Judo

Wenzel erkämpft sich seine 25. Medaille

Jannik Wenzel holte sich die nächste Medaille.
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Jannik Wenzel holte sich die nächste Medaille.
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Judoka beherrscht auch das Sambo.

Von Fabian Herzog

Halbzeit! Bei seinem anvisierten Ziel, in 50 verschiedenen Ländern eine Medaille auf einem offiziellen Turnier zu gewinnen, hat Jannik Wenzel mittlerweile die Hälfte geschafft. Der gebürtige Hückeswagener, der in Lüttringhausen lebt, nahm jüngst an der Studenten-Weltmeisterschaft im türkischen Samsun teil, vertrat nicht nur die Uni Köln, sondern auch Deutschland, und sicherte sich Bronze.

Und das nicht etwa im Judo, seiner Paradesportart, sondern im sehr ähnlichen Sambo. Die aus Russland stammende Variante unterscheidet sich minimal von der japanischen Kampfkunst. „Die Kleidung ist ein bisschen anders, und es sind ein paar mehr Techniken als im Judo erlaubt“, erläutert der 25-Jährige.

Im Viertelfinale setzte er sich gegen einen Kontrahenten aus Aserbaidschan durch, um es in der nächsten Runde mit einem absoluten Hochkaräter zu tun zu bekommen. Der sechsfache georgische Sambo-Meister Giorgi Lursmanashvili erwies sich dann auch als große Herausforderung, die Wenzel beinahe gemeistert hätte. Doch bei 1:0-Führung wurde ihm ein weiterer Punkt verwehrt, den nach dem Kampf auch das georgische Lager bestätigte. So unterlag er gegen den späteren Sieger, der das Finale klar und vorzeitig mit 10:0 gewann, knapp mit zwei Punkten Unterschied.

Die ihm durch den Halbfinaleinzug dennoch schon sichere Medaille tröstete ihn darüber hinweg. Wie auch das Drumherum, das ihn mächtig beeindruckte. „Man fühlte sich in dem riesigen Gebäudekomplex der Universität von Samsun wie in einem kleinen olympischen Dorf“, berichtet Jannik Wenzel. Dazu passte auch die Eröffnungsfeier, die, um möglichst viele Sportlerinnen und Sportler daran teilhaben lassen zu können, zeitlich etwa in der Mitte der zehntägigen Spiele und damit nach dem Sambo-Wettstreit stattfand. Der Hückeswagener durfte dabei das Schild der Uni Köln und so das einzige deutsche Zeichen hochhalten. Abgerundet wurde dies alles von einem kulturellen Programm.

Wenzel hätte es also nicht viel besser erwischen können. „Für mich war das einer meiner größten Erfolge“, freute er sich. „Zumal das Teilnehmerfeld mit Ringernationen wie Georgien, Aserbaidschan, der Türkei, Turkmenistan und der Ukraine hochkarätig war.“ Und es passte eben auch der Rahmen und ließ ihn schwärmen: „Das war eine unvergessliche Erfahrung.“

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