Reaktion auf die steigenden Corona-Zahlen

Verbände unterbrechen die laufende Handball-Saison

Sprachlos – das HGR-Trainergespann Alexander Zapf (l.) und Jörg Müller blickt in eine unsichere Zukunft. Foto: Michael Sieber
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Sprachlos – das HGR-Trainergespann Alexander Zapf (l.) und Jörg Müller blickt in eine unsichere Zukunft.
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Mittelrhein unterbricht die laufende Saison.

Von Peter Kuhlendahl

Es war eine Nachricht am Donnerstagmittag, die erst einmal sacken musste. „Das ist so, als ob einem der Stecker abrupt rausgezogen wird“, lautete die erste Reaktion von Alexander Zapf, dem Trainer des Handball-Regionalligisten HG Remscheid. Der Handball-Verband Mittelrhein (HVM) hat beschlossen, die derzeit laufende Saison in seinen Ligen aufgrund der Corona-Pandemie zu unterbrechen. Dies gilt zunächst bis zum 15. November. Die Verantwortlichen betonen, dass sie die Situation weiter intensiv beobachten und behalten sich eine Verlängerung aber auch eine Verkürzung vor.

Am Donnerstagabend zog der Handball-Verband Niederrhein (HVN), der die Regionalliga gemeinsam mit dem HVM organisiert, mit identischem Zeitplan nach. „Am Mittwoch waren wir noch sicher, den Spielbetrieb weiter aufrechterhalten zu können“, erklärt der Vorsitzende Michael Girbes. „Wie im März haben sich die Ereignisse dann aber wieder überschlagen.“

Zapf befürchtet eine längere Pause. „Ich gehe sogar davon aus, dass wir in diesem Kalenderjahr gar nicht mehr spielen. Und ob die Saison überhaupt noch weitergeht, steht für mich mehr als in den Sternen“, erklärt ein völlig frustrierter HGR-Trainer. Einen Plan, wie er und sein Team nun mit dieser Nachricht umgehen werden, hat er noch nicht. „Natürlich haben wir darüber bereits gesprochen“, meint Zapf. Allerdings haben wohl alle gehofft, dass es doch irgendwie weitergehen würde. Um so tiefer scheint jetzt das Loch, in das alle fallen.

Aufsteiger will nicht im Risikogebiet spielen

Vorausgegangen war ein Eiertanz um die Austragung der Partie der HGR gegen den HC Gelpe/Strombach. Der Aufsteiger aus der Nähe von Gummersbach hatte beim Verband um die Verlegung der Partie gebeten, da man an diesem Samstag nicht ins Risikogebiet Remscheid reisen wollte. Dies hatte bei der HGR für großes Kopfschütteln gesorgt. Zumal der Oberbergische Kreis mittlerweile selbst Risikogebiet ist, da die Inzidenzzahl nun auch dort über 50 liegt.

Außerdem hatten die Remscheider alles versucht, dass die Partie ausgetragen wird. So hatte man in Aussicht gestellt, dass in der Halle Neuenkamp unter Ausschluss der Öffentlichkeit gespielt wird. Auch ein Tausch des Heimrechts war dem Aufsteiger angeboten worden. Alles vergebens. Die Partie findet nicht statt. Wie mindestens bis zum 15. November alle im gesamten HVN.

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