Fußball

Ungeschlagene wollen weiter zupacken

Mark Mittmann und der SV 09/35 Wermelskirchen haben gegen Genc Osman Duisburg vor allem ein Ziel: griffig sein. Foto: Michael Sieber
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Mark Mittmann und der SV 09/35 Wermelskirchen haben gegen Genc Osman Duisburg vor allem ein Ziel: griffig sein.

Vorschau auf den dritten Spieltag in der Landes- und Bezirksliga. Derby steigt in Reinshagen.

Von Peter Kuhlendahl und Fabian Herzog

Landesliga: SV 09/35 Wermelskirchen – SV Genc Osman Duisburg (So., 15 Uhr, Dönges-Eifgen-Stadion). Dass ein Sportlicher Leiter auf der Trainerbank sitzt, ist nicht bemerkenswert. Wenn er allerdings ein Torwarttrikot trägt, schon. Da die Keeper Jonas Wagenpfeil und Yannick Klüppelberg angeschlagen sind, könnte Acar Sar für den Fall der Fälle als zweiter Mann einspringen. „Er ist eben ein Allrounder“, sagt Wermelskirchens Coach Sebastian Pichura, der ansonsten auf Nico Postic, der nach seinem Platzverweis für vier Spiele gesperrt wurde, und den angeschlagenen Shogo Aikawa verzichten muss.

Ansonsten wollen die Gastgeber weiter ungeschlagen bleiben. „Und wenn ich mir die Trainingsleistung anschaue, bin ich optimistisch“, betont der Coach, der dafür aber auch noch einen weiteren Grund hat. „In den bisherigen Spielen ist der Matchplan immer prima umgesetzt worden.“

Duisburger SV 1900 – FC Remscheid (So., 15 Uhr). Am Donnerstagabend konnte Marcel Heinemann aufatmen. Da bekam er die Info, dass es nach seiner roten Karte vom vergangenen Sonntag „nur“ zu einer Geldstrafe verurteilt worden war. „Damit kann ich leben“, sagt der FCR-Coach, der ansonsten in dieser Woche mal wieder fleißig an der Aufstellung basteln musste. „Das ist genau unser bisheriges Problem gewesen, dass wir aus den unterschiedlichsten Gründen immer wieder die Anfangsformation ändern mussten.“

In Duisburg sind bekanntlich Ibuki Noguchi, Dylan Oberlies und Abdoul Morou gesperrt. Michele Buscemi ist im Urlaub. Patrick Posavec und Vincenzo Lorefice weiter verletzt. Auf die Frage, was den FCR im Ruhrgebiet erwartet, meint Heinemann: „Die Liga ist ähnlich wie in der vergangenen Saison unglaublich ausgeglichen. Abwarten.“ Bezirksliga: VfB Marathon – SSV Bergisch Born (So., 15 Uhr, Reinshagen, unterer Platz). Für das erste Heimspiel auf dem neuen Platz hätte sich der VfB keine bessere Konstellation malen können. Mit den Bornern kommt ein Gegner zum Derby, der an sich schon für eine Extra-Portion Motivation sorgt. Wie vergangene Saison, als bis zum Abbruch wahrlich nicht viel gelang – aber ein 4:2 gegen den Lokalrivalen. „Gegen Born sind das immer besondere Spiele“, freut sich VfB-Coach Dominik Müller, dessen Kader komplett ist, auf die Partie.

Sascha Odina glaubt zu wissen, was ihn erwartet. „Soll mir keiner mit der Favoritenrolle kommen“, sagt der Borner Trainer schon fast gereizt. Was ihn unabhängig vom durchwachsenen Saisonstart mit vier Punkten aus drei Spielen ärgert, ist das mal wieder große Verletzungspech. Nun fallen auch noch Eray Ates, Tobi Schäfer, Marco Koch, Yannic Kilter, Anis Geus (alle verletzt) und Dennis Rauchhaus (Urlaub) aus. „Zum Glück hat die Zweite spielfrei“, sagt Odina, den es beim Mitmachen im Training auch selbst erwischt hat: Muskelfaserriss.

SC 08 Rade – Germania Wuppertal (So., 15.15 Uhr, Kollenberg). Zdenko Kosanovic hat fast ein wenig Mitleid mit seiner jungen Mannschaft. „Ich würde mich freuen, wenn sich die Jungs endlich mal belohnen würden.“ Womit der Trainer des SC 08 keinesfalls Druck auf die unerfahrene Truppe ausüben möchte: „Man muss den Spielern Zeit geben. Und bei mir bekommen sie die.“ Gegen Damian Scharys Germania muss er auf Leo (gesperrt) und Max Finkensieper (verletzt) sowie Dawid Kowalski (Nasen-OP) verzichten.

DV Solingen – Dabringhauser TV (So., 15.30 Uhr). Die Vorkommnisse der Vorwoche, als Justin Lüdtke und Michael Kluft wegen Disziplinlosigkeiten vom Platz flogen, sollen noch aufgearbeitet werden. Fakt ist: Sie fehlen beim Aufstiegsmitfavoriten. „Das wird ein dickes Brett“, glaubt Trainer Marco Menge, der zusätzlich Maurizio Lo Pinto und Christopher Kehlenbach (beide Zerrung) ersetzen muss.

VfL Benrath – SSV Dhünn (So., 15.30 Uhr). Den wegen mehrerer Coronafälle zuletzt zwei Spieltage pausierenden VfL bezeichnet SSV-Coach Kristian Fischer dennoch als „ganz harte Nuss“. Mit Gabriel Romeo ist ein Angreifer wieder von der Zweiten in die Erste aufgerückt, weil im Sturm die Not weiterhin groß ist. Frühestens Anfang Oktober wird mit der Rückkehr von Kapitän Dennis Schmidt gerechnet.

SC Werden-Heidhausen – SC Ayyildiz (So., 15 Uhr). Von personellen Problemen kann auch Erdal Demir ein Liedchen singen. „Das ist eine Katastrophe“, findet der SCA-Trainer. Talha Özkan (Haut-OP) und Muhammed Akbulut (Leiste) fallen länger aus, darüber hinaus gibt es unzählige Fragezeichen. Demir: „Wir wollen trotzdem etwas mitnehmen.“

Reinshagen

Auf das Derby zwischen Marathon und Born darf man aus einem zusätzlichen Grund gespannt sein. Denn der neue Belag des unteren Platzes bereitet Sorgen. „Darauf kann man kein Fußball spielen“, berichtet VfB-Trainer Müller von einer merkwürdigen Ballphysik.

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