Schwimmen

Willim blickt Höhepunkten entspannt entgegen

Yannis Willim im schneebedeckten Leipzig. „Mit dem Auto ging phasenweise gar nichts mehr“, berichtet der 21-Jährige. Foto: Sarah Gottschalk
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Yannis Willim im schneebedeckten Leipzig. „Mit dem Auto ging phasenweise gar nichts mehr“, berichtet der 21-Jährige.
  • Fabian Herzog
    VonFabian Herzog
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Wermelskirchener Spitzen-Schwimmer über die Olympischen Spiele, EM und Universiade.

In Sachen Uni war er in den vergangenen Tagen und Wochen extrem gefordert. Zum Ende des fünften Industrie-Design-Semesters musste Yannis Willim noch einmal ordentlich reinklotzen und jede freie Minute mit Lernen verbringen. Auf eine Trainingseinheit verzichten, das kam für den Spitzenschwimmer aus Wermelskirchener aber nicht in Frage. „Der Sport hat für mich immer Vorrang“, sagt der Brust-Spezialist, der in Leipzig lebt, weiterhin online in Wuppertal studiert und sich kaum eine Pause gönnt. Nur Weihnachten bildete mal eine Ausnahme. Da besuchte er seine Familie im Bergischen. „Das war super schön.“

Mit Beginn des Jahres wurden die Zügel – vor allem in sportlicher Hinsicht – aber angezogen. Schließlich warten in 2021 im Optimalfall einige Höhepunkte auf den 21-Jährigen, der auf seiner Paradestrecke, den 200 Metern Brust, bundesweit zu den besten seines Fachs zählt. Zur Einordnung: In der vergangenen, wettkampfarmen und deshalb schwer einzuordnenden Saison schwamm nur Marco Koch (2:12,88 Minuten) über diese Distanz schneller als Willim (2:13,42).

Für das große Ziel muss er seine Bestzeit nach oben schrauben

Träumen von großen internationalen Auftritten sollte also erlaubt sein. Wie allen voran von den Olympischen Spielen, die ungeachtet der Pandemie Ende Juli in Tokio stattfinden sollen. „Diesbezüglich bin ich aber total entspannt“, sagt der Wermelskirchener, der für die SSG Leipzig startet und sich keinerlei Druck machen möchte. „Mein Training wird nicht auf die Spiele ausgerichtet sein“, verdeutlicht er. Ablehnen würde Willim aber sicherlich auch nicht, sollte er es in die japanische Metropole schaffen. Die Norm von 2:09,90 Minuten ist allerdings ein Brett. Oder wie er selbst sagt: „Vier Sekunden sind Welten. Darüber ernsthaft nachzudenken, wäre anmaßend.“

Etwas näher in Reichweite liegt die Norm für die Europameisterschaft, die im Mai in Budapest ausgetragen werden soll. In 2:11 Minuten müsste er dafür die 200 Meter Brust schwimmen. „Das ist schon realistischer“, glaubt Willim, der auch ein Auge auf die diesjährige Universiade geworfen hat, die vom 18. bis 29. August in China terminiert ist.

Um für all diese Ziele optimal vorbereitet zu sein, sollte es Mitte Februar ins Höhentrainingslager in die Türkei gehen. Stattdessen wird im heimischen Leipzig trainiert, wo die meteorologischen Bedingungen minimal anders sind. Zeitweise musste Willim sich hochkonzentriert durch die schneebedeckte Universitätsstadt bewegen, um keine Stürze oder Verletzungen zu riskieren. Mit dem ersten Wettkampf im April – wenn Corona es zulässt – beginnt die heiße Phase der Quali. „Dann werde ich sehen, wo ich stehe“, sagt der Wermelskirchener, der sich deutlich lieber sportlich extrem fordern lässt.

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