Rollhockey

Vor den Derbys bleiben viele Fragezeichen

Die Mannschaftsbeschwörung beim letzten Auswärtsderby half. Die IGR siegte im Herbst in Cronenberg mit 5:3. Foto: Michael Sieber
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Die Mannschaftsbeschwörung beim letzten Auswärtsderby half. Die IGR siegte im Herbst in Cronenberg mit 5:3.
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Rollhockey-Bundesliga: Die Männer und die Frauen der IGR Remscheid spielen am Samstag in Cronenberg.

Von Peter Kuhlendahl

Die IGR-Frauen wollen beim RSC jubeln.

Ob als normales Bundesligaspiel, als Play-off-Partie oder als eine Begegnung im Pokal: Die Derbys zwischen der IGR Remscheid und dem RSC Cronenberg elektrisieren. Die Spieler, die Trainer, die Fans auf beiden Seiten und auch viele andere Sportinteressierte im Bergischen Land. An diesem Samstag gibt es das Derby sogar im Doppelpack. Ab 15.30 Uhr messen sich in der Bundesliga zunächst die Männer und dann ab 18 Uhr die Erstliga-Frauen der beiden Clubs in Wuppertal. Dass die beiden Partien aber nun unter ganz anderen Vorzeichen stehen, hat einen Grund: die Corona-Pandemie.

„Die Vorbereitung auf dieses Spiel ist in dieser Woche alles andere als normal gewesen“, berichtet Timo Meier. Yannik Lukassen, der am vergangenen Wochenende wegen einer Erkrankung bei der Niederlage gegen Düsseldorf fehlte, ist Anfang der Woche positiv auf Corona getestet worden. Die U20-Spieler Paul Ronge, Ben Kessens und Ole Kaldasch waren am Sonntag bei einem Lehrgang der Nationalmannschaft. Dort hatten sie engen Kontakt mit einem Spieler, der mittlerweile auch positiv getestet wurde.

U20-Nationalspieler sind aus dem Training genommen worden

„Wir haben das Trio sofort aus unserem Training rausgenommen, obwohl die bisherigen Tests negativ waren“, betont Meier, der sich allerdings auch fragt, wie die Cronenberger mit ihren U20-Nachwuchsspielern verfahren, die ebenfalls beim Lehrgang waren. Außerdem werden alle IGR-Spieler, die alle geboostert sind, vor jedem Training getestet. Verständnis hätte zudem der Coach für jeden Spieler, dem sämtliche Umstände zu unsicher sind und der nun passen würde. „Aber das ist aktuell überhaupt kein Thema in der Mannschaft“, sagt Meier, dem allerdings auch klar ist, dass die Partie jederzeit abgesagt werden kann.

Falls gespielt wird, beginnt die letzte und eigentliche Vorbereitung am Samstagmittag um 13 Uhr. „Für alle, die dann am Treffpunkt dabei sind, dreht sich alles nur noch um die sportlichen Belange. Und auch die Vorfreude wird dann richtig einsetzen“, ist der Trainer sicher.

Die Aufgabe in Wuppertal gehen die Remscheider optimistisch an. Nicht zuletzt weil das letzte Spiel im Herbst beim RSC Cronenberg gewonnen wurde. Dass das Rückspiel in eigener Halle dann verlorenging, lang an den damaligen personellen Problemen der IGR. Dies würde am kommenden Samstag ganz anders aussehen. Vom Stammpersonal fehlt einzig Lukassen. Wieder dabei ist der am vergangenen Wochenende aus beruflichen Gründen fehlende Max Richter.

Aktuelle Coronafälle gibt es im Bundesligakader der Frauen zwar nicht. „Aber wir sind natürlich nicht so blauäugig, dass es nicht auch uns treffen könnte“, sagt Thomas Beck. Auch für den 2. Vorsitzenden der IGR, der zudem zum Trainerstab des Teams gehört, war es keine normale Vorbereitung auf das Derby. Allerdings ist die Vorfreude bei allen Beteiligten groß, da das letzte Spiel der Mannschaft Mitte Dezember stattgefunden hat.

Damals feierten die Remscheiderinnen gegen die Moskitos aus Wuppertal auch endlich den ersten Sieg in der laufenden Saison. „Diesen Schwung hoffen wir, noch mitnehmen zu können“, betont Beck, der sich und sein Team am frühen Samstagabend beim Tabellenführer aus Wuppertal aber in der Außenseiterrolle sieht.

Positiv stimmt indes alle Beteiligten, dass die IGR aus personeller Sicht keine Probleme hat. Beck: „Wie heißt es so schön? Wir können da endlich aus dem Vollen schöpfen.“

Gut zu wissen

Die Alfred-Henckels-Halle in Wuppertal ist im Besitz des RSC Cronenberg und hat laut Vereinsangaben ein Fassungsvermögen von 800 Zuschauern. Rund die Hälfte, also 400, dürfen am Samstag bei den mit Spannung erwarteten Derbys gegen die IGR Remscheid dabei sein. Ein begrenztes Kontingent für die Gäste gibt es nicht. Für die Zuschauer, die in der Halle eine Maske tragen müssen, gilt die 2G-Regel.

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