VOLLEYBALL Traumhafte Karriere von Sandra Ferger

Sandra Ferger mit ihrem "Entdecker" Klaus Triesch bei der 150-Jahr-Feier des RTV.<br><i>©

In ihrem Fall kann man den Begriff des Eigengewächses getrost verwenden. Sandra Ferger hat als Zehnjährige mit dem Volleyballspielen beim Remscheider TV begonnen. Jetzt - neun Jahre später - findet die sportliche Entwicklung der Bald-Abiturientin der Sophie-Scholl-Gesamtschule eine vorläufige Krönung.

Die vielseitige Volleyballerin pritscht, baggert und hechtet in der neuen Spielzeit für den Bundesligisten TSV 04 Bayer Leverkusen.

Ein sportliches Märchen, oder? Durch das gute Auge von RTV-Trainer Burkhard Wittlinger wurden erste Grundlagen gelegt. Zwischen den Spielzeiten 2002/2003 und 2009/2010 hat Ferger alle Jugendmannschaften bei den Remscheidern durchlaufen. Allerdings hatte "Volleyball-Papst" Klaus Triesch sich schon früh mit den Fähigkeiten von Sandra Ferger auseinandergesetzt.

Werbung
Werbung

Und sie bereits als 14-Jährige in den Damenbereich übernommen, wo sie von Beginn an Stammspielerin in der Landesliga war. Irgendwann hatte die Spielerin ein Niveau erreicht, bei welchem der RTV ihr nicht mehr weiterhelfen konnte. Also ging es aufwärts.

Zum SV Bayer Wuppertal in die Oberliga (2009/2010) und zur SG Langenfeld in die Regionalliga (2010/2011). Jetzt hat sie einen Vertrag in Leverkusen unterschrieben. Und Triesch hat seine ganz persönliche Rechnung aufgemacht: "In NRW gibt es etwa 1000 Damen-Volleyball-Teams. Drei davon spielen in der 1. Bundesliga. In so einer hohen Spielklasse sind also nur 0,3 Prozent aller Spielerinnen dabei." Ferger gehört dazu.

Allerdings muss sich der RTV bei aller Freude auch einen Wermutstropfen aus den Augenwinkeln streichen. Denn: Ferger hat sich ihrem Heimatverein immer sehr verbunden gefühlt und in der vergangenen Saison als Co-Trainerin bei der weiblichen U 20 mitgearbeitet. Das geht nun nicht mehr, weil ihr eigenes Trainingspensum auf fünfmal pro Woche angestiegen ist. Und die Teilnahme an der Beach-Runde in NRW kommt dazu.

Zur Erinnerung: Eine vergleichbare Entwicklung hat es in der RTV-Volleyball-Abteilung erst einmal in der knapp 40-jährigen Geschichte gegeben. Ursula Wolff war 1976 Jugend- und Junioren-Nationalspielerin geworden und in das Bundesligateam von Post SV Köln gewechselt.

Inhalt wird geladen...

Auch interessant

Kommentare zu diesem Artikel