Sportlicher Adventskalender

Vornehm? Ben kennt keine Zurückhaltung

Ben Vornehm (l.) und Keeper Magnus Merten. Oder: Wenn zwei Rückennummern zusammen Tag und Monat darstellen. Foto:
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Ben Vornehm (l.) und Keeper Magnus Merten. Oder: Wenn zwei Rückennummern zusammen Tag und Monat darstellen.
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Rückennummer-Adventskalender

Von Fabian Herzog

„Sich durch Zurückhaltung und Feinheit des Benehmens und der Denkart auszeichnend.“ Unter anderem so definiert der Duden das Adjektiv vornehm. Wer den Wermelskirchener Handballer Ben Vornehm spielen sieht, erkennt allerdings schnell, dass nomen in diesem Fall nun wahrlich nicht omen ist (est). Bei den Bergischen Panthern zählt der Rechtsaußen mit seiner unbekümmerten Art zu den größten Talenten, von denen in Zukunft sicherlich noch einiges zu hören sein wird.

Seine Klasse hat Vornehm in dieser Saison schon mehrfach unter Beweis gestellt. Und das in drei verschiedenen Mannschaften. Eigentlich spielt der Linkshänder noch in der A-Jugend, mit der er in der Regionalliga für Furore sorgt. Nach fünf Partien stehen beeindruckende 8:2-Punkte zu Buche. Nahezu parallel ist er aber auch Teil der Panther-Zweiten und hat in der Verbandsliga schon einige Visitenkarten abgegeben. Wenn es zeitlich passte, lief Vornehm zudem auch für die 3. Mannschaft in der Landesliga auf und trumpfte, wie zuletzt mit neun Toren (davon sieben aus dem Feld) gegen den BHC III, mächtig auf. Insgesamt bringt es der Wermelskirchener schon auf 16 Saisonspiele, an sieben Wochenende legte er eine Doppelschicht ein.

Zur Zweitvertretung der Panther ist er im Sommer auf kuriose Weise gelangt. Sein A-Jugend-Coach Boris Komuczki wollte ihn zum Training der Dritten schicken und sagte, diese würde in der Max-Siebold-Halle trainieren. Dort traf er allerdings die Verbandsligatruppe an – und machte sich dort direkt so gut, dass diese ihn nicht mehr ziehen ließ. „Unser Start in die Saison war etwas schwierig und unruhig“, erzählt Vornehm. „Da haben wir Spiele doof verloren. Aber mittlerweile läuft es.“

Ungewohntes Problem nach Wechsel vom TuS zu den Panthern

Auch für den 18-Jährigen selbst, der über den TuS Wermelskirchen im zweiten C-Jugend-Jahr zu den Panthern gekommen ist und dort erst einmal mit einem ungewohnten Problem konfrontiert wurde. „Meine Nummer 10 war an Jannis Lorenz vergeben“, erinnert sich der Handballer. So musste Vornehm mit der 5 vorliebnehmen. Zur nächsten Saison überlies Lorenz ihm dann die 10. „Das war immer schon meine Nummer“, sagt Ben Vornehm. „Die bedeutet mir viel.“

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Sein sportliches Idol trägt dagegen eher die 9 oder 19: Tobias Reichmann. Beim sprunggewaltigen Nationalspieler schaut sich der Wermelskirchener gerne etwas ab, um sich weiter zu verbessern. Dafür absolviert er ein immenses Trainingspensum. Montags mit der A-Jugend, dienstags mit der Zweiten, mittwochs mit A-Jugend und seit zwei Monaten auch mit der 1. Mannschaft, donnerstags mit A-Jugend und Zweiten sowie freitags mit der A-Jugend. „Ich habe das Ziel, mal mit der Ersten in der 3. Liga zu spielen“, sagt Vornehm, der auch noch einem Nebenjob beim Physioteam Admiraal nachgeht. Dass seine schulischen Leistungen darunter nicht leiden, zeigt der Notendurchschnitt des designierten Sophie-Scholl-Abiturienten. „Der lag zuletzt bei 1,6“, erzählt Vornehm – und das in aller Zurückhaltung, fein benehmend und wohl durchdacht.

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