Röntgenlauf

Velten wird verhindern, dass Papendick sich zur Ruhe setzt

Sabine Papendick (LTV) gehörte als Zweite beim Ultra zu den gefeierten Athletinnen über die längste Laufstrecke. Foto: Holger Battefeld
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Sabine Papendick (LTV) gehörte als Zweite beim Ultra zu den gefeierten Athletinnen über die längste Laufstrecke.
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Ultra-Marathon: Der Schnellste ist nach knapp fünf Stunden im Ziel.

Von Andreas Dach

In der Vorankündigung war er vom RGA-Sport als Mitfavorit auf den Titel beim Ultra-Marathon gehandelt worden. „Das war mir ein bisschen unangenehm, als ich das gelesen habe“, gab Manuel Skopnik zu. Um sich dann umso mehr zu freuen, dass er den Vorschusslorbeeren gerecht werden konnte. „Ich bin fix und alle“, sagte der Biologe, der mit 4:50:52 Stunden die unangefochtene Nummer eins über die 63,3 Kilometer war. Der Athlet des TV Refrath empfand die letzten Kilometer als „sehr hart“.

Er führte aus: „Mir war klar, dass man eine Medaille gewinnen kann, wenn man unter fünf Stunden bleibt.“ Das gelang ihm eindrucksvoll. Vielleicht auch, weil er die Strecke als Wiederholungstäter („Ich bin zum vierten Mal dabei“) kennt: „Es ist toll, Wahrzeichen wie die Müngstener Brücke zu erleben.“ Und dazu noch zu gewinnen.

Ihm am nächsten kam Markus Meinke aus Bonn (4:59:41 Std.). Der Mann der Extreme („Ich habe in diesem Jahr schon neun Ultras absolviert“) nahm zum zweiten Mal am Röntgenlauf teil und verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 19 (!) Minuten. Dabei hatte er noch den Pfalz-Ultra in den Knochen, den er vor zwei Wochen gefinisht hat. „Vielleicht übertreibe ich es ja ein wenig“, entfuhr es ihm spontan. Bronze gab es für Peter Altermann (Grafenberg, 5:13:40). Michael Schmitz (11., TriForce-Vital, 5:26:26) erfüllte sich seinen großen Traum vom Ultra, versicherte aber glaubhaft: „Nie wieder!“

Gewinnerin Britta Giesen hat mit dem scharfen Wind zu kämpfen

Ein Nordlicht dominierte die Strecke bei den Frauen. Mit der Hamburgerin Britta Giesen (5:31:35) siegte eine sehr routinierte Athletin, „obwohl mir der scharfe Wind schon zugesetzt hat“. Die Teamleiterin der Bundesagentur für Arbeit läuft schon seit 22 Jahren und hat 130 absolvierte Marathons und Ultras in ihrem Portfolio. Diese Erfahrung half ihr beim Röntgenlauf enorm, um sich beispielsweise von Sabine Papendick abzusetzen, die den tollen zweiten Platz belegte (5:43:47). Die LTV-Läuferin wollte im Jahr ihres 50. Geburtstags unbedingt am Heimstrecken-Ultra teilnehmen, sagte: „Jetzt kann ich abtreten.“ Sascha Velten, ihr kongenialer Begleiter auf dem Mountainbike, wird es zu verhindern wissen.

Bronze ging an die Österreicherin Christine Wenzl (5:48:44), die aus beruflichen Gründen vor einem halben Jahr nach Deutschland gekommen ist. Die Neu-Hagenerin lobte den Lauf: „Er ist wunderschön. Es war nur zwei, drei Grad zu kalt.“

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