Fußball

Bei TuSpo Dahlhausen tut sich eine Menge

Der Vorsitzende Guido Musial, die kleine Mila, der künftige Geschäftsführer Viktor Ibe (hi., v. l.), die Nachwuchsspieler Luke und Justin (vo., v.l.) statteten der in Umwandlung befindlichen Anlage an der Brede vor dem Training einen Besuch ab.
+
Der Vorsitzende Guido Musial, die kleine Mila, der künftige Geschäftsführer Viktor Ibe (hi., v. l.), die Nachwuchsspieler Luke und Justin (vo., v.l.) statteten der in Umwandlung befindlichen Anlage an der Brede vor dem Training einen Besuch ab.
  • Andreas Dach
    VonAndreas Dach
    schließen

Schon Ende Oktober soll der neue Kunstrasen an der Brede nutzbar sein.

Von Andreas Dach (Text und Fotos)

Die Sonne knallt vom Himmel. Es ist heiß. Die jungen Fußballer auf dem Sportplatz Hermannstraße in Radevormwald stört das nicht. Wenn der Ball rollt, blenden sie alle Äußerlichkeiten aus. Schweißperlen? Hitze? Völlig egal, wenn man sich über Dribbling freuen und Tore bejubeln kann.

Es sind herrliche Bilder, die sich beim Training der E-Junioren von TuSpo Dahlhausen bieten. Glückliche Jungs folgen den Anweisungen von Guido Musial und Jens Golüke. Der Coach und der Co-Trainer der Schwarz-Roten haben ein gutes Gespür für die Kinder. Loben, wenn es angebracht ist. Muntern auf, wenn es nötig ist. Und weisen auf Fehler hin, wenn es sinnvoll erscheint.

Trainingsbesuch bei dem Verein, bei dem gerade eine unverkennbare Aufbruchstimmung erzeugt wird. Das gilt für die jungen Burschen. Das gilt vor allem aber für den Gesamtverein.

Auch ein Slalomparcours musste bewältigt werden.

Dass aus der leidigen Asche an der Brede zurzeit gerade ein hochmoderner Kunstrasen wird, hat bei TuSpo für strahlende Gesichter gesorgt. Da nimmt man gerne in Kauf, derzeit fürs Training auf die Anlage an der Hermannstraße ausweichen zu müssen. Die Fördergelder der Bezirksregierung machen es möglich, dass der Verein mit seinen 170 Mitgliedern wettbewerbsfähiger wird. Es wird wieder chic, für TuSpo Dahlhausen zu spielen. „Wir haben bereits elf Neuanmeldungen im Seniorenbereich und acht bei der Jugend“, berichtet Guido Musial.

Der 50-Jährige ist nicht „nur“ Trainer der E-Jugend, sondern auch bereits im dritten Jahr der Vorsitzende des Vereins. Er und die Mitstreiter des Führungsteams fiebern bereits dem Oktober entgegen. Am Ende jenes Monats soll die runderneuerte Anlage auf der Brede eingeweiht werden. „Mit einer Coverband und zwei Tagen Party“, verrät der Club-Boss.

Dann ist im wahrsten Sinne des Wortes die Grundlage gelegt, um optimistisch(er) in die Zukunft schauen zu können. Bei dem Kunstrasen handelt es sich um ein Modell der neuesten Generation: knöchelschonend, sehr ökologisch, ohne Mikroplastik. „Darauf haben wir größten Wert gelegt“, sagt Musial.

Grundsätzlich will TuSpo Dahlhausen die Gunst der Stunde nutzen, weg vom Image als reiner Fußballverein zu kommen. „Wir werden weitere Sportarten anbieten“, kündigt Musial an. Näheres verrät er (noch) nicht. Walking Football könnte möglicherweise dazugehören, das entschleunigte Fußballspielen.

Grundsätzlich: TuSpo Dahlhausen soll attraktiver und in der Wahrnehmung präsenter werden. Das gilt gerade auch für die 1. Mannschaft, die in der Kreisliga B spielt. Mit der Arbeit von Trainer David Hamacher ist man sehr zufrieden. „Ein Platz im vorderen Drittel ist für uns möglich“, glaubt Musial, der das Seniorenteam „als Speerspitze“ des Vereins bewertet.

