Wermelskirchen

Trauer: Edgar Müller stirbt im Alter von 82 Jahren

So kannte man Edgar Müller: Mit einem wachen Blick für die Menschen, für den Sport und für den Verein.
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So kannte man Edgar Müller: Mit einem wachen Blick für die Menschen, für den Sport und für den Verein.
  • Andreas Dach
    VonAndreas Dach
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Nachruf: Beim SV 09/35 Wermelskirchen ist man dankbar für sein jahrzehntelanges Schaffen

Wermelskirchen. In einer Fußballwelt, in der oft mehr Schein als Sein an der Tagesordnung ist, hat Edgar Müller stets bewiesen, dass es weder Glitzer noch Glamour braucht, um einer sportlichen Leidenschaft gerecht zu werden. Er hat Zeit seines Lebens mit Zurückhaltung, Gewissenhaftigkeit und Zuverlässigkeit gepunktet. Im Privat-, im Berufs- und im Vereinsleben.

Am 29. Dezember ist Edgar Müller im Alter von 82 Jahren bei einem Eingriff in einem Remscheider Krankenhaus überraschend gestorben. Ein ganz, ganz trauriger Moment. Für die Familie ohnehin. Aber auch für den bergischen Sport, für den SV 09/35 Wermelskirchen, für alle, die ihn kennenlernen durften.

Müller wird fehlen. An allen Ecken und Enden. Seinen Liebsten, aber auch dem Verein und uns in der RGA-Sportredaktion. Müller war kompetent, gut sortiert, wissend. Wer ihn etwas fragte, bekam eine vernünftige Antwort. Nicht flapsig, nicht mit seinem enormen Wissen prahlend – Edgar Müller war es immer wichtig, er selbst zu sein. Verlässlich.

Deshalb hatte sein Wort Gewicht. Auch in letzter Zeit, da er sich ein klein wenig zurückgezogen hatte. Das Herz machte nicht mehr so mit, die Augen auch nicht. Wirklich gut Luft bekam er auch nicht. Wenn er aber im Eifgen stand, dann blendete er die Malesten des Alters aus. Dann schaute er die Spiele seines Herzensclubs, analysierte sie, fachsimpelte mit langjährigen Weggefährten.

Dabei umgab den Schwaben (geboren in Dettingen) eine ganz spezielle Aura. Bei und mit ihm fühlte man sich wohl, akzeptiert. Euphorie war nicht so sein Ding, eher eine gewisse Eigenwilligkeit. Aber ist das negativ? Bestimmt nicht. Müller hat für die Familie gelebt. Mit seiner Ehefrau Gerda ist er nicht nur 59 Jahre verheiratet gewesen, sondern hat mit ihr auch drei Kinder (zwei Mädchen, einen Sohn). Seine zweite „Ehe“ war die mit dem Fußball. Und das ist nicht despektierlich gemeint. „Das war sein Metier“, sagt Gerda Müller.

Sie musste oft auf ihren Mann verzichten, wenn er seine ehrenamtlichen Tätigkeiten mit Leben erfüllte. Vom Geschäftsführer bis zum Bürgerbusfahrer, vom Jugendleiter bis zum Funktionär in Kreis- und Bezirksspruchkammer, vom Vermittler bei der Fusion von TuRU und 09 bis hin zum Mit-Antreiber im Förderverein. Keinesfalls zufällig ist Edgar Müller mit diversen Ehrennadeln und der Ehrenmitgliedschaft beim SV 09/35 ausgezeichnet worden.

Die Beisetzung wird in engstem Familienkreis stattfinden.

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