Kultlauf

20. Röntgenlauf: Vielleicht kommt ja alles ganz anders

Auch in diesem Jahr werden viele dieser Athleten, die 2019 beim Start in Hackenberg zu sehen waren, wieder den Röntgenlauf mit starken Leistungen bereichern. Wie Daniel Schmidt (2340), Arnd Bader (2444), Finn Küpper (verdeckt dahinter) und Daniel Lipus (2473).
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Auch in diesem Jahr werden viele dieser Athleten, die 2019 beim Start in Hackenberg zu sehen waren, wieder den Röntgenlauf mit starken Leistungen bereichern. Wie Daniel Schmidt (2340), Arnd Bader (2444), Finn Küpper (verdeckt dahinter) und Daniel Lipus (2473).
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Sie gehören zu den Favoriten auf den längeren Strecken.

Von Andreas Dach

Mal sind ihm die Siege fast in den Schoß gefallen. Manchmal musste er auch arg kämpfen, bevor er im Halbmarathon-Ziel im Clemenshammer die Arme hochreißen durfte. Wie auch immer: Beim Röntgenlauf dominiert niemand die 21,1 Kilometer lange Strecke so sehr wie Daniel Schmidt. Der Remscheider ist also auch am kommenden Sonntag wieder der Favorit? Geht es nach dem für HAWOTEX/Steinhaus Fruchtkonserven startenden 36-Jährigen kann davon diesmal keine Rede sein.

Bei der Pressekonferenz zur 20. Auflage sagte der dem Organisationsteam gehörende Schmidt: „Eine Vielzahl junger Läufer jagt die alten Hasen.“ Seiner Meinung nach handelt es sich um das beste Halbmarathonfeld aller Zeiten. Die besten Chancen räumt er dem Wuppertaler Tim Wagner ein, der kürzlich den Remscheider Firmenlauf für sich entschieden hat. Allerdings: Holland ist nicht das Bergische Land. Und schon gar nicht der Röntgenlauf also.

Diesmal nicht laufend, sondern helfend unterwegs: Inge Raabe, normalerweise eine Favoritin auf langen Strecken.

Einmal in der Analyse, sprudeln weitere Namen über Schmidts Lippen. Daniel Buß, Murat Celik, Daniel Lipus, Lasse Prael, Chris Zimmermann. Und, falls sie starten: Torben Kirchner und Finn Küpper. Arnd Bader ist Teil einer Staffel. Per Bummelzug wird sich der Altmeister aber definitiv nicht vorwärts bewegen.

Gewinner gibt es schon, bevor die Sieger ermittelt worden sind: Das sind die Zuschauer, die auf der Strecke das Lauftempo der lokalen Größen bewundern können. Oder im Zieleinlauf möglicherweise Zeugen eines atemberaubenden Finishs werden.

Selbstverständlich kennt sich Daniel Schmidt auch mit anderen Streckenlängen aus und kann auch die läuferische Leistungsfähigkeit vieler Frauen einordnen. Deshalb wagt er eine vorsichtige Einschätzung. Wir ergänzen sie gerne an der einen oder anderen Stelle.

„Eine Vielzahl junger Läufer jagt die alten Hasen!“

Daniel Schmidt, Halbmarathoni

Beim Halbmarathon der Frauen: Katharina Urbainczyk aus Wuppertal ist Streckenrekordhalterin. Sie ist Mama geworden, tastet sich an alte Klasse heran. Ob es schon für ganz vorne reicht? Claudia Düring (Rade), Melanie Jeck, Alexandra Krämer und Julia Reichert sollte man auf der Rechnung haben. Und dann wäre da Sina Böhne, die inzwischen in Österreich lebt. Bei ihr ist noch nicht klar, für welche Distanz sie sich entscheidet.

Beim Marathon der Männer: Da fallen Schmidt spontan drei Namen ein: Felix Ehmke (RSV), Dennis Mehlfeld (Lübeck) und Lukas Indicianskis. Beim Marathon der Frauen steht mit Johanna Köster die Gewinnerin von 2019 hoch im Kurs. Beim Ultra der Männer: Michael Kotthaus, der für den Posaunenchor Lüttringhausen sportlich große Töne fabrizieren möchte, war 2015 mal Stadtmeister. Dennis Melskotte (Friends of Gary Robbins) und Jörn Hesse (Delligser SC) sind auch interessante Starter. Und was ist mit „Wiederholungstäter“ Jan Kaschura? Geht er im Ultra an den Start, läuft der Sieg nur über ihn.

Beim Ultra der Frauen: Wird es das Rennen der Radevormwalderin Kasia Lange? Oder ist Susanne Wilbrecht ganz vorne?

100 Kilometer der Männer: Es wird immer schwieriger zu mutmaßen. Die Strecke ist unberechenbar. Jens Tekhaus, 2019 Achter im Ultra, könnte ein interessanter Mann sein.

100 Kilometer der Frauen: Die Remscheiderin Andrea Switala hat bereits hinreichend nachgewiesen, dass sie ein Fan weiter Strecken ist. Bei Simone Durry muss man abwarten, wie ernst sie den Lauf nimmt oder ob sie — wie im RGA angekündigt — den Hunderter wirklich nur als „Trainingslauf“ nimmt. Schließlich gibt es da Saskia Löhrich, Ultrasiebte von 2019.

Und wer weiß: Vielleicht kommt alles ja noch ganz anders. Corona, Verletzungen, Streckenführung, kurzfristige Meldungen – es gibt viele Komponenten, die erst auf den letzten Drücker zum Tragen kommen. Am wichtigsten ist ohnehin, dass alle ihren Spaß haben und gesund das Ziel erreichen. Der Rest kommt von alleine.

Ach, da wäre noch etwas, was für den Zusammenhalt beim Röntgenlauf spricht. Eigentlich wollte Inge Raabe auf einer der langen Strecken durch ihre sportliche Klasse zum Gelingen der Veranstaltung beitragen. Davon musste sie kurzfristig Abstand nehmen. Und was tat die sympathische Läuferin? Sie stellte sich spontan für Helferdienste in der Nacht zur Verfügung, wird ab 2 Uhr vor Ort sein.

Zeitumstellung

Achtung, liebe Aktive und liebe Fans an der Strecke. In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Besonders wichtig für alle, die mit dem 100-Kilometer-Lauf zu tun haben, der um 2.05 Uhr, 3 und 4 Uhr beginnt.

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