Sportlicher Adventskalender

Von Aberglaube gibt es überhaupt keine Spur

Sie trägt seit vielen Jahren das Trikot der Bergischen Panther und wird es auch nicht mit einem anderen wechseln.
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Sie trägt seit vielen Jahren das Trikot der Bergischen Panther und wird es auch nicht mit einem anderen wechseln.
  • Peter Kuhlendahl
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13. Türchen im Rückennummern-Adventskalender mit Handballerin Dunja Pfeiffer (Panther).

Alle Jahre wieder . . . Wenn das 13. Türchen unseres Adventskalenders geöffnet wird, muss die Sportlerin oder der Sportler, die/der diese Nummer auf dem Rücken trägt, diese Frage beantworten: „Abergläubisch dürfen Sie aber nicht sein, oder?“ „Das bin ich natürlich nicht“, sagt Dunja Pfeiffer, die dabei abwechselnd lachen und husten muss. Die Handballerin der Bergischen Panther muss aktuell einen grippalen Infekt auskurieren. Verpasste aus diesem Grund auch das Derby ihres Teams am vergangenen Sonntag in die Oberliga gegen die HSG Rade/Herbeck.

Doch zunächst einmal zurück zur 13, die für viele eine Unglückszahl ist. Gibt es denn einen triftigen Grund, warum sie die nun seit frühester Jugend auf dem Rücken trägt? „Das hat mit einem damaligen Fußballer von Bayer Leverkusen zu tun“, erklärt die 28-Jährige. Als Michael Ballack vor mehr als 20 Jahren in der BayArena auflief, fing Pfeiffer bei den Minis von Bergisch Neukirchen mit dem Handballspielen an. Und von da an musste es eben die 13 sein, die sie bis heute trägt. „Ein großer Fußballfan war ich eigentlich nicht, aber von ihm schon.“

Sympathien mit Leverkusen hat sie ebenfalls. Alleine schon, weil sie dort geboren wurde und auch lebt. Sportlich und beruflich hat sie sich allerdings ins Bergische Land orientiert. Die Logopädin arbeitet in einer Praxis, die in Remscheid und Solingen ihren Sitz hat. In diesen Städten therapiert sie sowohl Kinder als auch ältere Menschen.

Bei den Bergischen Panthern hat sie in der C-Jugend angefangen. „Bei meinem Verein, bei dem ich begonnen hatte, ging es mit der handballerischen Ausbildung damals nicht weiter“, erinnert sich Pfeiffer, die zu der Zeit aus ihrem Hobby mehr machen wollte. Seitdem spielt sie bei den Panthern, hat nie das Trikot eines anderen Vereins übergestreift und will auch gar nicht mehr weg. „Da habe ich mittlerweile einen sehr großen Freundeskreis, und es macht dort riesigen Spaß“, berichtet sie.

Und obwohl sie mit ihrer Mannschaft in der Oberliga spielt, steht der Spaß an allererster Stelle. „Aber natürlich sind wir auch mit dem nötigen Ernst bei der Sache“, sagt sie. Dafür sorgt auch Trainer-Haudegen Boris Komuczki, der die Mannschaft in dieser Saison übernommen hat. Und er hat auch das Sagen, wenn es um die taktische Ausrichtung geht. So findet sich Pfeiffer, die eigentlich immer Kreisläuferin war, nun mehr auf der Rückraumposition wieder. „Aber das ist völlig okay.“

Dass sie am vergangenen Sonntag krankheitsbedingt im Derby ausfiel, hat sie selbstverständlich geärgert. Aber ihr Team hat zumindest einen im Abstiegskampf sehr wichtigen Sieg eingefahren. Es war erst der dritte in dieser Saison. „Wir hatten zwei Abgänge zu verkraften, und dann kamen auch noch Verletzungen dazu. Wir haben aber oft gezeigt, was wir drauf haben“, geht die Leverkusenerin felsenfest davon aus, dass der Klassenerhalt sichergestellt wird.

Und für noch mehr Spaß bei ihr, ihrem Team und dem ganzen Verein sorgen wird, zu dem auch sie ein ganz besonderes Verhältnis hat. Wenn sie nicht selbst spielt, sitzt sie in der Max-Siebold-Halle auf der Tribüne und schaut sich die Spiele der anderen Panther-Teams an. Davon gibt es jede Menge. Von der 3. Liga über die Verbandsliga bis zur 2. Frauen-Mannschaft, die in der Landesliga spielt. Ideal für sie mit dem großen Panther-Herz.

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