Fußball

FCR verliert trotz Herz und Leidenschaft

Schade: Jonas Wagenpfeil und der FCR standen trotz eines beherzten Auftritts im Regen.

Der FCR zeigt in der Fußball-Landesliga eines seiner besseren Spiele, verliert aber gegen den TVD Velbert mit 2:3. Ausgerechnet „Stano“ trifft.

Von Andreas Dach

Wagen wer? Es waren nicht viele Zuschauer im Röntgen-Stadion. Aber diejenigen, die sich beim typischsten aller bergischen Wetter für einen Besuch des Landesligaspiels zwischen dem FC Remscheid und dem TVD Velbert entschieden hatten, staunten nicht schlecht. Im Tor des Gastgebers stand beim 2:3 (1:0) nicht Nico Tauschel. Nicht Sebastian Lienen. Und auch nicht Basti Weyer, der als Torwarttrainer theoretisch auch eine Option gewesen wäre.

Nein, Trainer Acar Sar schenkte Jonas Wagenpfeil das Vertrauen. Der sonstige Schlussmann der 2. Mannschaft vertrat die drei Erstgenannten, die aus unterschiedlichen Gründen nicht für einen Einsatz von Beginn an in Frage kamen. Bei Tauschel (Finger) und Weyer (Schulter) lagen Verletzungsgründe vor, bei Lienen waren es Zweifel angesichts seiner aktuellen Form. Bitter für Letztgenannten, der eigentlich als die Nummer zwei beim FCR gilt, die Entscheidung aber sportlich zur Kenntnis nahm.

Der FC Remscheid hält mit viel Herz dagegen

Und was machte Wagenpfeil? Nun, er konnte die Niederlage gegen den Aufstiegsmitfavoriten, bei dem die ehemaligen FCR-Spieler Benni Wünschmann und Aleksandar Stanojevic zunächst auf der Bank saßen, nicht verhindern. Er sagte: „Ich habe erst kurz vor dem Anpfiff erfahren, dass ich spiele.“ Velbert erwies sich erwartungsgemäß als fußballerisch kultiviert, der FCR hielt mit viel Leidenschaft und Herz dagegen. So war die Führung zur Pause nicht unverdient. Eine Ecke von Kevin Hartmann war genau auf dem Kopf von Nico Langels gelandet – 1:0 (36.). Acht Minuten zuvor hatte Bedri Mehmeti den Ball aus 20 Metern nur knapp über die Querlatte gezimmert.

Die Leidenschaft wurde nicht weniger, aber Velbert wurde offensiver und drehte innerhalb von nur drei Minuten die Partie. Die Tore von Youssef El Boudihi (50.) und Alex Fagasinski (53.) waren in der Entstehung zwar glücklich, weil deren Schüsse abgefälscht waren, aber auch die Konsequenz des fünften und sechsten Ganges, den die Gäste eingelegt hatten. Da war der FCR einen Moment lang nicht wach.

Es spricht für ihn, dass er mit großer Moral den Ausgleich durch Kevin Hartmann schaffte (73.), ehe ausgerechnet Aleksandar Stanojevic (76.) allen Hoffnungen auf Zählbares einen Strich durch die Rechnung machte. „Das war mein erster Saisontreffer“, sagte „Stano“ fast schon entschuldigend. Indes meinte Acar Sar: „Es war ein starkes Spiel meiner Jungs. Wir haben uns als Einheit präsentiert.“

FCR: Wagenpfeil, Dossmann, Babic, Tilly (84. Agadakmaz), Hartmann, Najdanovic (71. Buscemi), Langels, Yamaura, Salkovic, Ülker, Mehmeti (71. Posavec).

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