Der Aschebelag hat es in der Vergangenheit nicht einfacher gemacht, Spieler in den Radevormwalder Randbezirk zu locken. Das scheint sich zu ändern. Mit Blick auf die kickenden Kinder wird deutlich: Es sind längst nicht nur reine Dahlhausener, die mit Begeisterung vor den Ball treten. Auch aus der Radevormwalder Innenstadt sind Spieler dabei. Und eine Mama bringt ihren Sohn sogar regelmäßig nach Remscheid.

Der Nachwuchs wird auf spielerische Art bei Laune gehalten. Frei von jeglichem Druck. Dazu werden Übungen eingestreut, welche die kognitiven Fähigkeiten stärken und die Koordination verbessern. Auch Trinkpausen gehören dazu. Man merkt: Da sind Kenner am Werk. So funktioniert Nachwuchstraining.

In der neuen Saison – wann immer sie auch beginnt – wird man mit der 1. Mannschaft, der D- und der E-Jugend im Spielbetrieb vertreten sein. Vielleicht wird auch noch ein Bambini-Team gemeldet.

Die Alten Herren haben eine große Akzeptanz

Die A-Jugend befindet sich gerade im Aufbau. Auch den Kleinsten (im Alter zwischen drei und fünf Jahren) möchte man zeitnah ein Angebot machen können. Pampers-Liga würde sich das nennen, Nicht zu vergessen sind die Alten Herren, die innerhalb des Clubs eine große Akzeptanz haben und immerhin 18 Spieler haben. Sie nehmen regelmäßig an Turnieren teil, sind sehr gute Repräsentanten.

Dass trotz der Corona-Zeiten alle Sponsoren den Radevormwaldern treu geblieben sind, spricht für sich. Wie auch die Tatsache, dass der Vertrag mit Ausrüster Hattrick um zwei Jahre verlängert wurde. Als zweiter Verein im Fußballkreis plant TuSpo zudem die Zusammenarbeit mit Soccerwatch. Dabei handelt es sich um ein Unternehmen, welches Videoübertragungen von Amateur-Fußballspielen möglich macht. Die vollautomatischen Kameras gehören bereits der zweiten Generation an. Der SC Heide aus Hückeswagen ist diesbezüglich der Vorreiter im Kreis Remscheid.

So darf man gespannt sein auf die künftige Marschrichtung von TuSpo Dahlhausen. Die Fußballkinder verabschieden den Trainingsbesucher vom RGA mit einem lauten Schlachtruf. Gänsehaut bei fast 30 Grad. Tschö, Jungs, es hat Spaß gemacht bei Euch. Wir schauen mal wieder vorbei.

RGA-Serie

Wie waren bereits beim FCR und bei der HGR zu Gast. Jetzt haben wir uns von der guten Arbeit bei TuSpo Dahlhausen überzeugt. Möchten Sie auch, dass ein Vertreter der RGA-Sportredaktion mal beim Training Ihres Vereins vorbeischaut? Dann schreiben Sie eine Mail an: lokalsport@rga-online.de. Es muss sich nicht zwangsläufig um Fuß- oder Handballer handeln.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

FCR und SV 09/35 stehen im Finale
FCR und SV 09/35 stehen im Finale
FCR und SV 09/35 stehen im Finale
Der 1. Panther-Cup bleibt bei den Panthern
Der 1. Panther-Cup bleibt bei den Panthern
Der 1. Panther-Cup bleibt bei den Panthern
Menge: In der Ruhe liegt die Kraft
Menge: In der Ruhe liegt die Kraft
Der Gastgeber gewinnt - so wird das Dönges-Eifgen-Stadion zur Partyzone
Der Gastgeber gewinnt - so wird das Dönges-Eifgen-Stadion zur Partyzone
Der Gastgeber gewinnt - so wird das Dönges-Eifgen-Stadion zur Partyzone

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare