Handball

Ungekrönte Saison – aber: Neue Nummer zwei

Lidia Morante Maldonado und der HCW zogen gegen Rade/Herbeck zweimal den Kürzeren. Foto: Doro Siewert
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Lidia Morante Maldonado und der HCW zogen gegen Rade/Herbeck zweimal den Kürzeren.
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Analyse der Saison der Handballerinnen.

Von Fabian Herzog

Zwei durchwachsene und eine herausragende, aber ungekrönte Saison – so lässt sich die wegen Corona abgebrochene Spielzeit der Handballerinnen aus Hilgen/Burscheid, Radevormwald und Wermelskirchen in Ober- und Verbandsliga kurz und knapp zusammenfassen. Im Vergleich zum Status quo vor etwa einem Jahr zeigt sich nur eine minimale Veränderung.

HSG Bergische Panther: Dass es für den Oberligisten keine einfache Saison werden würde, war den Verantwortlichen bereits vor dem ersten Spiel bewusst. Denn mit Top-Torjägerin Jennifer Jörgens, ihrer Schwester Lucy und Schwägerin Louisa hatten gleich drei Leistungsträgerin mit identischem Nachnamen das Team verlassen. Zudem war früh klar, dass es das letzte Jahr für den Vater vorheriger Erfolge sein wird: Trainer Denis Jörgens wollte aus privaten Gründen kürzer treten und wurde Ende Februar vorzeitig von Erwin Reinacher abgelöst.

Dieser erlebte bis zum Abbruch dann nur noch zwei Partien in alleiniger Verantwortung und landete mit 15:23-Punkten auf Platz neun. Um einen Rang besser hatten die Panther in der vorangegangenen Spielzeit abgeschlossen, mit damals 27:25-Zählern.

HSG Radevormwald/Herbeck: Im zweiten Verbandsliga-Jahr nach der Wiederbelebung der 1. Mannschaft setzte sich das fort, was die Schützlinge von Trainer Marcello Halbach bereits im ersten angedeutet hatte. Als Tabellensiebter (28:24-Punkte) hatten sie zunächst viele Kritiker Lügen gestraft, um im vergangenen dreiviertel Jahr groß aufzutrumpfen. Trotz eines erneuten kapitalen Fehlstarts mit Niederlagen in Wipperfürth und gegen den Niederbergischen HC legten sie in der restlichen Hinrunde eine famose Siegesserie von elf Erfolgen hin und setzten den Bergischen HC an der Spitze mächtig unter Druck.

Dass es dabei blieb und die HSG den Durchmarsch des aufgemotzten Favoriten nicht verhindern konnte, lag an bitteren Rückrunden-Niederlagen gegen Wipperfürth (18:19) und in Ratingen (29:30). Trotzdem konnte sich die Vizemeisterschaft mit 30:8-Zählern sehen lassen. Ganz nebenbei löste man den HCW als Nummer zwei der Region nach langer Zeit mal wieder ab.

HC Wermelskirchen: Alles andere als eine einfache Verbandsliga-Saison liegt hinter Trainer Marc Egger, seinem „Co.“ Tim Micus und dem HCW. Vor einem Jahr hatte es am Schwanen einen großen Umbruch gegeben, der Abgang von neun Spielerinnen musste kompensiert werden. Die deutlich verjüngte Mannschaft legte eine ordentliche Achterbahnfahrt hin und fand sich ungewohnterweise im unteren Tabellendrittel wieder.

Als Fünfter der Vorsaison (31:21-Punkte) konnten die Wermelskirchenerinnen sich aber auf ihre Heimstärke verlassen und zeigten zum Ende hin, dass man – zumindest phasenweise – auch mit den Top-Teams mithalten konnte. Unterm Strich sprang mit 14:24-Zählern Platz elf heraus.

Saison 2020/2021

Wann die neue Spielzeit beginnt, weiß noch keiner. Aber wie: Die Panther treten am ersten Oberligaspieltag in Lobberich an. In der Verbandsliga empfängt Rade/Herbeck Wülfrath II, der WTV, vormals HCW, muss zum WMTV Solingen.

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