre Halle Am Hammer nach der Überflutung wieder nutzen können. Die Wupper hatte in dieser als Folge des Hochwassers einen Pegelstand von 80 Zentimetern erreicht. Wahnsinn. Derzeit ist die Mannschaft von Lars Hepp ohne feste Trainingsstätte, weicht immer wieder in umliegende Hallen aus. Wo die Heimspiele in nächster Zeit stattfinden werden, ist noch völlig unklar. Der Leichlinger Stadtsportverband sucht derzeit das Gespräch mit angrenzenden Kommunen, um möglichst bald eine Lösung zu finden.

Ebenfalls noch unter Schock stehen dürfte Helmut Peters. Der Mann aus der Eifel hat in den Jahren 2003 und 2004 zweimal den Ultra beim Röntgenlauf gewonnen. Jetzt ist er froh, überhaupt noch zu leben. Sein Sportgeschäft in Gemünd ist massiv von der Flutkatastrophe betroffen gewesen. Einrichtung, Ware, Gebäude – alles zerstört. Während die braune Brühe konstant anstieg, kletterte er auf das höchste seiner Regale. 80 Zentimeter Luft bis zur Decke hatte er noch, als das Wasser irgendwann nicht weiter stieg. Nachts um 3 Uhr konnte er sich schließlich befreien. Was für ein Jahr 2021!

TOP FSC Remscheid macht perfekte Werbung für den Fallschirmsport.

FLOP Der Aderlass des Handball-Landesligisten ATV Hückeswagen ist groß.

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