Türchen 24

Von Süd bis West: Sein Typ ist gefragt

Mittendrin statt nur dabei: Daniel Jaschinski (24) mit seinen WTV-Mitspielern Jan Thore Zimmer (l.) und Maximilian Halbach (r.) beim Derby gegen den ATV Hückeswagen (Moritz Mettler, Daniel Bangert, v.l.).
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Mittendrin statt nur dabei: Daniel Jaschinski (24) mit seinen WTV-Mitspielern Jan Thore Zimmer (l.) und Maximilian Halbach (r.) beim Derby gegen den ATV Hückeswagen (Moritz Mettler, Daniel Bangert, v.l.).
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Wir öffnen das Rückennummern-Adventstürchen 24 – mit Daniel Jaschinski vom WTV.

Von Andreas Dach

Irgendwann endet auch die schönste (RGA-)Serie einmal. In diesem Fall mit der 24, dem letzten Adventstürchen, welches Jahr für Jahr von uns geöffnet wird. Daniel Jaschinski trägt beim Wermelskirchener TV die 24 auf dem Rücken und auf der Brust. Hat der Rückraumspieler vielleicht eine besondere Verbindung zum 24. Dezember, dem Vortag des Weihnachtsfestes? Und deshalb die

Der 1,90 Meter große Handballer winkt ab. „Die 24 ist ein reines Zufallsprodukt“, sagt er. „Die Nummer, die ich gerne gehabt hätte, war beim WTV schon belegt.“ Jaschinski spielt mit Zweitspielrecht in seiner Heimatstadt. Da muss man sich halt schon einmal hinten anstellen, wenn es um die Vergabe von Trikotnummern geht. Eigentlich mag er die 31 sehr – passend zu seinem Geburtsdatum, dem 3.1.. So ist Daniel Jaschinski bei der 24 gelandet und kommt damit auch bestens klar. Der Lehramtsstudent aus München (Sport/Erdkunde) pendelt häufiger mal zwischen Bayern und dem Bergischen Land. Zumindest dann, wenn für den Bezirksoberligisten TSV Sauerlach kein Spiel ansteht und er studienmäßig nicht zu sehr eingebunden ist.

„Wobei es in dieser Saison nur drei- oder viermal geklappt hat“, berichtet Daniel Jaschinski. Beim WTV ist man dann froh, hat einen starken Mann mehr im linken Rückraum und in der Abwehr. Fit ist er durch sein regelmäßiges Training in München sowieso. Und die Verbindung zur Heimat ist nie abgebrochen.

Schon früh hat Daniel Jaschinski Handball bei der JSG gespielt. Dort hat ihn sein Vater Jörg in der E- und in der D-Jugend trainiert und die Handballbegeisterung mit vorangetrieben. Diese war nicht nur groß, Mit den B-Junioren des Bergischen HC wurde Jaschinski Westdeutscher Meister, mit den A-Junioren ging es in die Junioren-Bundesliga. Daniel Jaschinski war auf einem guten Weg. Bis ihn zwei Schulter-Operationen ausbremsten. „Danach war ich vom Kopf und vom Körperlichen her nicht mehr so in der Bahn“, begründet er, warum es mit der Laufbahn nicht weiter steil bergan ging. „In der Folge habe ich nur noch zum Spaß gespielt.“

Türchen Nummer 24.

In Unterhaching – und irgendwann dann beim WTV II. Dort war sein Vater gemeinsam mit Uwe Kaplan Trainer und forcierte eine neuerliche handballerische Zusammenarbeit. Fertig war das Zweitspielrecht, was auch für die Erste des WTV galt. Der damalige Trainer Björn Sichelschmidt hatte angefragt – die unverändert großen Qualitäten des Daniel Jaschinski waren ihm nicht verborgen geblieben.

Also brachte sich der umworbene Bayer aus Wermelskirchen auch dort ein. Das ist immer noch der Fall und ausschließlich bei der Ersten. Die Zugstrecke von München nach Köln kennt Jaschinski mittlerweile in- und auswendig. Und auch die Fahrtdauer – 4,5 Stunden. Mit dem ICE. Ohne Umsteigen. Die Zeit nutzt er oft zum Lernen und freut sich dann auf das Wiedersehen mit der Familie, mit Freunden und mit Mannschaftskameraden.

Mit drei der Letztgenannten hat er sogar schon in der Jugend zusammengespielt. Mit Joshua Dahm, Kevin Siebert und Thomas Schmitz. „Ich komme gerne nach Hause“, sagt Daniel Jaschinski. Auch jetzt über Weihnachten, Silvester und seinen Geburtstag zum Jahresbeginn. Er ist Einzelkind. Da kann er sicher sein, dass sich die Lieben daheim rührend um ihn kümmern werden.

Dabei ist unsere Nummer 24 niemand, der anderen auf der Tasche liegen mag. Schon gar nicht seinen Eltern. Deshalb jobbt er in München neben Studium und Handball im Gastronomiebereich. Das Wohnen in Obergiesing ist nicht billig. Und dann sind da ja auch die regelmäßigen Zugfahrten.

Serie

Mit dem Öffnen des 24. Türchens unseres Rückennummer-Adventskalenders endet unsere Serie leider wieder viel zu schnell. Doch wir sind sicher, dass es auch im kommenden Jahr wieder spannende Geschichten zu erzählen gibt.

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