Sportlicher Adventskalender

Trainer hat für Stratemeyers Ambitionen Lösung parat

Früher hatte Melina Stratemeyer die Nummer 11, mittlerweile ist es die 14. „Mit der klappt es ganz gut“, sagt sie lächelnd. Foto: MS
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Früher hatte Melina Stratemeyer die Nummer 11, mittlerweile ist es die 14. „Mit der klappt es ganz gut“, sagt sie lächelnd.
  • Fabian Herzog
    VonFabian Herzog
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14. Türchen im Rückennummer-Adventskalender des RGA-Sports mit der SGH-Fußballerin.

Fussball.de, das offizielle Portal des DFB, führt sie nach 14 Spielen mit 33 Treffern. „Das stimmt aber nicht ganz“, sagt Melina Stratemeyer, die Torjägerin des Kreisliga-Herbstmeisters SG Hackenberg. 33 Tore? Das würde ja auch einen Schnitt von unglaublichen 2,35 pro Begegnung bedeuten. „Tatsächlich habe ich 36 Mal getroffen. Aber das ist egal“, sagt die Lenneperin, die also sogar auf einen Durchschnittswert von über 2,5 Toren kommt, in aller Bescheidenheit.

In bisher jedem Saisonspiel hat die 19-Jährige getroffen. Mindestens einmal, oft zwei- oder dreimal und sogar jeweils in zwei Partien fünf- und sechsmal. „Diese Saison läuft es wirklich sehr gut“, sagt Stratemeyer, die durch ihre Schnelligkeit, Beidfüßigkeit und Abschlussstärke besticht. Nur das Kopfballspiel ist nicht so ihrs. „Ich bin eben auch nur 1,65 Meter groß“, erzählt die Torjägerin lächelnd.

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Mehr als die Hälfte aller Hackenberger Buden (69) gehen auf ihr Konto. Weitere Wahnsinnsstatistiken gefällig? In bisher jeder Seniorenspielzeit hat sie deutlich mehr Tore erzielt als Begegnungen absolviert. „Sie hat einen eingebauten Torriecher“, sagt ihr Trainer Rik van der Wal, der nicht nur wegen dieser Qualitäten froh ist, sie in seiner Mannschaft zu haben: „Auch menschlich ist sie ein großer Gewinn für uns.“

Längst sind andere Vereine auf Stratemeyer aufmerksam geworden. „Ich hatte immer mal Angebote“, sagt sie. Die SGH, bei der sie schon in den Bambini angefangen hat, bedeutete ihr aber viel. Nicht nur, weil Vater Markus als Eventmanager im Vorstand tätig ist. Sie ist mit den Gelb-Schwarzen eng verwurzelt, wohnt ganz in der Nähe der Anlage und absolviert gerade ihr zweites Ausbildungsjahr als Zerspanungsmechanikerin bei Oerlikon. Auch deswegen zieht sie aktuell nichts in die große weite Fußballwelt. „Eigentlich müsste sie höher spielen“, weiß ihr Coach, der eine simple Lösung für dieses Problem hat: „Das kann sie nächste Saison dann machen, wenn wir dank ihrer Tore in die Bezirksliga aufgestiegen sind.“

Schon vergangene Saison waren die Hackenbergerinnen voll auf Kurs

Viel spricht nach der ersten Saisonhälfte dafür, dass die Rückkehr in die sechsthöchste Spielklasse nach dem Abstieg 2013 endlich klappt. Vergangenes Jahr waren die SGH-Frauen schon auf einem guten Weg, hatte bis zum Abbruch alle fünf Partien gewonnen. Nun liegen sie nach 13 Siegen in 14 Spielen – nur beim SC 08 unterlagen sie mit 4:5 – wieder voll auf Kurs, haben sechs Punkte Vorsprung auf die TS Struck. Vor allem auch dank Stratemeyer.

Aber woher hat sie diesen Torinstinkt? „Mein Opa war auch Fußballer“, erzählt sie. „Beim VfL Lennep.“ Jüngst konnte der Bayern-Fan mal ihre Stars aus nächster Nähe bewundern. Es war allerdings das Pokalspiel in Gladbach. Gerne hätte sie sich bei Robert Lewandowski etwas abgeschaut. Aber auch der ging beim 0:5 in einem Spiel ja mal leer aus. Ein Gefühl, dass die Torjägerin der SG Hackenberg gar nicht kennt.

Serie

Auch in diesem Jahr stellen wir in unserem Rückennummer-Adventskalender vom 1. bis 24 Dezember (mit den Sonntagen als Ausnahme) Sportlerinnen und Sportler vor. Bisher waren dies:

Nummer 1: Sebastian Weber, Torhüter des Fußball-Landesligisten SV 09/35 Wermelskirchen.

Nummer 2: Yusuf Kaya, Fußballer des Bezirksligisten Dabringhauser TV.

Nummer 3: Antonio Angelov, Fußballer des Landesligisten FC Remscheid.

Nummer 4: Jens Reinarz, Handballer des Drittligisten Bergische Panther.

Nummer 6: Erik August, Kapitän des Fußball-Bezirksligisten VfB Marathon.

Nummer 7: Moritz Mettler, Handballer des Landesligisten ATV Hückeswagen.

Nummer 8: Dennis Dossmann, Remscheider Fußballer.

Nummer 9: Footballer Tommy Le Pongsagorn.

Nummer 10: Ben Vornehm, Handballtalent der Bergischen Panther.

Nummer 11: Anis Geus, Fußballer des SSV Bergisch Born.

Nummer 13: Max Richter, Spieler der IGR Remscheid.

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