Bergische Sportler trumpfen auf

Willim nutzt Finals zum großen Wurf

Yannis Willim krönte sich in Berlin erstmals zum Deutschen Meister.Foto: SSG
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Yannis Willim krönte sich in Berlin erstmals zum Deutschen Meister.
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Die Finals – unter diesem Namen wurden 2019 erstmals die Deutschen Meisterschaften verschiedener Sportarten in etwa zeitgleich ausgetragen, um für eine noch größere mediale Aufmerksamkeit zu sorgen.

Von Fabian Herzog

Nachdem die zweite Auflage coronabedingt vor einem Jahr abgesagt werden musste, konnte diese am vergangenen Wochenende stattfinden.

Die große Bühne samt Liveübertragung im Fernsehen nutzte Yannis Willim zum ganz großen Wurf. In Abwesenheit von Top-Favorit Marco Koch, der aus persönlichen Gründen auf die Deutsche Meisterschaft verzichtet hatte, holte sich der Wermelskirchener über die 200-Meter-Brust den Titel, feierte den größten Erfolg seiner noch jungen Karriere und überraschte einige vermeintliche Experten, die ihn trotz der schnellsten Vorlaufzeit als Außenseiter bezeichneten.

Dies nutzte Willim zum großen Coup. In starken 2:12,73 Minuten schlug er als Erster an und bestätigte seine klasse Form. „Zum dritten Mal in Folge die 2:12 zu schwimmen, ist ein großes Ding für mich und der Deutsche Meistertitel eine wunderschöne Sache.“ Nach dem Vorlauf musste sich der 21-Jährige erst einmal in Geduld üben, die lange Mittagspause empfand er als Folter. Mit aller Macht versuchte er, nicht zu viel an die große Chance und speziell das Millionenpublikum an den Bildschirmen zu denken.

Zurück im Hotel wurde Willim, der in Berlin auch Siebter über 50 Meter Brust sowie Sechster über 100 Meter Brust wurde, von Nachrichten auf seinem Handy überwältigt: „Alle, mit denen ich je zu tun hatte, haben mir geschrieben. Selbst wenn es jahrelang keinen Kontakt gab. Cool, so etwas mal zu erleben.“

Mit Jan Delkeskamp hatte es ein weiterer Wermelskirchener ins A-Finale über 100- und 200-Meter-Brust geschafft. Der für die SG Bayer Wuppertal startende 21-Jährige belegte die Plätze sieben beziehungsweise sechs und setzte mit der Bronzemedaille über 200 Meter Lagen noch einen drauf. Auch Christoph Fildebrandt war auf seine „alten Tage“ noch einmal in Berlin dabei und ging über die 50 und 100 Meter Freistil ins Wasser. Das frühere Ass der SG Remscheid, seit Jahren für die SSG Saar Max Ritter am Start, wurde als 1989er-Jahrgang Vierter und Dritter.

Knapp 16 Kilometer weiter westlich standen die Bogenschützen im Fokus, die auf dem erweiterten Gelände des Olympiastadions ihren Deutschland-Cup austrugen. Mit dem Blankbogen trumpfte dort Timo Heydasch vom Remscheider SV auf. Mit 309 und 306 Ringen ließ er der Konkurrenz auf der 50-Meter-Bahn keine Chance und gewann.

Diskuswurf: Steinacker verpasst DM-Titel und Olympia hauchdünn

Andere Sportart, anderer Austragungsort: In Braunschweig ermittelten die Leichtathleten ihre Deutschen Meister. Am Sonntagmittag kämpfte die Wermelskirchener Diskuswerferin Marike Steinacker um den Titel und verpasste diesen nur ganz knapp. Mit 64,02 Metern kam sie bis auf einen Zentimeter an ihre persönliche Bestleistung heran und – viel tragischer – blieb nur fünf Zentimeter hinter der Siegerin Kristin Pudenz. Als Deutsche Meisterin hätte sie auch ihr Ticket für die Olympischen Spiele sicher gehabt. Aber: Steinackers DM-Silber konnte sich mehr als sehen lassen.

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