Triathlon

Von Chris Zimmermann wird man eine Menge hören

Chris Zimmermann war sehr fokussiert – das galt auch für den zweiten Teil des Triathlons. Den auf dem Rad.
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Chris Zimmermann war sehr fokussiert – das galt auch für den zweiten Teil des Triathlons. Den auf dem Rad.
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Chris Zimmermann aus Wermelskirchen trumpft in Duisburg auf.

Von Andreas Dach

Ehefrau Sarah und Sohn Lion sind für den Wermelskirchener Chris Zimmermann ein großer Rückhalt.

Er ist Wermelskirchener, arbeitet in Remscheid und startet für den TriClub Wuppertal. Ein höchst interessanter Ausdauersportler, dieser Chris Zimmermann, der sich mit starken Leistungen immer mehr ins Rampenlicht kämpft. Wer ihn bislang noch nicht kannte, kennt ihn spätestens seit dem jüngsten Ironman 70.3 Duisburg. Dort gehörte er zu 2500 Athleten, die sich mit einer Schwimmstrecke von 1,9 Kilometern, einer Raddistanz von 90 Kilometern und einem abschließenden Halbmarathon (21,1 Kilometer) auseinandersetzen mussten. Aufregung verspürte Zimmermann kaum: „Sie hielt sich in Grenzen, weil es nicht mein erster Start war und ich wusste, was auf mich zukommt.“

Gleichwohl: Ein klein wenig Druck war schon da. Für den war er selbst verantwortlich. Wollte Zimmermann doch unbedingt seine persönliche Bestzeit unterbieten - sie lag zuvor bei 4:31 Stunden. Eine Zeit unter 4:20 sollte es im Ruhrpott werden. Und den abschließenden Halbmarathon wollte er in einer Zeit von 1:20 Stunden laufen. Ein Vorhaben ließ sich realisieren, eins nicht. Doch dazu später mehr.

„Ich war einfach happy und dankbar für den Tag!“

Chris Zimmermann, Triathlet

Es ist seit Jahren Usus, dass man nicht mehr alle Aktiven gleichzeitig ins Wasser lässt. Stattdessen bevorzugt man ein rollendes System - alle fünf Sekunden steigen zwei bis sechs Athleten ins Wasser. Dadurch geht es beim Schwimmen deutlich entspannter zu, und auf dem Rad ist das Feld entzerrt. Maßnahmen, die auch Zimmermann natürlich sehr entgegen gekommen sind.

So war bei ihm die Stimmung bestens, als er und die anderen Triathleten gegen 7.30 Uhr auf die Reise geschickt wurden. Zusätzliche Motivation für den Mann aus dem Bergischen: „In der Masse standen auch meine Frau Sarah und mein Sohn Lion, um mich anzufeuern.“ Mit einem Hechtsprung ging es ins Wasser. Dabei löste sich Zimmermanns Brille. So schwamm er kurz auf dem Rücken, um sie wieder aufzusetzen. Danach fand er schnell seinen Rhythmus, stieg nach 30:16 Minuten aus dem Wasser.

Beinahe stakkatomäßig ging es dann weiter. Wechselzone. Beutel schnappen. Startnummer. Helm. Radschuhe an. Aufs Rad. Los ging die wilde Fahrt. Zimmermann: „Es ist immer gut, wenn man weiß, wo sein Rad steht.“ Sonst kann es in einem unübersichtlichen Pulk von knapp 3000 Rennrädern schon mal knifflig werden. Dass er seine beiden Herzensmenschen wenig später wieder an der Strecke entdeckte, trug zur starken Zeit von 2:18 Stunden bei. Das entsprach einem Schnitt von 39 km/h.

Blieb der Halbmarathon. Die Beine wurden schwerer und schwerer. Solche Distanz von 21,1 Kilometern ist halt etwas anderes, wenn man vorher schon im Wasser und auf dem Rad war. Das konnte der Sohn noch so laut „Papaaa“ rufen. In der letzten Runde noch einmal auf die Tempotube zu drücken - unmöglich. Aber Zimmermann zog dran, lief im Stadion, das Drittligist MSV Duisburg als Heimstätte nutzt, über den roten Teppich ins Ziel.

Die Uhr stoppte schließlich bei 4.17:59 Stunden. Das bedeutete für ihn eine neue persönliche Bestzeit. Dass es im abschließenden Lauf eine 1.23 Stunden wurde, war schnell Nebensache. Zimmermann war voller Glücksgefühle, ließ sie raus: „Ich war happy und einfach dankbar für den Tag.“ Wissend, dass eine solche Megaleistung ohne Unterstützung von Außen nicht möglich gewesen wäre.

Termine

Und wie geht es nun weiter? Das Sportjahr 2022 ist für Chris Zimmermann noch längst nicht vorbei. Er will noch zwei kürzere Triathlons absolvieren, ehe er dann Ende Oktober beim Röntgenlauf in Remscheid voll angreifen wird. Über welche Distanz er dort starten wird? Abwarten. Da lässt er sich noch nicht in die Karten blicken.

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