Football

Williams möchte verrücktes Jahr hinter sich lassen

Ex-Ambosse unter sich: Cole Williams (l.) bereitet sich mit Athletik- und Geschwindigkeitstrainer Erskine Baker auf die neue Saison vor. Foto: CW
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Ex-Ambosse unter sich: Cole Williams (l.) bereitet sich mit Athletik- und Geschwindigkeitstrainer Erskine Baker auf die neue Saison vor.
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Ehemaliger Amboss-Footballer ist bei Zweitligist Assindia Cardinals in Essen gelandet.

Von Fabian Herzog

Turbulente Monate liegen hinter ihm. Cole Williams selbst nennt es „eine verrückte Geschichte“, die er seit knapp anderthalb Jahren erlebt hat. Der frühere Footballer des AFC Remscheid Amboss, der 2017 ins Bergische kam und der Liebe wegen blieb, lebt mittlerweile in Essen und hofft dort auf einen (sportlichen) Neuanfang. Mit Zweitligist Assindia Cardinals möchte er wieder ausschließlich positive Schlagzeilen schreiben.

Die Qualität dazu hat er unbestritten. „Cole könnte auch in der GFL 1 spielen“, ist sich sein Ex-Coach Christian Müller sicher. Der heutige Amboss-Vorsitzende hatte Williams vor vier Jahren nach Reinshagen geholt, wo dieser in der ersten Saison die Erwartungen voll erfüllte. Damals war die Football-Welt des Amboss noch in Ordnung. Der Regionalligist konnte noch in seinem „Wohnzimmer“ spielen, holte auch dank des blitzschnellen, wendigen Wide Receivers 10:10-Punkte, erlebte Derbys gegen Solingen mit vierstelliger Zuschauerzahl und wurde in der Endabrechnung Vierter. „Unsere erste Saison war gut“, blickt Cole Williams zurück. „Die zweite war aber eine Katastrophe.“ Damals kam bekanntlich eines zum anderen, und es folgte der Absturz in die Verbandsliga.

Williams wechselte zur 2019er-Saison zu den Langenfeld Longhorns in die GFL 2, wo er gut zurechtkam und mit seinem Team auf einem Mittelfeldplatz landete. Mehr und mehr plagte ihn aber das Heimweh. „Ich habe die USA ein bisschen vermisst“, begründet er, warum es für ihn und seine Freundin Sandra, die er in Remscheid kennen- und liebengelernt hat, im November 2019 zurück in die Staaten ging.

Statt dort aber wieder heimisch zu werden, musste er einsehen, wie sich „sein“ Land verändert hat. „Ich wusste nicht, wie schlecht die Lebensbedingungen dort mittlerweile sind“, erzählt Williams. Unter anderem habe die Inflation dafür gesorgt, dass Lebensmittel extrem teuer geworden seien. „Es war so schlimm“, sagt der Footballer, der in Kansas City auch einen Job gefunden hatte.

Innerhalb von zwei Tagen krempeln sie ihr Leben wieder um

Dann kam Corona und zwang die beiden „Auswanderer“ zum Handeln. Williams: „Wir wussten, dass wir in Deutschland sicherer sind.“ Innerhalb von 48 Stunden – „Das waren die verrücktesten zwei Tage meines Lebens“ – packten sie ihre Sachen wieder zusammen, verkauften ihr Auto, gaben die Wohnung auf und machten sich auf den Rückweg.

Sie landeten in Essen-Altendorf, weil Williams den Headcoach der Cardinals, DJ Anderson, kennt. Dort will der 28-Jährige nun vor allem eines: seinen Sport ausüben. „Football ist mein Leben“, sagt er. Deswegen bereitet sich der US-Amerikaner auch so intensiv wie möglich auf die Zweitligasaison vor, die Anfang Juni beginnen soll. Unter anderem trainiert er mit Erskine Baker, dem früheren Amboss-Coach, der ihm auch dabei behilflich sein soll, dass die kommenden Monate weniger turbulent werden.

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