Leichtathletik

Weiss sieht trotz Pandemie nicht schwarz

Bastian Weiss trainiert für neue Triathlon-Rekorde. Der Radevormwalder hat sein Programm auch in den vergangenen Wochen und Monaten konsequent durchgezogen. Foto: Jürgen Moll
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Bastian Weiss trainiert für neue Triathlon-Rekorde. Der Radevormwalder hat sein Programm auch in den vergangenen Wochen und Monaten konsequent durchgezogen.

Radevormwalder Triathlet hat sein Training auch in Corona-Zeiten durchgezogen.

Von Flora Treiber

Eigentlich hatte Bastian Weiss für 2020 große Pläne. Der Triathlet aus Radevormwald war für mehrere Wettkämpfe angemeldet, aber die Corona-Krise machte dem jungen Leistungssportler einen Strich durch die Rechnung. Bisher sind alle Wettkämpfe ausgefallen, aber die Motivation des 18-Jährigen ist ungebrochen. „Durch die Pandemie hatte ich noch mehr Zeit, um zu trainieren, und diese Zeit habe ich auch genutzt. Ich habe längere Strecken zurückgelegt, als mein Trainingsplan eigentlich vorgesehen hat.“

Bastian Weiss hat mit 15 Jahren an seinem ersten Triathlon teilgenommen und 2019 den Cross-Triathlon in Wuppertal gewonnen. Damals setzte er sich auf 750 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und fünf Kilometern Laufen gegen seine Konkurrenten durch. Für den Studenten hat sich der Sport zu einem Lebensinhalt und zu einem Traum entwickelt. Bastian Weiss will es in die Bundesliga schaffen und irgendwann beim Ironman auf Hawaii starten.

„2020 waren die Bedingungen nicht optimal!“
Bastian Weiss, Rader Triathlet

Nach der Teilnahme an den NRW-Meisterschaften trainierte Bastian Weiss in einem Liga-Team in der Nähe von Krefeld, über den TSV Radevormwald arbeitet er an seiner Schwimmleistung. Die geregelten Trainingszeiten sind von der Corona-Krise durcheinandergebracht worden. Ein gebrochener Arm, den sich der 18-Jährige bei einem Fahrradsturz zugezogen hatte, kam außerdem noch dazu. „2020 waren die Trainingsbedingungen nicht optimal, aber ich bin jetzt noch motivierter“, sagt er.

Nachdem der Arm wieder verheilt war, nahm Bastian Weiss sein Training in Eigenregie auf. Laufen und Fahrradfahren gingen problemlos. „Es war etwas mehr auf den Strecken los als sonst, aber das Training hat gut funktioniert.“ Herausfordernd war es, das Schwimmtraining aufrechtzuerhalten, denn mit der Corona-Krise kam die Schließung aller Sport- und Hallenbäder. Geschwommen ist Bastian Weiss trotzdem. „Ich bin mit einem Neopren-Anzug in offene Gewässer gegangen. Unter anderem auch in die Wupper, die extrem kalt ist. Trainieren kann man da aber ziemlich schlecht“, sagt der Triathlet.

Für einige Wochen weicht er nach Hückeswagen aus

Bis das „life-ness“ in seiner Heimatstadt Radevormwald wieder öffnete, wich er einige Wochen zuvor auf das Hallenbad in Hückeswagen aus. Mittlerweile ist Bastian Weiss zurück in seinem gewohnten Trainingsbecken – und auch die Trainingseinheiten des TSV laufen wieder an.

Der Triathlet hofft darauf, dass im Spätsommer wieder Wettkämpfe stattfinden, aber er ist skeptisch. „Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass diese großen Veranstaltungen so schnell wieder aufgenommen werden, aber ich würde mich freuen“, sagt er.

Für den Nachwuchscup NRW ist der Radevormwalder noch angemeldet. „Das wichtigste Rennen des Jahres steht für mich noch aus.“ Obwohl 2020 sportlich nicht so verlaufen ist, wie er es sich vorgestellt hat, hat sich an seinen langfristigen Zielen nichts verändert. Er träumt weiterhin vom Ironman und von Wettkämpfen auf Bundesebene.

Die stärkste Disziplin des Triathleten ist das Radfahren, während er sich beim Laufen entspannen kann. Schwimmen ist für Bastian Weiss die schwierigste Disziplin. Umso besser, dass er jetzt wieder professionell trainieren und an seinen Träumen arbeiten kann.

Hintergrund

Bastian Weiss träumt von einer Teilnahme am Ironman auf Hawaii. Dieser Wettkampf gilt als härteste der Welt für Triathleten. 2004 siegte dort der Deutsche Norman Stadler und schaffte es 2006 auch wieder zu Gold. Den Streckenrekord holte sich Jan Frodeno 2019 mit 7:51:13 Stunden.

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